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Collage "Hessens schönste Landschaften" (Bild: Collage hr-online)
 

Knüllgebirge - Basaltkegel, Kuppen und Hessens einzige Klamm

Verschneiter Steg in der Lochbachklamm
Über zahlreiche Stege windet sich ein Wanderpfad durch die Lochbachklamm.

Hohe Berge, tiefe Schluchten und zauberhafte Täler - der Knüll im hessischen Norden hat das ganze Jahr über besonders für Wanderlustige einiges zu bieten. Das Knüllgebirge ist magmatischen Ursprungs und ähnelt im Aufbau und Aussehen dem Vogelsberg, deshalb wird der Knüll oft als "kleiner Bruder" des Vogelsberges bezeichnet. Der Knüll hat eine Besonderheit zu bieten - die Lochbachklamm. Sie ist eine der seltensten Landschaftselemente der Mittelhessischen Gebirge und als Naturdenkmal die einzige Waldbachklamm in Nordhessen. Über schmale Pfade und knorrige Holzbrücken dicht entlang des Bachlaufes verläuft der Wanderweg. Hier hat sich der Lochbach über Jahrtausende in die Sandsteinschichten des Knülls gegraben bis er dann in das blaue Band der Efze mündet. Entstanden ist so eine einmalige, zauberhafte Schluchtenlandschaft.
 

Impressionen vom Knüll 

Sanfte Hügellandschaft bei Oberaula-Ibra.
Knüll-Landschaft bei Oberaula-Ibra.
Blick auf Olberode.
 
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Kuppenrhön - die Kegelbahn der Riesen

Blick auf Überreste der deutsch-deutschen Grenze bei Point Alpha
Bei "Point Alpha" beleibt ein Stück deutscher Geschichte lebendig.

Nahe Hünfeld prägen neun Basaltkuppen in der nördlichen Rhön das Bild, die der Landschaft ihren Namen gaben: Hessisches Kegelspiel. Der Sage nach sollen hier Riesen eine Kegelbahn betrieben haben, der Stoppelsberg stellte die Kugel dar. Im Gegensatz zur Hohen Rhön, die durch ein vielseitiges Angebot touristisch voll erschlossen ist, ist die Nordrhön noch ein Geheimtipp für Menschen, die den Trubel lieber meiden. Wenn sich heute die Region auch ein wenig hinter dem großen Bruder versteckt, so wird an manchem Bauwerk, an Wehrmauern und Schießscharten etwa in Rasdorf deutlich, dass sie einst mitten im pulsierenden Leben stand, führte doch eine der bedeutendsten Handelsstraßen, die von Frankfurt nach Leipzig, mitten hindurch. Mit allen Konsequenzen, denn nicht nur friedliche Händler, sondern auch Truppen aller Herren Länder nutzten die Straße.
 

Impressionen aus der Kuppenrhön 

Blick auf Rasdorf mit Wallfahrtskapelle auf dem Gehilfersberg.
Blick von Tann/Dietgeshof (Hessen) über die Kuppenrhön.
Blick vom Soisbergturm, dem höchsten Berg der Kuppenrhön, Richtung Thüringen.
 
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Lahntal - idyllische Flusslandschaft und Schlösserreigen

Blick auf die bekannte mittelalterliche Lahn-Brücke und die Burg von Runkel
Bekanntest Postkarten-Motiv: die alte Lahn-Brücke in Runkel und die Burg.

Philipp Melanchthon ist wohl der bislang berühmteste Besucher auf Schloss Runkel, die Grafschaft wurden einige Jahre nach seinem Besuch protestantisch. Hoch über dem Lahntal thront die markante Burg als Mittelpunkt der gleichnamigen Stadt. Zahlreiche Burgen und Schlösser finden sich entlang des Flusses zwischen Limburg und Weilburg.
International ist die Gegend bekannt durch den berühmten Lahn-Marmor, einem polierbaren Kalkstein. Nicht nur die Dome von Mainz, Würzburg oder Berlin wurden mit dem edlen Gestein ausgestattet, sondern auch die Petersburger Eremitage, der Palast des Maharadschas von Tagore oder das Empire State Building in New York.In Villmar, nicht weit von Runkel, vermittelt der Lahn-Marmor-Weg einen Eindruck von Abbau und Verarbeitung der sehr unterschiedlichen Marmor-Sorten.
 

