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Große Gefühle bei Olympia (Bild: )

Die Vorschläge

Die schönsten Olympiamomente der Hessen

Nach der Fußball-Europameisterschaft ist vor Olympia 2012. In London werden viele hessische Sportler in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Aus diesem Anlass nimmt das hr-fernsehen die schönsten olympischen Momente der hessischen Sportler von damals bis heute in den Blickpunkt.
 
Wer ist Ihr hessischer Olympia-Held, ihre Heldin? An welche Wettkämpfe erinnern Sie sich besonders gern zurück?

Diese Sportlerinnen und Sportler sowie unvergessenen Momente standen zur Auswahl.
 

Michael Groß / "Der Albatros" in Los Angeles 1984

Michael Groß kurz nach dem Anschlag im Wettbewerb über 100 m Delphin
Michael Groß kurz nach dem Anschlag im Wettbewerb über 100 m Delphin.

"Der Albatros", geboren in Frankfurt, geschwommen für den EOSC Offenbach: Michael Groß ist noch immer der Superstar der Schwimmer und hat 1984 Geschichte geschrieben: Er schwamm Weltrekord, holte zweimal Gold und zweimal Silber in Los Angeles. Auch vier Jahre später blieb er das Maß aller Dinge und konnte 1988 über 200m Schmetterling wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.
 

Armin Hary / Sieg über 100m in Rom

Sprinter Armin Hary jubelt nach seinem Sieg.
Sprinter Armin Hary jubelt nach seinem Sieg.

Armin Hary ist der beste Läufer, den Deutschland jemals hatte. Im Trikot des FSV Frankfurt sprintet er zum Weltrekord und wird Olympiasieger. Unvergessen bleiben sein Karohemd und der Rucksack mit dem Startblock, mit denen er 1960 ins Stadion einlief. Für ihn ging es immer um mehr, als nur dabei sein: Und so holte er in Rom mit einer Rekordzeit von 10,2 Sekunden über 100m den Olympiasieg nach Frankfurt. Auch die Staffel führte er, wie sollte es anders sein, zu Olympischem Gold.
 

Deutsche Hockey-Männer / 3x Gold - immer mit Hessen!

Die deutsche Hockey-Mannschaft bei der Siegerehrung 1972.
Die deutsche Hockey-Mannschaft bei der Siegerehrung 1972.

Die Erfolgsstory der deutschen Hockey-Herren beginnt 1972 München: Deutschlands erfolgreichste Mannschaftssportler gewinnen erstmals Gold. Mit dabei waren auch drei Spieler vom Rüsselsheimer RK und drei Spieler des SC 1880 Frankfurt. Die Bilder der Siegerehrung mit dem Protest der unterlegenen Mannschaft aus Pakistan und den feiernden Deutschen schrieben Geschichte. 1992 folgt der nächste Sieg mit hessischer Beteiligung, und 2008 dürfen die Hockeyspieler ein weiteres Mal über Gold jubeln. Mitten im Erfolgstaumel: Carlos Nevado aus Frankfurt.
 

Cornelia Hanisch / Fecht-Königin aus Offenbach

Cornelia Hanisch geht jubelnd in die Knie.
Cornelia Hanisch geht jubelnd in die Knie.

1984 heißt der Star der deutschen Florett-Mannschaft Cornelia Hanisch. Die 32-jährige Offenbacherin muss ihren letzten Kampf gewinnen um ihr Team in Los Angeles zum Olympiasieg zu führen. Sie schafft es! Gegen die Konkurrentin aus Rumänien landet sie den entscheidenden Treffer und sichert bei der ersten Finalteilnahme gleich die Goldmedaille für Deutschland. Im Einzel holte sie ein weiteres Mal Edelmetall: Cornelia Hanisch wird Zweite.
 

Dressurreiten / Gold made in Hessen

Die Mitglieder der
Die Mitglieder der "goldenen" deutschen Dressur-Mannschaft 1988, links Ann-Kathrin Linsenhoff.

