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Messer und Gabel (Bild:  colourbox.de)

15.7.2015: alles wissen extra

20 verblüffende Ernährungserkenntnisse

Die Ernährung ist ein Dauerthema. Kein Wunder, denn der Umgang mit Lebensmitteln beeinflusst maßgeblich das Wohlbefinden und die Gesundheit. Da erstaunt es nicht, dass Wissenschaftler weltweit forschen, um mehr über Lebensmittel, die Ernährung und ihre Auswirkungen zu erfahren. Wir präsentieren die erstaunlichsten Ergebnisse.
 

1. Süßes macht süchtig

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15.07.2015, 21:00 Uhr
Mannheimer Forscher haben das Suchtpotenzial von Süßem untersucht – mit Hilfe eines Magnet-Resonanz-Tomographen. Darin wurden Probanden Bilder verschiedener Speisen gezeigt. Besonders im Fokus: stark übergewichtige Personen. Das Ergebnis: Durch Bilder von zuckerhaltigen Süßigkeiten wurden bei den Testpersonen Gehirnregionen aktiviert, die auch bei Drogenabhängigkeit eine Rolle spielen. Das Belohnungszentrum des Gehirns schüttet den Botenstoff Dopamin aus. Er sorgt dafür, dass wir uns auf das Genussmittel konzentrieren, uns schon in Erwartung darauf wohl fühlen.

Zucker ist die schnellste Form, dem Körper Energie zuzuführen. Daher unsere vorprogrammierte Vorliebe für Süßes. Aber macht uns das gleich süchtig? Das würde bedeuten, dass der Körper immer mehr verlangt. Eine amerikanische Zucker-Studie mit Ratten stellte Verhaltensänderungen fest, die mit Drogen- und Alkoholsucht vergleichbar sind, erhöhte Impulsivität zum Beispiel. Und: Die Gehirne der Ratten hatten sich verändert. Vergleichbar mit einer Sucht nach harten Drogen.

Ob Ratte oder Mensch: Bei der Befriedigung einer Sucht werden Endorphine, körpereigene Opiate, freigesetzt. Die beruhigen und machen einen glücklichen Rausch. Auch deshalb wollen wir immer mehr davon. Das funktioniert übrigens auch ganz ähnlich mit Süßstoffen.

Sollten wir deshalb sicherheitshalber auf alles Süße verzichten? Nein, sagt die hr-Ernährungsexpertin Miriam Eisenhauer. "Wenn wir unsere Süßigkeiten allgemein als Nachtisch genießen, dann ist das super. Es werden aber zu viele Süßigkeiten einfach so gegessen, um sich zu sättigen, zu trösten oder in Gesellschaft."

Die gute Nachricht: Zucker und Süßstoff sind natürlich nicht so gefährlich wie harte Drogen. Aber der eigenen Gesundheit zuliebe darf es manchmal auch ein bisschen weniger sein.
 
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Redaktion: almu / nago
Letzte Aktualisierung: 28.07.2015, 13:13 Uhr
 
 

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