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hr2-kultur:

Lunchkonzert 7

"Temperamentvoll und brillant"

Wann:
Sonntag, 14.04.2013 11:00 Uhr
Wo:
Hessischer Rundfunk
Bertramstraße 8
60320 Frankfurt am Main
Raum:
Sendesaal
Inhalt:
Joseph Haydn: Streichquartett d-Moll op. 76, Nr.2 Hob.III: 762; Anton Webern: Langsamer Satz; Erich Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett; Johannes Brahms: Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1 Buffet „Spargel und Meer“
Mitwirkende:
Signum Quartett
Die Veranstaltung im Programm:
Do 23.05.2013,  20:05 Uhr,  hr2-kultur
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Eintrittsmodus:
Eintrittskarte 
Karten bei:
hr-Ticketcenter
Bertramstr.8
60320 Frankfurt
Tel: 069/155-2000
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Eintrittspreise:
Einzelkarten: Konzert inklusive Lunch 52,- € / Konzert ohne Lunch 18,- €
Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen [lat. signum] in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich als eines der interessantesten jungen Ensembles etabliert. 1994 gegründet, spielt das Ensemble seit 2007 in der heutigen Besetzung: Kerstin Dill und Annette Walther (Violine), Xandi van Dijk (Viola) und Thomas Schmitz (Violoncello). Zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, Studien mit legendären Kammermusikformationen und Altmeistern des solistischen Fachs haben beständig zu einer weiteren Verfeinerung von Können und Zusammenspiel geführt. Die musikalischen Programme sind vielfältig: Die Musiker kümmern sich um vernachlässigtes Repertoire, machen ausgewählte zeitgenössische Werke und versuchen, auch das große Repertoire der Gattung neu zu beleuchten. Auch das Programm beim Lunchkonzert ist so ausgerichtet. Joseph Haydns sechs Quartette Opus 76 stellen den Höhepunkt seines Quartettschaffens dar. Vor allem das Quartett Nr. 2 verbindet Popularität mit struktureller Arbeit. Sein Beiname «Quinten-Quartett» rührt daher, dass in allen vier Sätzen Motive mit dem Intervall einer aufsteigenden oder fallenden Quinte erscheinen, das Haydn nach allen Regeln der Kunst durchführt. Anton Webern schrieb den „Langsamen Satz“ für Streichquartett im Jahre 1905, in einer Phase, in der er noch deutlich in der Tradition der Spätromantik stand. Um 1908/09 begann eine lange atonale Phase, erst 1924/1925 wendete Webern Schönbergs Zwölftontechnik an. Es heißt, dass Webern zur Komposition dieses Streichquartett-Satzes durch eine Bergwanderung mit seiner Fast-Verlobten und späteren Ehefrau angeregt worden sei. Eigentlich hatte er beabsichtigt, ein komplettes Streichquartett zu schreiben, legte die Komposition aber nach diesem einen Satz beiseite. „Der langsame Satz“ wurde zu Weberns Lebzeiten weder gedruckt noch aufgeführt. Erich Schulhoff begann schon mit 10 Jahren mit dem Studium am Prager Konservatorium, später studierte er dann in Wien und Leipzig. Seine ersten musikalischen Einflüsse waren bereits vielfältig: Strauss und Skrjabin sowie Reger und Debussy. Später experimentierte Schulhoff mit noch mehr unterschiedlichen musikalischen Stilen: tschechische Volksmusik, amerikanischer Jazz, südamerikanische Tanzmusik gesellten sich zu seiner Formen- und Stilvielfalt hinzu. Die „Fünf Stücke für Streichquartett“ schrieb Schulhoff 1923 – sie sind Ausdruck seiner musikalischen Überzeugung: „Musik soll in erster Linie durch Rhythmus körperliches Wohlbehagen, ja, sogar Extase erzeugen, sie ist niemals Philosophie, sie entspricht dem ekstatischen Zustande und findet in der rhythmischen Bewegung ihren Ausdruck.“ Johannes Brahms ging bezüglich der Gattung Streichquartett besonders kritisch mit sich um. Nach eigenen Aussagen hatte er über 20 Streichquartette vernichtet, bevor er sich mit dem Opus 51 an die Öffentlichkeit wagte. Aber auch dieses nur nach langem Überlegen. Das erste der beiden zu Opus 51 gehörenden Quartette hatte er sogar über 10 Jahre lang liegen lassen, bevor er es für die Veröffentlichung überarbeitete und er bestand darauf, geheime Aufführungen vor der Drucklegung abzuhalten, um ganz sicher zu gehen und noch letzte Überarbeitungen ausführen zu können. "Ich gebe mir alle Mühe und hoffe immer, mir soll ein Großes und fürchterlich Schweres einfallen - und immer geraten sie klein und erbärmlich." schreibt er an seinen Verleger Simrock. ‚Klein und erbärmlich‘ wurde es dann doch nicht, das Streichquartett op. 51 Nr. 1, sondern zeugt durch seine leidenschaftlich-düstere Tonsprache vom Ringen des Komponisten mit sich und dem durch Mozart und Beethoven formulierten Standard der Quartettkomposition. Programm ausführlich: Joseph Haydn (1732-1809), Streichquartett d-Moll op. 76, Nr.2 Hob.III: 762 (ca. 20‘) Allegro Andante o più tosto allegretto Menuetto: Allegro ma non troppo Vivace assai Anton Webern (1883-1945), Langsamer Satz (ca. 10‘) Erich Schulhoff (1894-1942), Fünf Stücke für Streichquartett (ca. 15‘) Alla valse viennese. Allegro Alla Serenata. Allegretto con moto Alle Czeca. Molto Allegro Alla Tango. Andante Alla Tarantella. Prestissimo con fuoco Johannes Brahms (1833-1897), Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1 (ca. 30‘) Allegro Romanze. Poco Adagio Allegretto molto moderato e comodo Allegro Buffet „Spargel und Meer“
 

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