Die Geschichte des Dressurreitens ist eng verknüpft mit Hessen. Sie beginnt 1964 in Tokio, als Josef Neckermann auf "Antoinette" im strömenden Regen Gold mit der Mannschaft holt. Seit diesem Zeitpunkt bleibt die Dressur eine deutsche Domäne. Liselott Linsenhoff gewinnt in München und wird Olympiasiegerin im eigenen Land. Ihr Talent vererbt sie an die Tochter und 1988 findet in Seoul die Familiengeschichte ihre Fortsetzung durch Ann-Katrin Linsenhoff: Die deutsche Mannschaft holt Gold und mit Herbert Krug aus Frankfurt war natürlich ein weiterer Hesse dabei.
 

Deutschland-Achter / Olympiasieg 1968

Der Deutschlandachter 1968 während der Olympischen Sommerspiele in Mexiko.
Der Deutschlandachter 1968 während der Olympischen Sommerspiele in Mexiko.

1968 rudert in Mexiko City der Deutschland-Achter als Führender ins Ziel. Die Mitfavoriten auf den Olympiasieg haben es tatsächlich geschafft und haben alle Erwartungen erfüllt! Mit im Boot saßen Jörg Siebert aus Wetzlar und Lutz Ulbricht aus Frankfurt. An Bord befand sich außerdem ein ganz besonderer Steuermann: Der heutige Wetter-Experte Gunther Thiersch lotste als 14-Jähriger das deutsche Team und trieb es zum Sieg.
 

Heinz Ulzheimer / Erste deutsche Medaille nach dem Krieg

Leichtathlet Heinz Ulzheimer beim Hürdenlauf.
Leichtathlet Heinz Ulzheimer beim Hürdenlauf.

Der Frankfurter Leichtathlet Heinz Ulzheimer wurde zu einem regelrechten Idol: Erstmals nach dem 2. Weltkrieg war 1952 in Helsinki Deutschland wieder bei den Olympischen Spielen vertreten. Ulzheimer läuft die 800m, erkämpft sich Bronze und beschert so Deutschland die erste Medaille in der Leichtathletik nach dem Krieg. Auch in der 4x400m Staffel holt er ein weiteres Mal Bronze.
 

Hockey-Frauen / 2004 Gold in Athen

Die deutsche Hockey-Frauenmannschaft feiert ihren Sieg in Athen mit einem Sirtaki.
Die deutsche Hockey-Frauenmannschaft feiert ihren Sieg in Athen mit einem Sirtaki.

"Deutschland holt die Goldmedaille, ich fass‘ es nicht!" brüllte 2004 der Fernseh-Reporter, die Tränen standen den Siegerinnen in den Augen. Und mittendrin vier Spielerinnen des RK Rüsselsheim, die im Finale die Holländerinnen mächtig überraschten. Gold für Deutschland, Gold für Hessen und einen Sirtaki als Siegestanz. Ein unvergessener Olympiamoment, nicht nur in Hessen.
 

Harald Schmid / Das Hürden-Duell mit Edwin Moses

Zieleinlauf über 400m Hürden: Moses vor Harris und Schmid.
Zieleinlauf über 400m Hürden: Moses vor Harris und Schmid.

Harald Schmid aus Gelnhausen war bei drei Olympischen Spielen mit dabei, eine vierte Teilnahme machte der Olympiaboykott von 1980 zunichte. Bereits 1976 stand er mit dem dritten Platz der 4x400m Staffel zum ersten Mal auf dem Siegerpodest. Acht Jahre dauerte es, bis er diesen Erfolg im Einzel wiederholen konnte: In Los Angeles tritt er über 400m Hürden im direkten Duell gegen Edwin Moses an und hat beste Siegchancen. Am Ende durfte der Hesse sich über einen Platz auf dem Treppchen freuen und hielt die ersehnte olympische Einzel-Medaille in Bronze in der Hand.
 

Der "Bullenvierer" / Das stärkste Ruderboot aller Zeiten

Die deutschen Ruderer Alois Bierl, Gerhard Auer, Steuermann Uwe Benter, Hans-Joachim Färber und Peter Berger auf dem Siegerpodest mit ihren Goldmedaillen.
Die deutschen Ruderer Alois Bierl, Gerhard Auer, Steuermann Uwe Benter, Hans-Joachim Färber und Peter Berger auf dem Siegerpodest mit ihren Goldmedaillen.

Der Deutsche Ruder-Vierer holte die zweite Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Unter anderem war Hans-Johann Färber aus Wetzlar mit an Bord, als sich das „Bullenvierer“ genannte Boot mit voller Kraft in Richtung Sieg bewegt und gegen die DDR und die Tschechoslowakei einen Endspurt hinlegte, der sich über 1500m zog.
 

