Nach dem heftigen Regen am Sonntagabend waren die Dill sowie ihre Nebenflüsse Schelde, Dietzhölze und Aar über die Ufer getreten. Nach Behördenangaben kletterte der Wasserstand der Dill innerhalb weniger Stunden auf den höchsten Stand aller Zeiten. Die Perf, ein Nebenfluss der Lahn, führte hundert Mal mehr Wasser als üblich. Der Deutsche Wetterdienst maß in Dillenburg bis Mitternacht 103 Liter Regen pro Quadratmeter normalerweise seien es im ganzen September etwa 60 Liter.
Die Straßen in Dillenburg und im benachbarten Haiger, sowie die Bundesstraßen 253 und 255 standen bis zu einem halben Meter unter Wasser, etliche Autos schwammen davon, eine Brücke wurde weggerissen. Im Lahn-Dill-Kreis mussten rund 1.000 Keller ausgepumpt werden, auch im Marburger Hinterland waren Einsatzkräfte mit dem Auspumpen dutzender Keller beschäftigt. Die Menschen sind von den Wassermassen völlig überrascht worden, sagte Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz.
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