DVB-T: Das Überall Fernsehen

 

20.3.2006

Startschuss für DVB-T in ganz Hessen am 29. Mai 2006

Am 29. Mai 2006 geht das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in ganz Hessen auf Sendung. Über 90 Prozent der hessischen Haushalte können dann mehr als zehn Programme über Antenne empfangen – und das in besserer Qualität. Dies kündigten der Leiter der hessischen Staatskanzlei, Stefan Grüttner, sowie die Verantwortlichen der beteiligten Sender Hessischer Rundfunk und ZDF und des Netzbetreibers T-Systems heute in Kassel an.

Grüttner zeigte sich sehr erfreut darüber, dass dank der zügig vorangetriebenen Planungen des Hessischen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens das Land Hessen nun als eines der ersten Bundesländer Deutschlands noch vor der Fußball-Weltmeisterschaft in den Genuss einer landesweiten Verbreitung für das digitale Fernsehen (DVB-T) kommen werde. Dr. Andreas Bereczky, Produktionsdirektor des ZDF, betonte: „Mit dem DVB-T-Ausbau in die Fläche leisten wir einen maßgeblichen Beitrag für die Digitalisierung des Rundfunks in Deutschland. Das ZDF steht dafür mit seiner Programmleistung, die mit dem ZDF-Hauptprogramm, 3sat und KI.KA sowie den eigens digital empfangbaren Programmen ZDFinfokanal und ZDFdokukanal die Menschen überall und jederzeit mit einem bedarfsgerechten Qualitätsangebot erreicht.“
 

Programmvielfalt und portables Fernsehen

Mit dem Umstellen des Antennenfernsehens von analog auf digital können die Zuschauer in Hessen statt bisher drei künftig mehr als zehn öffentlich-rechtliche Programme empfangen. DVB-T: DasÜberallFernsehen bietet außerdem den Vorteil, dass in vielen Gebieten ein portabler Fernsehempfang möglich ist – zu Hause, im Garten oder beim Camping. „Überall fernsehen können – technisch so einfach wie möglich und wirtschaftlich so preiswert wie möglich“, so fasste Dr. Helmut Reitze, Intendant des Hessischen Rundfunks, die Vorzüge der neuen Übertragungstechnik zusammen. „Ich freue mich, dass diese Devise vom 29. Mai an für ganz Hessen gilt. Damit erhält die Erfolgsgeschichte von DVB-T im Rhein-Main-Gebiet landesweit ihre verdiente Fortsetzung.“ Dr. Michael Thiele, von der Deutschen TV-Plattform schilderte die positive Entwicklung auf dem Endgerätemarkt: „Anders als in den Anfangszeiten der Umstellung auf das digitale Antennenfernsehen sehen sich die Zuschauer heute einem äußerst umfangreichen Geräteangebot gegenüber.“
 

Erfolgreiche DVB-T-Entwicklung in Deutschland

Mittlerweile können bereits über 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland DVB-T empfangen. „T-Systems betreibt schon heute bundesweit über 150 Sender für das Verbreiten von DVB-T. Insofern ist der Übergang von analog zu digital von weitreichender Bedeutung und wird von uns mit sehr hohem Engagement begleitet“, führte Timo von Lepel, Mitglied der Geschäftsleitung bei Media&Broadcast von T-Systems, aus. „Mit unserer vielseitigen Erfahrung als Netzbetreiber können wir den DVB-T-Betrieb in Hessen zuverlässig sicherstellen.“
Minister Grüttner appellierte an die privaten Sender, sich - wie im Rhein-Main Gebiet - auch in der Fläche des Landes mit eigenen Programmen an DVB-T zu beteiligen. Angesichts der aktuellen Diskussionen über die geplante Verschlüsselung und zusätzliche Entgeltpflichtigkeit privater Programme, die digital über Kabel und Satellit verbreitet werden, hob der Minister hervor, dass der digitalen Terrestrik in diesem medienpolitischen Umfeld eine besonders wichtige Rolle zukomme: „Die Renaissance der Terrestrik, die eine kostengünstige Alternative zu den Übertragungstechnologien Kabel und Satellit bietet, kommt hier medienpolitisch punktgenau zur rechten Zeit.“
 

Vorbereitungen im Plan

Damit DVB-T rechtzeitig vor der WM „on air“ ist, sind die Umbauarbeiten an den hessischen Senderstandorten Habichtswald, Hoher Meißner, Angelburg, Rimberg, Rhön und Würzberg bereits in vollem Gange und laufen nach Plan. In der Nacht vom 28. auf den 29. Mai 2006 wird die Sendetechnik von analoger auf digitale Ausstrahlung umgestellt. Alle, die bisher über Antenne fernsehen und weiterhin ihr Programm terrestrisch empfangen möchten, benötigen dann ein DVB-T-Empfangsgerät, das zwischen Fernseher und Antenne angeschlossen wird. Denn die analoge Ausstrahlung über Antenne wird am 29. Mai in Hessen eingestellt. Das DVB-T-Projektbüro Hessen wird in den nächsten Wochen mit einem Informationsangebot sicherstellen, dass jeder Zuschauer weiß, ob und wie er von der Umstellung betroffen ist.
 
Redaktion: nil
Stand: 20.03.2006
 
 

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