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Collage "Hessens schönste Landschaften" (Bild: Collage hr-online)

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Hessens schönste Landschaften

Vom Kellerwald mit seinen alten Buchen im Norden über die Vulkanlandschaft des Vogelsbergs bis zum weinbestandenen Rheingau - Hessens Landschaften sind sehr vielfältig.
 

Übersicht

Mittelgebirge, Beckenlandschaften und Flusstäler haben ihre jeweiligen Eigenarten und Schönheiten. Nicht nur die Natur selbst, auch die dort lebenden Menschen tragen zur Charakteristik einer Landschaft bei, wenn sie dort etwa Wein anbauen oder einen riesigen Stausee wie die Edertalsperre anlegen.

Umgekehrt prägt eine Landschaft die dort lebenden Menschen: so sprechen sie eine bestimmte Mundart wie das Hinterländer Platt oder das Rhöner Platt. In den früher unzugänglichen Bergregionen sind die Bewohner noch heute eher wortkarg und verschlossen - an Main und Rhein dagegen scheint die Landschaft das Gemüt eher sonnig und offen zu machen.
Doch welche Landschaft gefällt den Hessen am besten?

Diese Landschaften standen zur Abstimmung.
 

Amöneburger Becken - weiter Blick ins Hessenland

Regenbogen über Amöneburg
Regenbogen über Amöneburg.

Der gewaltige Basaltblock, der schroff aus der Ebene aufragt, war schon immer ein wichtiger Aussichtspunkt, von dem aus man Freund oder Feind schon lange vor deren Ankunft erspähen konnte. Mehr als dreißig Ortschaften kann man heute vom Bergplateau her ausmachen. Kein Wunder, dass bereits in grauer Vorzeit Germanen und Kelten die Amöneburg als Wohnsitz auserkoren hatten.
Seit langem ist der Berg christianisiert, traditionell ist hier ein - mit seinerzeit Mainzer Unterstützung - katholisches Bollwerk gegen die protestantischen Dörfer und Städte der Umgebung. Die fruchtbare Ebene an der Ohm ist ein kleines Pendant zur Wetterau im Süden.
 

Bergstraße - Das Tor zum Frühling

Blühende Bäume vor dem Herrenhaus im Staatspark Fürstenlager
Die klimatischen Vorzüge der Bergstraße wussten auch schon die Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt zu schätzen, als sie in Auerbach einen Park anlegen ließen.

Ihren Namen verdankt sie der Straßenführung am Fuße der Berge. Sie ist nicht nur eine der schönsten, sondern auch eine der ältesten Straßen Deutschlands. "Strata montana" nannten schon die Römer diesen uralten Völkerweg am Rande des Odenwalds. Die Bergstraße ist eine der mildesten Regionen Hessens und deshalb neben dem Rheingau größtes hessisches Weinbaugebiet. Zu Füßen der Weinberge liegt Heppenheim, die Kreisstadt der Region. Über den Dächern der Altstadt erhebt sich Sankt Peter, der "Dom der Bergstraße" wie ihn der Volksmund nennt. Das Benediktinerkloster in Lorsch war einst machtpolitisches Zentrum der Bergstraße und zählt heute zum Weltkulturerbe. Vom Auerbacher Schloss genießt das Auge einen traumhaften Blick über die Landschaft der blühenden Bergstraße. Hier startet der hessische Frühling!
 

Bergwinkel - verträumtes Kleinod im Dreiländereck

Blick auf Burg Brandenstein
Mitten im Wald: Burg Brandenstein.

Bergwinkel nennt man die Region, in der drei hessische Mittelgebirge aneinandergrenzen: Rhön, Vogelsberg und Spessart. Es ist in vielerlei Hinsicht Grenzland: Hier trennen sich nicht nur die Flusssysteme von Rhein und Weser, sondern auch die von Norden kommenden Eisenbahnen teilen sich hier auf in Züge Richtung München oder Frankfurt. Dazu muss man durch den rund hundert Jahre alten Distelrasen-Tunnel, Deutschlands zweitlängsten.
Der Bergriegel des Landrückens, durch den der Tunnel geht, stellte für lange Zeit eine großes Hindernis dar für Kaufleute oder Reisende, die vom Fuldaer Land nach Frankfurt wollten oder umgekehrt. Auf einem bewaldeten Bergkegel, mit einem einzigartigen Blick über das Kinzigtal liegt die Burg Brandenstein. Die Besitzer der mittelalterlichen Höhenburg, die Familie von Brandenstein-Zeppelin lebt hauptsächlich von dem Ertrag ihres Waldes. Heute bietet sich die "Kleine Rhön", wie man die Bergwinkel-Region auch nennen könnte, als ruhiges Feriengebiet abseits allen Trubels an.
 

Büdinger Wald - Waldwirtschaft, Fürsten und Ritterrummel

Büdinger Schloss
Die Familie von Ysenburg-Büdingen lebt heute noch im Büdinger Schloss.

Neun Hektar zusammenhängendes Waldgebiet! Eines der größten bewirtschafteten Waldgebiete Hessens- das ist der Büdinger Wald. Über Jahrhunderte befand er sich im Besitz der Fürsten und Grafen von Ysenburg-Büdingen, mit dem Verkauf an eine große Firma begann der Streit über das tradierte Recht der Bürger, in dem 8.500 Hektar großen Wald Holz zu sammeln. Der Büdinger Wald wird durch das Kinzigtal vom Spessart getrennt und reicht im Norden bis zum Vogelsberg. Familiensitz ist bis heute das Büdinger Schloss. Auch die Ronneburg, unweit der Städte Büdingen, Gelnhausen und Hanau, zählt zum Besitz dieses Hauses. Einst als massive Burg zur Sicherung der Wetterau erbaut, ist sie heute ein Rummelplatz für mittelalterliche Spektakel.
 

Impressionen aus dem Büdinger Wald 

Blick auf den markanten Turm der Ronneburg.
 
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Redaktion: maho / SU
Letzte Aktualisierung: 31.10.2012, 10:49 Uhr
 
 
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