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Collage "Hessens schönste Landschaften" (Bild: Collage hr-online)
 

Burgwald - stille Seen und wilde Orchideen

Burgruine Mellnau
Im Burgwald liegt auch die Ruine der Burg Mellnau.

Einst rangen hier die Hugenotten den kargen Böden der Landschaft einiges ab, um Futter für ihr Vieh zu bekommen. Den neuen Bewohnern, die als Glaubensflüchtlinge in die Region kamen, hatte man nicht die besten Stücke Land überlassen. Heute kann man den Burgwald als landschaftliches Kleinod bezeichnen. Neben wilden Orchideen blühen hier seltene Pflanzen aus rauen Gebirgsregionen, wie Arnika oder Beifuss. Der Burgwald: ein Stück nordische Taiga in Hessen. Charakteristisch sind Auen, Moorlandschaften, kleine Bäche und stille Seen. Diese verträumte Naturlandschaft reicht im Norden bis an den Rand des Kellerwaldes, wird im Nordwesten von der Eder zum Rothaargebirge abgeschnitten und reicht bis hinunter zur Lahn und dem Hinterland. Doch auch lebendiges Brauchtum wie das "Platzen", lautes Peitschenknallen, um als unverheirateter Mann auf sich aufmerksam zu machen, wird hier groß geschrieben.
 

Darmstadt und Kranichsteiner Wald - Jagdrevier hessischer Hoheiten

Blick in die Grube Messel
Die Grube Messel ermöglicht einen Blick die Erdgeschichte.

Dass Darmstadt eine alte Residenzstadt ist, macht sich an verschiedenen Stellen bemerkbar. Besonders aber das nahe Jagdschloss Kranichstein vermittelt noch den höfischen Charakter der landgräflichen Zeiten. Der anschließende Kranichsteiner Wald war Jagdrevier der Landgrafen, daher wurde der Altbaumbestand weitgehend geschont, wodurch sich eine bedeutende Naturvielfalt erhalten konnte. Östlich des Waldes liegt die Fossilienlagerstätte Grube Messel, deren spektakuläre Ausgrabungen wie Urpferdchen und Krokodile weltberühmt wurden.
Darmstadt selbst zieht Besucher besonders mit einer architektonischen Attraktion an: der Mathildenhöhe. Hier haben vor rund hundert Jahre verschiedene Künstler des Jugendstils ihre Wohnträume entworfen und gebaut.
 

Diemeltal - Nordhessenromantik mit Fischern und Kanuten

Paddler auf der Diemel bei Trendelburg
Die Diemel ist ein Eldorado für Paddler und Kanuten.

Die Diemel entspringt zwar im Upland im äußersten Nordwesten Hessens, am Diemelstausee wechselt sie jedoch erst einmal nach Nordrhein-Westfalen, nach Marsberg und Warburg. Bei Liebenau kommt sie nach Hessen zurück, ist auch mal wieder Grenzfluss und mündet schließlich bei Bad Karlshafen in die Weser. Die Diemel ist besonders in ihrem kurvenreichen Unterlauf im hessischen Teil beliebte Kanusport-Strecke. Das malerische Trendelburg mit den sagenhaften Wolkenbrüchen, zwei Dolinen oder Erdfällen, und das Wasserschloss Wülmersen sind weitere Attraktionen der Region, ebenso die alte, vom Landgrafen begründete Hugenottenstadt Bad Karlshafen.
 

Impressionen von der Diemel 

Kleiner Junge und zwei Pferde am Fluss.
 
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Fuldaer Land - Buchonia und Bischofsmütze

Blick auf den Fuldaer Dom
Im Fuldaer Dom liegt Bonifatius begraben.

Einmal jährlich berichten sämtliche Medien im Land über ein Ereignis, das traditionell in der osthessischen Barockstadt Fulda stattfindet: die deutsche Bischofskonferenz der Katholiken. Fulda ist die Hochburg des Katholizismus in Hessen und seit langem Bischofssitz, kein Wunder, ist doch der Dom die Grablege Bonifatius', des Apostels der Deutschen.
Nicht wegzudenken aus dem Landschaftsbild sind daher auch die für katholische Landstriche typischen Bildstöcke, die überall in Stadt und Land und auch im freien Felde zu finden sind. Markantes Wahrzeichen des Fuldaer Landes zwischen Vogelsberg und Rhön ist aber auch der "Monte Kali" in Neuhof, einer riesigen Salz-Abraumhalde, wie sie erst im Werraland zwischen Hessen und Thüringen wieder zu finden ist.
 

Fuldatal und Kassel - Radler, Schleusen, Flussbewohner

Kunstwerk von Claes Oldenburg zur documente 7: Überdimensionale Spitzhacke an der Fulda
Die Spitzhacke an der Fulda hat sich zu einem beliebten Treffpunkt der Kasselaner entwickelt.

Die Fulda, Hessens längster Fluss, entspringt in der Rhön und schlängelt sich vorbei an der Barockstadt Fulda, der Landgrafenstadt Rotenburg, kleinen geschichtsträchtigen Orten und Nordhessens Metropole Kassel durchs nordhessische Bergland, bis sie in Hann. Münden gemeinsam mit der Werra zum Weserfluss wird. Das Fuldatal ist ein wahres Dorado für Fahrradfreunde. Nicht zuletzt durch kleinere und größere Attraktionen entlang des Flusses. Wer das Fuldatal lieber zu Wasser genießen möchte, steigt um ins Kanu oder auf einen der Ausflugsdampfer. Schade nur, dass der Dampfer Elsa, zu Großmutters Zeiten Magnet aller Ausflüger, längst nicht mehr auf der Fulda unterwegs ist. Doch nicht nur Freizeitbegeisterte kommen auf ihre Kosten: Das Leben am Fluss wird als neue Form des Wohnens in Kassel wiederentdeckt. In der im Krieg völlig zerstörten Unterneustadt ist mit moderner, gläserner und gradliniger Architektur das neue "In"-Viertel von Kassel entstanden.
 

Habichtswald - Kassels Hausberg mit starkem Wahrzeichen

Blick auf den beleuchteten Herkules bei Nacht.
Der Herkules thront hoch über dem Habichtswald.

Ein Halbgott, Herkules höchst selbst, wacht oben von der Wilhelmshöhe über den Bergpark und das Schloss. Die Szenerie mit den einzigartigen barocken Wasserspielen zählt inzwischen auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders im Sommer kommen die Besucher zu Tausenden. An einer Flanke des Habichtswalds ist die Parkanlage zu finden, am Hausberg der Kasseler im Westen der Stadt.
Die Nähe zur Großstadt machte den Berg auch zum vielgenutzten Rohstofflieferanten, Kohle aus den Schächten und Basalt von den Höhen waren oder sind noch immer begehrtes Gut. Ansonsten ist der Habichtswald in erster Linie Naherholungsgebiet der Städter, und auch die Berge der Umgebung wie der Dörnberg, die zum Naturpark zählen, bieten abwechslungsreiche Landschaften mit zahlreichen Angeboten für Ausflügler.
 

Impressionen aus dem Habichtswald 

Schlüsselblumenblüte am Dörnberg.
Die verschneiten Helfensteine am Dörnberg.
Der Kurpark in Bad Emstal-Sand.
 
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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 13.08.2014, 12:31 Uhr
 
 
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