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Collage "Hessens schönste Landschaften" (Bild: Collage hr-online)
 

Hessisches Ried - wo der Spargel hoch im Kurs steht

Radler auf einem der Wege auf dem Kühkopf
Der Kühkopf ist ein autofreies Naturschutzgebiet.

Spargel ist das weiße Gold des Hessischen Rieds. Viele fiebern in jedem Frühjahr der Spargelernte entgegen. Auf den sandigen Feldern im Ried wächst das Gemüse besonders gerne und in so großer Menge, dass nicht nur das direkte Umland, sondern ganz Hessen davon profitiert.
Der Rhein im Westen ist gleichzeitig Grenze zu Rheinland-Pfalz, ein Fluss, der einst in weiten Mäandern das Ried durchströmte. Die letzte Schlinge wurde vor fast zweihundert Jahren abgetrennt, der Rhein begradigt. Entstanden ist dadurch eine große Insel im Fluss: der Kühkopf, heute zusammen mit der nördlich angrenzenden Knoblochsaue eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete in Hessen, autofrei und besucherfreundlich.
 

Hinterland - politische/territoriale Streitigkeiten und alte Trachtentradition

Blick auf Schloss Biedenkopf
Das Schloss von Biedenkopf, das Wahrzeichen des Hinterlandes.

Im Hinterland ist das Gold grün: der Wald bringt hier das Geld. Früher als Weidestätte und Nahrungslieferant genutzt, dient er heute der Holzwirtschaft. Jedes Waldtal ist ein kleiner Bezirk für sich. So konnten sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts nirgends in Hessen die örtlichen Besonderheiten in Tracht, Dialekt (Hinterländer Platt) und Brauchtum so gut erhalten wie im Hinterland. Auch der Grenzgang gehört dazu. Heute ein riesiges, drei-tägiges Fest, früher eine ernste Angelegenheit: weil es zwischen Stadt und Nachbargemeinden immer wieder zu Grenzstreitigkeiten um die vielen Waldungen kam, dabei sogar Grenzsteine versetzt wurden, fand alle sieben Jahre eine Grenzbegehung statt. Mittelpunkt von Fest und Hinterland ist die Stadt Biedenkopf.
 

Hintertaunus - Mühlen, Fische, Wanderwege

Blick ins Wispertal
Erholungsgebiet für gestresste Großstädter: das Wispertal.

Sogar die Alliierten vergaßen bei der Aufteilung der Besatzungszonen einst ein Stück der Region, so dass ein Teil des Hintertaunus im Niemandsland lag, für das niemand zuständig war. Die gewitzten Bewohner wussten das für vielfältigen Handel zu nutzen.
An den südlichen Taunushängen vorgelagert ist dem Gebiet der Rheingau mit Wein, Weib und Gesang. Doch wer es stiller mag ist Hintertaunus richtig, zum Beispiel im Wispertal und den Nebentälern. Laufen, klettern, wandern und anschließend eines der zahlreichen Gasthäuser aufsuchen, oft in einer der historischen Mühlen, die regionale Spezialitäten, z. B. Forellen aus den klaren Bächen auf der Karte haben - eine deutliche Alternative zum lauten Rheingau-Tourismus.
 

Impressionen aus dem Hintertaunus 

Volkmanneiche im Hinterlandswald
Blick auf das Jagdschloss Platte bei Wiesbaden.
 
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Kaufunger Wald - Pilze, Ton und Kohleflöze

Blick auf den Bilstein-Turm
Der Bilstein mit seinem Turm zählt zu den markantesten Erhebungen im Kaufunger Wald.

Ein altes Städtchen gibt dem Wald seinen Namen: Kaufungen, bekannt durch sein Kloster, das von Kunigunde, der Frau Kaiser Heinrichs II., vor fast 1.000 Jahren gegründet wurde. Je nach Definition gehört zum Kaufunger Wald auch nach die nach Süden angrenzende Söhre. Beide Waldgebiete liegen östlich von Kassel, ein ideales Ausflugsgebiet also für die Städter, die in kurzer Zeit draußen im Grünen sein können. Ton, Kohle und Basalt sind neben Holz die Schätze des Kaufunger Waldes. Der Abbau der Bodenschätze hat tiefe Wunden in der Landschaft hinterlassen. Die großen Löcher, die sich mit Wasser füllten, sind heute beliebte Badeseen in einsamer Natur. Und im Herbst, wenn die Badesaison zu Ende ist, locken reiche Pilzvorkommen zahlreiche Leckermäuler an.
 

Kellerwald - ein Stück Weltnaturerbe in Hessen

Urwald im Nationalpark Kellerwald-Edersee
Im Nationalpark Kellerwald-Edersee darf sich ein Urwald entwickeln.

Weltnaturerbe! Welch eine Auszeichnung für Hessens einzigen Nationalpark Kellerwald-Edersee. Beide Merkmale machen das Gebiet in Hessen einmalig. Nur wenige Jahre Forschung, dann war klar: Hier gibt es noch nahezu unberührte Wildnis, Urwald in Deutschland.
Abgesehen vom touristisch seit langem erschlossenen Edersee war die Region bis vor kurzem nahezu unbekannt, spätestens durch die Auszeichnung rückte sie international in den Fokus. Als Ferienregion ist heute der Nationalpark und darüber hinaus der gesamte Kellerwald erschlossen, und trotzdem sind diese weiterhin Geheimtipp. Denn wer ruhige Waldwege und stille Täler dem Trubel am See vorzieht, ist hier genau richtig.
 

Impressionen aus dem Kellerwald 

Blick über Hüttingen, auf dem Weg zum Dülfershof bei Bad Wildungen.
Die Quernstkapelle im Nationalpark im Winter.
 
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Kinzigtal- auf den Spuren des Bibers

Blick auf die Türme der Marienkirche in Gelnhausen
Die Marienkirche zeugt von der einstigen Bedeutung Gelnhausens.

82 Kilometer schlängelt sie sich die Kinzig durch Hessens größten Landkreis, den Main-Kinzig-Kreis. Vorbei an Schlüchtern, Steinau, Wächtersbach und der Barbarossa Stadt Gelnhausen mit der Kaiserpfalz und der Marienkirche hoch oben über den Dächern der Stadt, bis sie in Hanau in den Main mündet. Ihre Bedeutung als Verkehrsweg hat sie schon lange verloren, aber für Angler und Kanuten, für Radfahrer und Naturschützer ist sie immer noch ein Kleinod.
Auch dem Biber gefällt es hier wieder. Fast hatte der Mensch den Biber ausgerottet, doch Dank seiner Wiedereinbürgerung im Spessart ist er nun auch an die Kinzig zurückgekehrt.
 

Impressionen aus dem Kinzigtal 

Das Kinzigtal zwischen Wächtersbach und Salmünster.
Schloss Philippsruh bei Nacht.
 
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Übersicht

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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 13.08.2014, 12:31 Uhr
 
 
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