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8.11.2016

Online-Wetterthema des Tages

Die Nebelsaison

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In der kalten Jahreszeit tritt Nebel sehr viel häufiger auf als in den Sommermonaten. Damit wird der Nebel in den kommenden Wochen immer wieder mal ein Thema sein. Warum aber kann man ihn im Herbst und im Winter so häufig beobachten?
 
Am häufigsten beobachtet man in Deutschland sogenannten Strahlungsnebel, wie er sich in Nächten mit klarem Himmel bildet. Dafür prädestiniert sind Hochdrucklagen, weil die Chancen auf klaren Himmel dann besonders gut stehen. Bei tiefdruckgeprägten Wetterlagen, wie aktuell, klart es zwar seltener auf, dafür bildet sich dann aber meist besonders schnell Nebel, weil der Boden oftmals durch vorangegangene Niederschläge feucht ist.

Bei klarem Himmel kühlen der Erdboden und die unteren Luftschichten nachts stark ab, da die Wärmestrahlung ungehindert in den Weltraum entweichen kann. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung am Tage dann so stark, dass die in der Nacht verloren gegangene Wärme rasch wieder ersetzt wird. Der im Sommer ohnehin seltenere Morgennebel hat sich oftmals schon aufgelöst, wenn Leute mit normalen Arbeitszeiten aufstehen. Anders sieht das in den Monaten von Oktober bis Februar aus. In den Nächten geht mehr Energie verloren als am Tage dann wieder ersetzt wird, die Strahlenbilanz ist negativ. Im Oktober schafft es die Sonne im Laufe des Tages meist noch, die Nebelfelder aufzulösen. Im Winter bleibt der Himmel in den Niederungen häufig den ganzen Tag trüb, während sich das höhere Bergland je nach Mächtigkeit der Nebelschicht, über dem Nebel befindet.

Nebel kann sehr unterschiedlich aussehen. Mal sind es nur ein paar Schwaden, mal handelt es sich um eine mehrere hundert Meter dicke Schicht. Hat man die Chance, ihn von oben zu betrachten, ist er schön, sitzt man jedoch tagelang im oder unter dem Nebel, schlägt das Grau auf das Gemüt. Am häufigsten findet man den Nebel in den Niederungen und dort in der Nähe von Gewässern.

Am Dienstagmorgen lagen weite Teile der Donauniederung im Nebel. Schuld daran war die Tatsache, dass sich der Himmel in der vorangegangenen Nacht zunächst klar zeigt. Auch in den kommenden Nächten bildet sich dort, wo es mal für ein paar Stunden klar ist, gebietsweise Nebel.

Dienstag, 8. November 2016

Dr. Ingo Bertram
ARD-Wetterredaktion
 

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Redaktion: inbe
Letzte Aktualisierung: 8.11.2016, 10:33 Uhr
 
 

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