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Protest-Schild gegen Fracking (Bild:  picture-alliance/dpa)
Fracking - von den Energiekonzernen gewünscht, von den betroffenen Bürgern abgelehnt.

Energieversorgung

Fracking - Umstrittene Gas-Suche in Nordhessen

Erdgas ist eine saubere Sache, so heißt es immer. Und unerlässlich für die Energiewende. Denn gasbetriebene Kraftwerke sind ideal, um die Schwankungen, die durch die Umstellung auf die erneuerbaren Energien entstehen, aufzufangen.
 

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1.08.2012, 21:00 Uhr
Video: Fracking - Umstrittene Gas-Suche in Nordhessen 6:36 Min
(© hr | alles wissen, 01.08.2012)
Und noch besser ist es natürlich, wenn das Erdgas bei uns in Deutschland gefördert wird. Dann sind wir unabhängig und das Gas muss nicht über weite Stecken transportiert werden. Sogar in Hessen soll in Zukunft gefördert werden. Also alles bestens?

In Nordhessen werden große Erdgasvorkommen vermutet. Und die könnten bald gefördert werden. Aber das Gas soll mit Hilfe der sogenannten Fracking-Methode aus der Erde kommen. Chemikalien werden dabei in den Boden gepumpt. Und das sorgt für Proteste. Denn dieses Verfahren ist umstritten. Die Bürger befürchten erhebliche Gesundheitsgefahren.

Zusätzlich schüren Bilder von "brennendem Wasser" aus den USA die Angst. Dort soll durch Fracking Gas ins Trinkwasser gelangt sein: Das Gas strömt beim Öffnen des Wasserhahns aus der Leitung und kann entzündet werden.
 
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Der kanadische Erdgaskonzern BNK, der in Nordhessen Erdgas fördern möchte, ist jedoch überzeugt, dass "Fracking" eine sichere Sache ist. Der Geschäftsführer Klaus Angerer von BNK Deutschland beruhigt: "Wenn wir das Fracking den entsprechenden Standards, den hohen technischen Standards entsprechend durchführen, gibt es kein Risiko."

Nach den Plänen des Unternehmens soll ab 2016 Ergas in Hessen gefördert und dabei auch gefrackt werden.

Da das Verfahren so umstritten ist, beschäftigen sich mehrere Expertenrunden mit dem Thema. Nordrhein-Westfalen hat Gutachten in Auftrag gegeben und auch das Umweltbundesamtes (UBA). Seit Januar 2012 analysiert dort ein Expertengremium die möglichen Risiken des Verfahrens. Das Ergebnis wird im Herbst veröffentlicht. Doch laut Bernd Kirschbaum vom UBA hat man bereits jetzt Gefahren identifiziert: "Wir sehen eine Vielzahl von Risiken, aber an erster Stelle stehen die Auswirkungen auf das Grundwasser."
 

Ungefährlich oder gefährlich?

Was stimmt nun? Gibt es Risiken und was ist das überhaupt genau: Fracking? Seit mehr als 50 Jahren wird in Deutschland Erdgas gefördert. Hauptsächlich in Sandstein-Lagerstätten in Niedersachsen. Von dort stammen 95 Prozent der heimischen Fördermenge an Erdgas. Dieses Erdgas ist relativ leicht zu fördern. Wird hier gebohrt, strömt es anfangs ohne weiteren technischen Aufwand zur Oberfläche.

Allerdings sind diese Sandstein-Lagerstätten bald erschöpft. Deshalb sucht die Erdgasindustrie nun nach neuen Fördergebieten. Ins Blickfeld sind vor allem andere Gesteinsarten, wie Schiefertone, gelangt. Dort ist das Gas jedoch in sehr engen Gesteinsporen eingeschlossen - es sitzt fest.
 
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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 2.08.2012, 0:00 Uhr
 
 

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Sendezeit

Mittwoch, 21:00 Uhr
 

So geht's

Gewinnspiel

Thomas Ranft stellt in der Sendung eine Frage und nennt Ihnen verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Schicken Sie die richtige Lösung und ihre Anschrift per SMS an: 0160/4720116 (SMS-Preis Ihres Anbieters) oder per E-Mail an: wissen@hr.de

Am Ende der Sendung wird der Gewinner bekannt gegeben.
 

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