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Yoko Ono

Half-A-Wind Show. Eine Retrospektive

Wann:
Freitag, 15.02.2013  bis
Sonntag, 12.05.2013
Wo:
Schirn Kunsthalle
Römerberg
60311 Frankfurt am Main
Eintrittsmodus:
Eintrittskarte 
Karten bei:
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt
Tel: 069 / 29 98 82-118
Fax: 069 / 29 98 82-240

Eintrittspreise:
9 €, Ermäßigt7 €. Familienticket: 18 €. EINTRITT FÜR KINDER UNTER 8 JAHREN UND MITGLIEDER DES KINDERKUNSTKLUBS FREI.
Yoko Ono

Viele kennen sie als die Muse des Beatles Gitarristen John Lennon: Yoko Ono, seine Parnerin beim Bed-In für den Frieden 1969 und frisch angetraute Ehefrau, sein Schatten, seine Inspiration, seine große Liebe. Aber Yoko Ono ist viel mehr als nur die Ehefrau eine Legende: sie ist Komponistin, Buchautorin, Filmemacherin und Malerin. Als Wegbereiterin der gesellschaftspolitisch orientierten Kunst hat Yoko Ono Performance und Konzeptkunst der 1960er-Jahre ganz wesentlich mit ins Leben gerufen. Als Konzeptkünstlerin hat sie bereits einen Namen in der avantgardistischen Kunstszene New Yorks bevor sie 1969 an der Seite von John Lennon in die Aufmerksamkeit einer breiten Weltöffentlichkeit tritt. Heute gilt die zierliche Japanerin als eine der einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit.

Am 18.Februar 2013 wird Yoko Ono 80 Jahre alt. Anlass genug für die Frankfurter Kunsthalle Schirn ihr eine
umfassende Retrospektive zu widmen. Unter dem Titel "Half-A-Wind Show" präsentiert die Kunsthalle Schirn eine charakteristische Auswahl aus ihrem Schaffen der letzten 60 Jahre, um vor allem die mediale Vielfalt im Werk der Künstlerin sowie die zentralen Themen ihres Oeuvres zu beleuchtet. Mehrere große Installationen und einige aktuelle Werke werden ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein.

Bekannt wird Yoko Ono mit ihren richtungsweisenden Arbeiten in den frühen 1960er-Jahren, die zuerst in New York und später in Japan gezeigt werden, darunter die 1961 und 1962 ausgestellten „Instructions for Paintings“, die Performance „Cut Piece “ sowie das 1964 erschienene Buch „Grapefruit “. Besondere Aufmerksamkeit legt die Retrospektive auf eben jene Werke aus den 1960er- und 70er-Jahren, ihren Einfluss auf Fluxus-Bewegung, Konzept- und Performancekunst, Environments, Film und nicht zuletzt Musik.

Als Tochter einer wohlhabenden Bankiersfamilie in in Tokio bekommt Yoko Ono bereits als Kind eine musikalische Ausbildung in Klavierspiel und Kompositionslehre. 1952 wird sie als erste Frau zum Philosophiestudium an der Gakushūin-Universität in Tokio zugelassen. Nach der Übersiedlung nach Amerika führt sie beide Studiengänge, Philosophie und Musik, fort und studiert in New York unter anderem klassischen deutschen Liedgesang. Erste Kompositionen entstehen Mitte der 50er Jahre.

"Give peace a chance" ist der erste Song, den John Lennon mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Yoko 1969 aufnimmt und es folgt als weiteres gemeinsames Projekt die Plastik Ono Band, der zeitweilig auch Eric Clapton angehört. Mit ihrer Mischung aus Rock und experimenteller Musik, aufgemischt durch Yokos prägnanten Gesangsstil und ihre Kunst-Happening-Ideen wird die Plastik Ono Band von vielen Beatles-Fans nur mit Unverständnis bedacht. Nach der 5 jährigen Babypause für Sohn Sean veröffentlicht das Paar Lennon-Ono 1980 wieder ein Album ("Double Fantasy"). Das Fortschreiben der gemeinsamen Musikkarriere findet allerdings durch die Ermordung von John Lennon im selben Jahr ein jähes Ende. Yoko Ono zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Erst in den späten 80er Jahren beginnt Yoko Ono wieder mit neuen künstlerischen Projekten an die Öffentlichkeit zu treten. So ist sie 1987 auf der Documenta 8 in Kassel vertreten, bereits 1972 hatte sie auf der Documenta 5 ausgestellt.

Yoko Onos breitgefächerte Musikproduktion ab den 1960er-Jahren bis heute ist ebenfalls Teil der Schirn-Ausstellung und in einem separaten Raum dokumentiert. Von frühen Aufführungen neuer experimenteller Musik über gemeinsame Sessions mit John Lennon bis hin zu Veröffentlichungen der Yoko Ono/Plastic Ono Band werden dabei die zahlreichen musikalischen Projekte und Kooperationen der Künstlerin sichtbar und hörbar.

Als künstlerische Partnerin von John Lennon, aber weit mehr noch als wegweisende Konzeptkünstlerin, die den Gedanken des Friedens, "des Give Piece a Chance" bis heute in Ihren Werken Raum einräumt, ist Ono eine Ikone der Popgeschichte geworden. Oder, um mit Max Hollein, dem Schirn-Direktor zu sprechen:
„Yoko Ono ist eine besondere, ja geradezu mythische Figur nicht nur in der Kunstszene, sondern auch in der Musik, der Friedensbewegung und dem Feminismus. Jeder kennt und erkennt sie, doch die wenigsten wissen genau, welches hervorragende künstlerische Werk sie geschaffen hat. Yoko Onos 80. Geburtstag bietet uns nun den idealen Anlass, dies zu ändern“.
 

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