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Musik am Sonntag
 

Claudio Arrau - Ein Grandseigneur

Sonntag, 16. Januar 2005, 12:00 Uhr
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Claudio Arrau, Archivbild, 1999.
Claudio Arrau, 1903 in Chile geboren, war einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart, die Musikwelt des 20. Jahrhunderts hat er entscheidend mitgeprägt. Mit Begeisterung, Energie und Elan hat er sein Leben fast ausschließlich der Musik und seinem Instrument gewidmet.

Ein Film von Alan Benson
 

Als er im Alter von fünf Jahren zu konzertieren begann, war er zunächst ein viel gefeiertes Wunderkind und machte in seiner Heimat schnell Karriere. 1911 kam er mit einem Stipendium nach Berlin und wurde Schüler von Martin Krause, der ihm den Weg zu einer Karriere in Europa ebnete und ihn unter anderem mit Sergej Rachmaninoff, Camille Saint-Saens und Feruccio Busoni bekannt machte. Mit fünfzehn Jahren hatte er sich in Europas Konzertsälen bereits einen Namen gemacht; der endgültige Durchbruch gelang ihm 1927 in Genf, als er den 1. Preis beim "Grand Prix International des Pianistes" gewann, in dessen Jury unter anderem Arthur Rubinstein und Alfred Cortot saßen. Im Laufe der folgenden Jahre avancierte er zu einem herausragenden Interpreten der großen Werke der Klavierliteratur von Johann Sebastian Bach bis zur Moderne, wobei seine Vorliebe eindeutig den Romantikern galt. Bei seinen Tourneen um die ganze Welt - mit über hundert Konzerten pro Jahr - verstand er es stets, sein Publikum mit seinem reichhaltigen Repertoir zu begeistern.

Der 1984 entstandene Film bietet ein Wiedersehen mit diesem Künstler, der auch im Alter nichts an Vitalität und Virtuosität verloren hatte, der mit unglaublicher Sensibilität und musikalischer Tiefe Werke von Franz Liszt, Frederic Chopin, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven spielte und von den Höhe und Tiefen in seinem langen, ereignisreichen Leben erzählte. Claudio Arrau starb 1991 im Alter von 88 Jahren in Österreich.
 
Redaktion: evvo
 

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Ein Film von Enrique Sánchez Lansch
 
 
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