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16.11.2016

Online-Wetterthema des Tages

Regenreiche und milde Woche

Viel Regen erwartet uns in dieser Woche noch. Ein dickes Hochdruckgebiet ist nicht in Sicht. Anstatt dessen bringen die Tiefs Laura, Mirja und Nannette reichlich Nass. Wir schauen, wie viel man wo erwarten muss...
 
Nach dem verbreitet sonnigen Montag (es gab 6 bis 9 Stunden Sonnenschein) war bereits der gestrige Dienstag ziemlich grau und verregnet. Am meisten nass wurde man dabei in Nordrhein-Westfalen. In Solingen fielen von Dienstagfrüh bis Mittwochfrüh 26 Liter Regen auf jeden Quadratmeter. Doch damit nicht genug. In dieser Woche wird es keinen einzigen Tag geben, an dem es mal in ganz Deutschland trocken bleibt. Aktuell (Mittwochmittag) liegt über dem Süden Deutschlands die Okklusionsfront von Tief „Laura“, das sich mit seinem Kern aber sehr weit weg von uns über dem Nordpolarmeer zwischen Spitzbergen und Norwegen befindet. Regen fällt auch in der Landesmitte: Dort wandert derzeit eine Welle von West nach Ost. Eine Welle ist ein Bereich tieferen Luftdruckes gegenüber der Umgebung, der keine abgeschlossene Zirkulation aufweist, wie sie ein klassisches Tiefdruckgebiet hat. Solche Wellen oder auch Wellentiefs bringen oftmals regional länger andauernde und ergiebige Niederschläge. Und genau das tut die aktuelle Welle auch: Zwischen 10 und 20 Liter werden es bis zum Abend sein, in Staulagen auch bis zu 25 Liter pro Quadratmeter.

Zwar kommt der Norden Deutschlands etwas besser weg, aber schon in der Nacht zum Donnerstag kommt dort die Front von Tief „Mirja“ an und bringt . . . Regen. Unsere Grafik zeigt, wie viel Regen wir bis einschließlich des Sonntages noch erwarten können. Jeder Fleck in Deutschland wird mal nass werden. Betroffen vor allem sind der Westen und Süden Deutschlands. Mit 30 bis 70 Litern dürfte an vielen Orten allein in dieser Woche die gesamte durchschnittliche Regensumme für den Monat November fallen. Über 70 l/m² werden im Südschwarzwald sowie im Rothaargebirge herunterkommen.

Die trockensten Regionen liegen im Norden und Osten, dort vor allem im Lee des Harzes wo vermutlich kaum 10 Liter rund um Wernigerode fallen werden. Wer also in den nächsten Tagen Aktivitäten im Freien vor hat, dem sei ein Blick auf das Regenradar zu empfehlen, um kurzfristige Regenpausen ideal ausnutzen zu können.
Einen Vorteil hat die regenreiche Witterungsphase: Es bleibt so mild, dass Schnee selbst in den Hochlagen kein Thema ist. Lediglich ab Freitagabend gelangt mal kurzfristig so kalte Luft nach Deutschland, dass die Schneefallgrenze in der Nacht zum Samstag mal auf rund 700 Meter herab sinkt. Vor dem nächsten Tief am Sonntag wird aber schon wieder warme Luft angesaugt und lässt dem Schnee keine Chance.


16. November 2016
Dipl.-Met. Michael Köckritz
hr-Wetterredaktion
 

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Redaktion: miko
Letzte Aktualisierung: 18.11.2016, 15:36 Uhr
 
 

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