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Wenn sich Arbeit für manche nicht mehr lohnt

Frau mit Kind beim eislauf (Bild:  hr)

Alleinerziehende in der sozialen Hängematte?

Sonntag, 7. Februar, 18:00 Uhr
Ein Artikel der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sorgte vergangene Woche für Aufruhr. Wenn man den Autoren Glauben schenkt, führen alleinerziehende Mütter ein Leben in der sozialen Hängematte. Kein Stress im Job oder gar mit einem nervigen Partner. Dafür aber mit genügend Geld in der Tasche – Dank Hartz IV. 445.000 Euro streiche eine nicht erwerbstätige Mutter mit Kind bis zur ihrem 50. Lebensjahr ein – bezahlt vom Steuerzahler heißt es weiter. Dabei beziehen sich die FAZ-Autoren auf eine in dieser Woche veröffentlichte Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die „Hätschelkinder der Nation“ würden vom Wohlfahrtsstaat Deutschland derart verwöhnt, dass sie dumm wären, sich erstens eine Arbeit und zweitens einen Partner zu suchen. Weiter spekulieren die Autoren, dass Alleinerziehende häufig gar nicht so allein seien, sondern den Partner den Behörden nur verheimlichten. defacto über die neueste Stimmungsmache gegen alleinerziehende Mütter.
 

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Immer mehr jüngere Ärzte verzichten auf eine Festanstellung im Krankenhaus. Stattdessen ziehen sie vor, als sogenannte Leihärzte nur vorübergehend in den Klinikalltag mit Nacht- und Wochenenddiensten einzutauchen. Auch Dr. Gabriele Franz, Anästhesistin, arbeitet als „Freie“. Denn so kann sie sich ihre Zeit unabhängig von Verwaltung und Klinikbürokratie selbst einteilen. In den nächsten drei Monaten wird sie am Kreiskrankenhaus in Gelnhausen tätig sein. Insgesamt fünf Leihärzte sind dort zurzeit beschäftigt. Insgesamt gibt es rund 4000 Ärzte, die auf dieser Basis in deutschen Kliniken arbeiten. Den Kliniken kommt das entgegen. Viele Krankenhäuser können ihren Betrieb nur durch kurzfristig angeheuertes Personal aufrecht erhalten. Die Gründe: Ärztemangel und strenger gewordene Arbeitszeit-Vorschriften. Welche Erfahrungen haben die Kliniken mit diesen „Leihdoktoren und was bedeutet das für den Patienten?

Jetzt reichts
Horst Walter aus Lauterbach im Odenwald ist offenbar Opfer eines ärztlichen Kunstfehlers geworden. Vor zwei Jahren ging er auf eigenen Beinen in die Frankfurter Uni-Klinik zwecks einer Wirbelsäulen-OP. Als Querschnittsgelähmter kam er wieder raus. Seitdem versucht Herr Walter mit Hilfe von Reha-Maßnahmen wieder etwas mehr Beweglichkeit zu erlangen. Seine Physiotherapeutin und sein Hausarzt raten ihm zu einem erneuten Reha-Aufenthalt in einer Kurklinik. Außerdem braucht Herr Walter wegen seines kaputten Rückens einen E-Rolli. Beides lehnt seine Krankenkasse jedoch ab. Begründung: „Es sei bei ihm ja keine Besserung mehr zu erwarten!“Jetzt reicht‘s hat sich Horst Walter gesagt und sich an uns von defacto gewandt.

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