Der Nazi-Jäger Simon Wiesenthal
Simon Wiesenthal wurde weltweit als Nazi-Jäger bekannt. Er spürte noch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Nazi-Verbrecher in aller Welt auf. Zudem baute Wiesenthal ein Dokumentationszentrum zur Sammlung von Unterlagen über das Schicksal von Juden und ihren Verfolgern während der NS-Herrschaft auf.
Angeblich hat das Briefmarkensammeln auch die Grundlage für Wiesenthals größten Coup bei der Suche nach den Verantwortlichen des Holocaust gelegt: Ein anderer Sammler soll Wiesenthal einen Brief aus Argentinien gezeigt haben, an dem nicht nur die aufgeklebten Marken interessant waren. In dem Schreiben berichtete ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, er kenne den Aufenthaltsort Adolf Eichmanns in der Nähe von Buenos Aires.
Eichmann hatte als Leiter des Judenreferats im nationalsozialistischen Reichssicherheitshauptamt maßgeblichen Anteil an der Ermordung der europäischen Juden. Einige Jahre nachdem Eichmanns Aufenthaltsort in Südamerika bekannt wurde, ergriff ihn der israelische Geheimdienst Mossad und brachte Eichmann 1960 nach Israel. Dort wurde er zum Tode verurteilt und 1962 hingerichtet.