Willi Jaschek / Turnen mit gerissener Achillessehne!

Willi Jaschek sitzt mit bandagiertem Fuß in einem Krankenwagen, der ihn mit seiner Frau vom Flughafen Frankfurt ins Krankenhaus bringt.
Willi Jaschek sitzt mit bandagiertem Fuß in einem Krankenwagen, der ihn vom Flughafen Frankfurt ins Krankenhaus bringt.

Der Heusenstammer Willi Jaschek zeigte 1968, dass man auch ohne Medaillengewinn Geschichte schreiben kann und wurde zum Helden von Mexiko. Bei der Bodenübung reißt er sich die Achillessehne, doch er will seine Mannschaft nicht im Stich lassen und leistet schier Unglaubliches. Anstatt aus dem Wettbewerb auszuscheiden, setzt er seine Übungen am Pferd und sogar am Reck fort. Kaum vorstellbar, wie allen der Atem beim Abgang der Atem stockte!
 

Handball / Das packende Turnier in Athen 2004

Die deutschen Handballer feiern nach dem Halbfinal-Sieg über Russland.
Die deutschen Handballer feiern nach dem Halbfinal-Sieg über Russland.

Es ist ein aufreibendes Turnier, das die deutsche Handall Nationalmannschaft 2004 in Athen spielt. Mit im Kader, der die ganze Nation mitfiebern lässt, ist auch Jan Olaf Immel aus Wallau. Die Mannschaft zeigt Nervenstärke und schlägt in einem aufreibenden Viertelfinale erst nach der zweiten Verlängerung Spanien und bahnt sich über Russland den Weg bis ins Finale. Nur knapp unterliegt das Team hier Kroatien und schrammt haarscharf am ganz großen Traum vorbei.
 

Kajak / Nicole Reinhardt wird Olympiasiegerin

Fanny Fischer, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Conny Wassmuth beim Aufwärmtraining im Vierer-Kajak.
Fanny Fischer, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Conny Wassmuth beim Aufwärmtraining im Vierer-Kajak.

In Peking 2008 lieferte der Vierer-Kajak der Frauen mit Nicole Reinhardt einen wahren Kraftakt. Die Lampertheimerin auf Position zwei im Boot gab in Peking alles, während zu Hause ganz Hessen mitfieberte. Und alle wurden belohnt, das deutsche Boot holte das Edelmetall und durfte der deutschen Hymne bei der Siegerehrung lauschen.
 

Thomas Fahrner / Als Schnellster nur Neunter

Thomas Fahrner schreibt bei seiner Rückkehr von den Olympischen in Los Angeles auf dem Frankfurter Flughafen Autogramme.
Thomas Fahrner schreibt bei seiner Rückkehr von den Olympischen Spielen in Los Angeles auf dem Frankfurter Flughafen Autogramme.

1984 ist Thomas Fahrner über 400m Freistil schnellster Schwimmer der Olympischen Spiele und ist am Ende doch der traurige Verlierer auf Platz neun. Eine der kuriosen Geschichten, die der Sport schreibt: Denn Fahrner scheitert im Vorlauf und landet nur im B-Finale. Hier deklassiert er die Konkurrenz, schwimmt neuen Olympischen Rekord und ist damit schneller als der Olympiasieger.

 

Boll und Rosskopf / Die Medaillen von 1992 – 2008

Das deutsche Tischtennis-Doppel Jörg Roßkopf (li) und Timo Boll bei der Olympiade in Sidney.
Das deutsche Tischtennis-Doppel Jörg Roßkopf (li) und Timo Boll bei den Olympischen Spielen in Sidney.

Hessen gegen China – so heißt es im Tischtennis. Denn alle drei deutschen olympischen Medaillen in dieser Sportart gingen bisher nach Hessen: Timo Boll und die Nationalmannschaft holen auf Anhieb Silber im erstmals ausgetragenen Mannschaftswettbewerb. Die beiden ersten Medaillen der Geschichte gehen auf das Konto von Jörg Rosskopf: Er gewann Silber im Doppel mit Steffen Fetzner und holte mit seinem dritten Platz die bislang einzige Medaille im Einzel.
 
Redaktion: almu / maho
Letzte Aktualisierung: 7.12.2012, 12:05 Uhr
 
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