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Flasche mit Gift-Aufkleber (Bild:  picture-alliance/dpa)
 

Platz 19: Giftige Gase im Hallenbad

Auch hier würde kaum jemand giftige Stoffe erwarten: Schwimmen gilt ja als gesund, gut für Knochen und Gelenke. Und es stärkt die Lunge. Doch Forscher haben in Schwimmbädern einen problematischen Stoff entdeckt. Von "erhöhtem Asthma-Risiko" durch Chlor und sogar von "Gift" ist die Rede. Was ist da dran? Kann Schwimmen etwa krank machen?

Bei der chemischen Reaktion von Harnstoff und Chlor bildet sich ein giftiges Gas
Im Verdacht die Gesundheit zu schädigen, steht bisher vor allem das Gas "Tri-Chlor-Amin". Es entsteht im Wasser bei der chemischen Reaktion von Chlor mit Harnstoff. Eingeatmet gelangt es direkt in die Lungenzellen. Das Gas riecht. Es ist der typische Hallenbadgeruch, den jeder mit Chlor in Verbindung bringt.
 

Information

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Mail: info@umweltbundesamt.de
Internet: www.umweltbundesamt.de
Aber wie hoch ist die Konzentration des Gases in deutschen Schwimmbädern? Das messen regelmäßig Wissenschaftler im Auftrag des Umweltbundesamtes. Offizielle Grenzwerte für Tri-Chlor-Amin gibt es noch nicht, die Forscher orientieren sich deshalb an Richtwerten.

Entwarnung für deutsche Schwimmbäder
Im internationalen Vergleich kommen deutsche Bäder insgesamt gut weg, hierzulande darf relativ wenig gechlort werden. "Die Messungen in der Hallenbadluft zeigen, dass sie sich eigentlich alle um diesen Wert bewegen, bei dem man keine Reizwirkungen zu erwarten hat, sodass bei einer DIN-gerechten Führung des Bades, d. h. eine ausreichende Lüftung, man nicht von einem Gefährdungspotential ausgehen muss.", betont Dr. Tamara Gummt vom Umweltbundesamt. Es sieht also so aus, als könnten Badegäste in Deutschland aufatmen.
 

Platz 18: Gift in Baumwollunterwäsche

Auch in Kleidung wird regelmäßig Gift gefunden - ob in Synthetikfasern oder Baumwollstoffen: Von Halogen-organische Verbindungen, giftigen Farbstoffen oder etwa Formaldehyd ist da die Rede. Sind solche Stoffe auch in unserer Unterwäsche, also direkt auf der Haut an unseren sensibelsten Stellen?

Das wollen wir genau wissen und geben einen Test in Auftrag. Dafür kaufen wir bei verschiedenen Kaufhäusern und Discountern sechs Damen- und sechs Herren-Slips. Wir wählen Baumwollwäsche in dunklen Farben, denn vor allem Farbstoffe enthalten häufig schädliche Substanzen. Jede Unterhose muss verschiedene Analyseverfahren durchlaufen:
 
Verfahren Nr.1: der Schnuppertest
Kann man gefährliche Substanzen riechen? "Sehr intensive Gerüche weisen zum Beispiel auf Naphthalin oder Aromaten hin oder auf chlorierte Verbindungen. Einige von diesen Verbindungen stehen im Verdacht krebserregend zu sein, dazu gehört zum Beispiel das Naphthalin, einige können auch allergisierend sein oder andere Gesundheitsschäden hervorrufen," sagt die Chemie-Ingenieurin Ulrike Siemers vom Umweltinstitut Bremen.
 
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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 6.07.2012, 17:07 Uhr
 
 

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Sendezeit

Mittwoch, 21:00 Uhr
 

So geht's

Gewinnspiel

Thomas Ranft stellt in der Sendung eine Frage und nennt Ihnen verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Schicken Sie die richtige Lösung und ihre Anschrift per SMS an: 0160/4720116 (SMS-Preis Ihres Anbieters) oder per E-Mail an: wissen@hr.de

Am Ende der Sendung wird der Gewinner bekannt gegeben.
 

Programmtipp

Für alle, die mehr wissen wollen

Das Angebot des hr zu Wissens- und Bildungsthemen. [mehr]
 

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