Marburger Land - treppenreiche Oberstadt und Märchenromantik

Das Marburger Schloss im Nebel
Märchenhaft: das Marburger Landgrafenschloss.

Hier trifft quirliges Universitätsleben auf märchenhafte Landschaftkulissen. Marburg an der Lahn ist eine der schönsten und geschichtsträchtigsten Orte in Hessen. In der Stadt, die auch "die Wiege Hessens" genannt wird, ist die älteste protestantische Universitäten Deutschlands zu Hause. Hoch oben über dem Marburger Land thront mit Blick auf das Lahntal das berühmte Wahrzeichen. Das Landgrafenschloss und die Elisabethkirche in der treppenreichen Oberstadt zeugen von der einst bedeutenden Vergangenheit dieser Region. Aber das Marburger Land bietet viel mehr! Neben stattlichen Dörfern bestückt mit prachtvoll restaurierten Fachwerkhäusern versteckt sich einer von Hessens schönsten Seen - das Schweinsberger Moor. Faszinierend, und märchenhaft zugleich. Kein Wunder, dass hier im Marburger Land der Maler Otto Ubbelohde viele Motive für seine Illustrationen der Grimm'schen Märchen fand.
 

Impressionen aus dem Marburger Land 

Äste von Bäumen am Ufer der Lahn in Marburg, an denen sich Eisglöckchen gebildet haben.
Blick vom Tannenberg über den Hasenkopf im Herbst.
Ruhende Schafherde im Frühnebel bei Sonnenaufgang.
 
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Meißnerland - wo Frau Holle Ihre Betten schüttelt

Die Frau-Holle-Statue am Frau-Holle-Teich
Die Frau-Holle-Statue am Frau-Holle-Teich.

Der Hohe Meißner ist der Sage nach der Wohnort von Frau Holle. Wenn sie die Betten schüttelt, tanzen die Flocken, wird die Landschaft weiß. Viele Geschichten um die berühmte Märchengestalt sind hier verortet, so die Kitzkammer, eine basaltene Felsenhöhle, in der sie faule und nichtsnutzige Mädchen eingesperrt haben soll. Im Winter ist das hohe Bergmassiv des Meißner dank Frau Holle natürlich Wintersportregion. Hier liegt schon Schnee in Nordhessen, wenn es andernorts noch daran mangelt.
Auch der Bergbau prägt die Meißnerlandschaft. In vielen Stollen wurde dem Berg vor allem Braunkohle entnommen, die übrigens unterirdisch an einer Stelle seit Jahrhunderten brennt - ein Unikum. Aber auch andere Mineralien wie Kupferschiefer oder Ton und Kalk findet man im Meißner. Heute ist Frau Holles Hausberg aber vorwiegend Ferienregion.
 

Impressionen aus dem Meißnerland 

Im Tal liegt die Gemeinde Walburg bei Hessisch Lichtenau. Im Hintergrund der Hohe Meißner.
 
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Odenwald - sagenhafte Grenzregion

Personen im Felsenmeer
Eine mystische Landschaft: das Felsenmeer im Odenwald.

Ganz im Süden von Hessen liegt er, zwischen Rhein, Main und Neckar, der Odenwald. Entlang der Bergstraße drängen sich dicht an dicht Täler mit verwunschenen Burgruinen, prachtvollen Schlössern und schmucken Städtchen. Schon die Römer siedelten hier. Durch den Odenwald zieht sich der Neckar-Odenwald Limes. Bei Lautertal-Reichenbach kann man ins Felsenmeer eintauchen, eine Gerölllandschaft, die schon die Römer als Steinbruch nutzten. Der Sage nach soll sie durch einen Streit zweier Riesen endstanden sein, die sich mit Felsbrocken bewarfen. Hier steht auch das Geoparkzentrum Odenwald, eines der beliebtesten Ausflugsziele Hessens. Vorbei an Michelstadt und Erbach, dem Zentrum der Elfenbeinkunst in Deutschland, zieht sich der Odenwald bis zum südlichsten Zipfel Hessens nach Hirschhorn am Neckar.
 

Impressionen aus dem Odenwald 

Herbststimmung auf der Burgruine Rodenstein
Ausblick ins Weschnitztal von der Burg Lindenfels.
Blick auf die im Mümlingstal gelegene Kreistadt Erbach und das Schloss.
 
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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 13.08.2014, 12:31 Uhr
 
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