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Mädchen mit Schlüssel (Bild:  colourbox.de)
27.09.2011

Facebook, Google, Twitter und Co.

2 Klicks für mehr Datenschutz – wieso eigentlich?

Erst einschalten, dann nutzen: Den "Empfehlen"-Button von Facebook und ähnliche Funktionen bekommt bei uns nur, wer sie wirklich haben möchte. Es gibt gute Gründe dafür.
 
Die so genannten Sozialen Plugins übertragen Daten an ihren Anbieter - und zwar schon, wenn sie nur angezeigt werden. Wie und warum, das soll hier beispielhaft am "Empfehlen"-Button von Facebook erklärt werden. Das gleiche gilt allerdings für den "+1"-Knopf von Google und die Twitter-Schaltfläche.
 
[Hier klicken, um Social-Media-Dienste wieder abzuschalten]


Plugins von Facebook, Twitter und Co. vorschnell freigegeben? Sie finden bei den Buttons ein kleines [X], mit dem Sie sie wieder abschalten können.
 

"Gefällt mir" - Facebooks Ständige Vertretung

 (Bild:  hr-online)
Vergrößern
So funktioniert 2-Klick
Wer Facebook nutzt, dem dürfte in der Regel klar sein: Sobald ich www.facebook.com ansteuere, erkennt Facebook, wer ich bin - anhand einer kleinen Steuerdatei auf meinem Rechner, eines so genannten Cookies. Was ich dann bei Facebook tue - Seiten von anderen Nutzern aufrufen, kommentieren, "Gefällt mir" klicken - all das wird auf den Facebook-Servern vermerkt. Logisch: Wenn ich in ein Geschäft gehe, weiß der Inhaber, dass ich im Laden bin.

Weniger offensichtlich ist: Wenn eine beliebige andere Seite im Internet den "Gefällt mir"-Button von Facebook enthält, wird sie damit gewissermaßen zur Außenstelle des Facebook-Geschäfts. Die "Empfehlen"- oder "Gefällt mir"-Schaltfläche stellt Kontakt zu Facebook her – der Knopf ist wie eine kleine Website in der Website. Noch dazu eine, die erkennt, in welchem Zusammenhang sie aufgerufen wurde – ah, Sie schauen sich gerade eine Seite über Gebrauchtwagen an, die den Facebook-Knopf enthält? All das bekommt Facebook mit, ohne dass der Nutzer zugestimmt hat.
 

Bei uns: Freigabe erforderlich!

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Links im WWW

Was wir in unsere Webseiten einbauen, basiert auf einer Lösung, die der Heise-Verlag programmiert hat. Wer will, kann die "2-Klick"-Lösung von Heise übernehmen: dort kann man sich die Programmdateien für eigene Webseiten herunterladen. Informationen und Programmcode auf
Genau dies soll durch die "2 Klicks für mehr Datenschutz"-Technik verhindert werden - ohne jedes "Gefällt mir" zum bürokratischen Vorgang zu machen. Die Grundidee: Die Nutzer sollen wissen, was sie tun.

Also: Erst nach einem Freigabe-Klick durch den Nutzer wird der Facebook- (Google-, Twitter-) Knopf aktiv – und erst dann werden Daten an Dritte übertragen. Und selbstverständlich kann man diese Freigabe jederzeit rückgängig machen.

Übrigens: Der "Gefällt mir"-Knopf überträgt Daten an Facebook, egal ob man Facebook nutzt oder nicht. Das ist zunächst einmal die so genannte IP-Adresse - die verrät Facebook zwar noch nicht den Namen des Surfers, aber lässt Rückschlüsse zu: beispielsweise darauf, wo der Rechner des Nutzers steht.

Wer bei Facebook angemeldet ist, ist über die oben erwähnten "Cookie"-Dateien zudem zu identifizieren – Facebook könnte schon den Aufruf einer Seite mit aktivem "Gefällt mir"-Knopf dem jeweiligen Profil zurechnen. Könnte. Und so theoretisch etwa herausfinden, wer sich gerade nach einem neuen Auto umsieht, einem neuen Job – oder einem neuen Partner.
 

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Redaktion: je
Letzte Aktualisierung: 8.02.2013, 15:20 Uhr
 
 

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