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foodora-Fahrer  (Bild:  picture-alliance/dpa)

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Themen der Sendung vom 18. Juni

 

Moderne Ausbeutung? – Wenn man nur auf Abruf beschäftigt ist

In Deutschland arbeiten rund 1,9 Millionen Menschen "auf Abruf". Sie müssen fast rund um die Uhr in Bereitschaft sein, für einen Hungerlohn und das sechs Tage die Woche. Immer mehr Menschen müssen solche Beschäftigungsverhältnisse hinnehmen. Arbeitsmarktforscher sprechen von "modernen Tagelöhnern". Gerade Familien kämpfen mit der ständigen Unsicherheit, sie können nicht planen – etwa wie sie ihre Kinder betreuen. Gerade im Einzelhandel finden sich viele Jobs auf Abruf. Insbesondere Verkäuferinnen haben mittlerweile häufig einen Vertrag, der ihnen nur zehn bis 15 Stunden pro Woche garantiert. Wer mehr arbeiten will, wartet in ständiger Bereitschaft und springt kurzfristig ein. Das Risiko wird vollkommen auf den Arbeitnehmer abgewälzt. Aktuelle Beispiele für diese "Arbeit auf Abruf" sind sind H&M und der Essenslieferant "foodora".
 

Warum Frankfurt die wachsenden Schülerzahlen nicht in den Griff bekommmt

Der Ärger bei den Eltern der rund 550 betroffenen Schülerinnen und Schüler in Frankfurt ist groß. Nach den Sommerferien sollen ihre Kinder auf weiterführende Schulen gehen, dafür konnten sie zwei Wunschschulen angeben. Doch das wird klappen. Die Kinder müssen auf andere Schulen ausweichen. Diese sind aber zum Teil viele Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. So sind die Kinder dann häufig über eine Stunde mit Bus und Bahn unterwegs bis sie die Schule erreichen. Circa 10 Prozent der Frankfurter Schüler sind betroffen.

Bereits vor zwei Jahren hatte "defacto" über das Problem berichtet. Damals waren vor allem die Plätze an Gymnasien rar. Dies Mal trifft es sogar alle Bildungsgänge. Heftige Kritik kommt von der Frankfurter Stadtelternbeirätin, sie beklagt, dass die von 2015 bis heute das Ergebnis einer verkorksten Planung sei. Die Quittung dafür bekämen nun die Kinder.
 

Im Visier der Hacker – Wie Kommunen angegriffen werden

Die Schadsoftware "Wanna Cry" hat zehntausende Computer weltweit blockiert. Besonders betroffen waren Unternehmen und öffentliche Institutionen – In Hessen traf es besonders die Kunden der Deutschen Bahn: Anzeigentafeln und Ticketautomaten an Bahnhöfen fielen und auch die Service- und Überwachungstechnik arbeite nur noch eingeschränkt. In England waren etliche Krankenhäuser lahmgelegt. Operationen und Untersuchungen mussten verschoben werden und in Spanien traf es die das Telekommunikationsunternehmen "Telefonica". Cyberattacken sind gefährlich auch für das öffentliche Leben. Durch die zunehmende Digitalisierung sind Daten von Bewohnern einer Kommune ebenso interessant für die Kriminellen wie die Wasser und Stromversorgung. Horst Burghardt, Bürgermeister von Friedrichsdorf weiß, wovon er spricht. Seine Kommune wurde vor vier Jahren Opfer eines Hackerangriffs, der seine Kommune über mehrere Tage lahm gelegt hat. Seitdem lässt er sich und seine Mitarbeiter in der Verwaltung schulen.
 

Jetzt reichts - Krankenkasse lehnt Wassergymnastik ab

Heike Schäfer aus Wiesbaden leidet an Osteoporose, einer Krankheit, die Knochen erweichen lässt. Immer wieder erleidet sie daher Frakturen und Knochenbrüche. Die einzige Möglichkeit, ihren Körper dennoch mobil zu erhalten, ist Wassergymnastik. Bislang hat sie diese auch verschrieben und bezahlt bekommen. Doch nach einem Krankenkassenwechsel weigerte sich die neue Kasse diese Gymnastik weiter zu bezahlen. Frau Schäfer wehrt sich, legt Widerspruch ein, doch nichts hilft. Die Kasse bleibt stur. Wie soll sie sich jetzt fit halten? Erschwerend kommt hinzu, dass Heike Schäfer wegen ihrer Osteoporose starke Schmerzmittel nehmen muss. Die schlagen ihr auf den Magen. Frau Schäfer kann kaum etwas essen und verliert viel Gewicht... Jetzt reicht‘s!
 

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Redaktion: casc / juvo
Letzte Aktualisierung: 18.06.2017, 18:49 Uhr
 
 

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