"Sie könne jetzt die Supp ufftraache!", verlangt Fräulein Sophie. Worauf der getreue Diener Johann "Mackklösjersupp" serviert natürlich nicht, ohne dabei virtuos zu stolpern. Beinahe originalgetreu, aber unüberhörbar hessisch...
Die Szenerie: eine gut-bürgerliche Wohnung im Frankfurter Westend. Fräulein Sophie feiert ihren 90. Geburtstag und bittet ihre vier besten Freunde zu Tisch. Freunde, die sie indes längst überlebt hat, den letzten hat sie vor 25 Jahren beerdigt.
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Regisseur Wolfgang Kaus hat den wohl berühmtesten Sketch der Fernsehgeschichte ins Hessische übertragen. Mit Bedacht und Fingerspitzengefühl. "Wir wollten nah am Original bleiben, denn jeder kennt die Gags und da würden neue Witze nur stören", erklärt er. Andererseits habe er den Klassiker nicht einfach "abkupfern" wollen. Mit Margit Sponheimer und Walter Flamme sei ihnen daher eine Idealbesetzung geglückt, so Kaus. "Allein der weiche Frankfurter Dialekt macht den Charakter aus", ergänzte er, "die Sprache liegt den beiden im Mund, sie müssen sich nicht vergewaltigen."
Er betonte, wie anspruchsvoll der Sketch zu spielen sei. Schließlich habe Freddie Frinton den Butler im englischen Original mehr als 1.800 Mal gegeben. "Er hatte diese unglaubliche Perfektion, mit seinem Körper umzugehen", sagte Kaus, "das Stolpern ist wahnsinnig schwierig." Walter Flamme, über 80 Jahre alt, kämpft in der hessischen Version übrigens nicht mit einem Tiger-, sondern einem Eisbärenfell. "Eine Idee, die wir vor `Knut´ hatten", wie der Regisseur versichert.