Welcher Pilz steckt hinter einer Vergiftung?
Das wird im toxikologischen Labor untersucht. Gut ist wenn Pilzabfälle oder Essensreste vorliegen. Dann gelingt es den Experten meist schnell, die Ursache zu ermitteln.
Ein großes Problem, wenn Laien sammeln ist, dass sich oft hartnäckig veraltetes Wissen hält. Einige Giftpilze galten früher irrtümlicher Weise sogar als essbar: der "Kahle Krempling" zum Beispiel. Er kann tödliche Allergien auslösen. Doch lange wurden Todesfälle nicht mit ihm in Zusammenhang gebracht.
Kein Einzelfall: Vorsicht also bei älteren Fachbüchern! Denn darin können Giftpilze noch als leckere Speisepilze beschrieben sein. Und es drohen weitere Gefahren: Zuwanderer-Pilze. Durch den Klimawandel wachsen neue, wärme liebende Arten neben altbekannten Exemplaren. Zum Beispiel ein kleiner Trichterling. Der sieht manchen Speisepilzen ähnlich. Er ist aus Nordafrika eingewandert, erst mal nach Spanien, dann nach Italien - inzwischen ist er schon in Österreich bei Wien gefunden worden und er hat mit das schlimmste Vergiftungsbild, das man sich vorstellen kann - bis zu einem halben Jahr Dauerschmerzen, die so stark sind, dass man an den Schmerzen sterben kann.