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31.10.2016

Online-Wetterthema des Tages

Svante Arrhenius

Was hat ein schwedischer Chemie-Nobelpreisträger mit dem Klimawandel zu tun?
 
Svante Arrhenius wurde 1859 in der Nähe von Stockholm geboren. Seine Begabung zeigte sich schon früh, da er bereits mit drei Jahren lesen lernte. Später studierte er Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität von Uppsala. 1903 erhielt er den Chemie-Nobelpreis für seine Forschungen zur elektrolytischen Dissoziation. Er starb 1927 im Alter von 68 Jahren in Stockholm.

Durch die aktuelle Diskussion um den menschgemachten Klimawandel hat sein Name zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Denn er hat als erster die Auswirkung des Kohlendioxids auf die Temperatur am Erdboden abgeschätzt. Bereits 1896 kam er zu dem Schluss, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine weltweite Temperaturerhöhung um 5 Grad nach sich ziehen würde. Heute wird für diesen Fall von einer Erwärmung um 1,5 bis 4,5 Grad ausgegangen.

Er sah dies jedoch als einen wünschenswerten Effekt an: „Der Anstieg des CO2 wird zukünftigen Menschen erlauben, unter einem wärmeren Himmel zu leben.“ Die mit einer globalen Erwärmung verbundenen Probleme konnte er damals noch nicht absehen. Er war der erste, der einen menschlichen Einfluss auf das Klima prophezeite. Jedoch glaubte er, dass erst in etwa 3000 Jahren ein spürbarer Temperaturanstieg eintreten würde. Auch die rasante Entwicklung der Industrialisierung war aus damaliger Sicht kaum vorstellbar.

Das beständige Auf und Ab, welches in der berühmten CO2-Messreihe des Mauna Loa Observatoriums auf Hawaii zu Tage tritt, ist jahreszeitlichen Ursprungs. Da sich die größten Landmassen und damit auch die meisten Landpflanzen auf der Nordhalbkugel befinden, bindet die Vegetation im Nordsommer auch deutlich mehr Kohlendioxid als im Südsommer. Da sich das Treibhausgas während seiner mittleren Verweilzeit von etwa 100 Jahren global gleichmäßig verteilen kann, ist dieser Effekt auch mitten auf dem Pazifik, weit ab jeglicher Emissionsquellen nachweisbar.

Aus Eisbohrkernen ist bekannt, dass die atmosphärische CO2-Konzentration innerhalb der vergangenen 800 Tausend Jahre lediglich zwischen etwa 200 und 300 ppm (parts per million) schwankte. Zu Beginn der Messreihe auf Hawaii im März 1958 lag die Konzentration bei 315 ppm, im Mai 2015 waren 408 ppm.

Montag, 31.Oktober 2016

Tim Staeger
hr-Wetterredaktion
 

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Redaktion: tist
Letzte Aktualisierung: 31.10.2016, 12:37 Uhr
 
 

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