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Die Skelette der "Hundebesitzer" im Landesmuseum Bonn. (Bild:  picture-alliance/dpa)
Die Skelette der "Hundebesitzer" im Landesmuseum Bonn.

Archäologie

Der Hund von Oberkassel - Freund und Begleiter seit der Steinzeit

Diese epochale Entdeckung hätte fast nicht stattgefunden: Der kleine Knochen ist nur ein paar Zentimeter lang und auf den ersten Blick eher unscheinbar. Doch er ist eine wissenschaftliche Sensation, denn der archäologische Fund erzählt uns eine unglaubliche Geschichte.
 

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1.08.2012, 21:00 Uhr
Eine Geschichte über das Leben der Menschen vor über 14.000 Jahren. "Entdeckt wurde dieser Knochen ja bereits 1914. Aber erst 70 Jahre später hat man mehr oder weniger zufällig bei einer Inventarisierung herausgefunden, was es wirklich mit diesem Knochen auf sich hat", erklärt Ralf W. Schmitz vom LVR-Landesmuseum Bonn.
 

14.000 Jahre alte Menschenskelette

Die Geschichte der Entdeckung des Steinzeithundes beginnt vor fast 100 Jahren. In einem Steinbruch bei Oberkassel, nahe Bonn, gehen zwei Arbeiter ihrer anstrengenden Tätigkeit nach. Alles ist wie immer. Bis sie auf menschliche Knochen stoßen. Ralf W. Schmitz rekonstruiert den Vorfall: "Das war ein absoluter Zufall! Die Knochen landeten erst einmal in einer alten Sprengstoffkiste. Ein paar Tage später erst wurden Wissenschaftler benachrichtigt. Und so wurde diese doch sehr bedeutende Situation entdeckt."
 
Als einer der Wissenschaftler - der Physiologe Max Verworn - die Knochen sieht, ist ihm klar: Sie könnten sehr alt sein. Verworn macht ein Foto vom Fundort. Er ahnt offenbar, dass hier etwas Epochales entdeckt wurde. Am Ende kann er nachweisen: Die Knochen sind über 14.000 Jahre alt - es handelt sich bei den Toten um zwei Menschen aus der so genannten Cro-Magnon-Zeit.

Es folgt eine anstrengende, von Akribie geprägte Zeit. Im Bonner Institut untersucht Verworn Knochen um Knochen. "Die Frau war relativ zierlich, 1,65 Meter groß, ein graziles, schlankes Geschöpf. Er war gut 15 Zentimeter größer und sehr kräftig. Ein breitschultriger Kerl mit massiven Muskeln. Das sieht man an den Muskelansatzstellen auf den Knochen", erzählt Ralf W. Schmitz vom LVR-Landesmuseum Bonn.
 
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Redaktion: maho
Letzte Aktualisierung: 2.08.2012, 0:00 Uhr
 
 

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Mittwoch, 21:00 Uhr
 

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Thomas Ranft stellt in der Sendung eine Frage und nennt Ihnen verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Schicken Sie die richtige Lösung und ihre Anschrift per SMS an: 0160/4720116 (SMS-Preis Ihres Anbieters) oder per E-Mail an: wissen@hr.de

Am Ende der Sendung wird der Gewinner bekannt gegeben.
 

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