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Karussell (Bild:  colourbox.com)
 

Schwindel ist nicht gleich Schwindel

Schwindel kann in ganz unterschiedlicher Weise auftreten:

  • Drehschwindel - hier dreht sich alles wie nach einer Karussell-Fahrt, nach rechts, links, nach vorne oder hinten.

  • Liftschwindel - fühlt sich an als sei man in einem schnellen Fahrstuhl, der ständig auf und ab fährt

  • Schwank-Schwindel - der Boden unter den Füßen scheint zu schwanken wie bei einer Bootsfahrt über raue See


Ebenso unterschiedlich kann die Dauer des Schwindels sein: entsprechend der Ursache einige Sekunden, aber auch Minuten, Stunden oder sogar tagelang.
 

An wen wende ich mich?

Erste Anlaufstelle für Schwindelgeplagte ist zunächst der Hausarzt. Schließlich kann hinter dem Schwindel als Folge beispielsweise einer Erkältung eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs stecken, die nicht unbedingt einer Abklärung durch einen Facharzt bedarf und auch vom Hausarzt behandelt werden kann. Da Schwindel jedoch sehr oft durch eine Fehlsteuerung in unserem Nervensystem verursacht wird, sind Neurologen und gegebenenfalls Hals-Nasen-Ohrenärzte nächste Ansprechpartner. Unter Umständen müssen andere Schwindelursachen wie Blutdruckschwankungen oder Herz-Rhythmusstörungen durch einen Internisten zusätzlich abgeklärt werden. Damit Ihr Arzt schneller zu einer Diagnose kommt, ist eine genaue Beschreibung des Schwindels wichtig. Am besten Sie notieren alles in einem Tagebuch (siehe auch Schwindelkalender):

  • Wann tritt der Schwindel auf (Tageszeit, was haben Sie da gerade gemacht?)

  • Welche Schwindelform (Dreh-, Schwank- oder Liftschwindel?)

  • Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?

  • Waren Sie in den letzten Wochen krank, hatten Fieber, einen Ausschlag?

  • Begleitsymptome?

  • Was lindert oder verstärkt die Beschwerden?
 

Erste Hilfe bei Schwindel

  • Hinsetzen oder Hinlegen, auf jeden Fall festhalten.

  • Mit den Augen einen Punkt in der Ferne fixieren, ruhig atmen.

  • Wer öfter unter Schwindelanfällen leidet, sollte sich vom Arzt ein Mittel gegen Übelkeit (am besten in Form von Zäpfchen oder Tropfen) verordnen lassen. Das Medikament sollten Sie für den Notfall immer bei sich tragen. Ebenso eine Plastiktüte, falls man sich doch übergeben muss.

  • Nicht immer kann man in solchen Momenten selbst Auskunft geben, die Deutsche Tinnitus-Liga bietet für Betroffene eine Informationsbroschüre und eine kleine Karte in Form einer Scheckkarte, die einem Arzt oder anderen Menschen, die Erste Hilfe leisten, Auskunft über die Erkrankung geben.


Informationen und Bestelladresse bei http://www.tinnitus-liga.de/morbus.htm
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 29.06.2012, 8:12 Uhr
 
 

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