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17.11.2016

Online-Wetterthema des Tages

Sturm zieht auf

Lange war es ruhig in diesem November, doch nun wird neben dem Regen auch der Wind ein Thema. Wer, was, wann und wo zu erwarten hat, das schauen wir uns näher an...
 
Jetzt kommt Bewegung in die Atmosphäre, nachdem sich der November sturmtechnisch bisher zurückgehalten hat. Tief Mirja liegt nördlich von Schottland und hat am Freitagmorgen in Teilen Großbritanniens schon stürmische Böen bis 75 km/h gebracht, an den Westküsten waren es Sturmböen bis 90 km/h.
Genau diese Windgeschwindigkeiten erwarten uns auch in Deutschland. Wo, das zeigt unsere Abbildung auf der linken Seite für die Nacht zu Freitag und am Freitag selbst. Sturmböen sind dabei ab den Abendstunden des Donnerstages vom Emsland und den Ostfriesischen Inseln bis nach Nordfriesland zu erwarten. In vielen Gebieten wird es bis nach Bayern hinein für stürmische Böen bis 75 km/h reichen. Das aber nicht gleichzeitig, sondern in der Nacht zum Freitag zunächst im Westen und Nordwesten. Gekoppelt sind diese Windböen an eine Kaltfront, die sich ab den Abendstunden von den südlichen Niederlanden und Belgien Westdeutschland nähern wird und kräftige Regenfälle bringt, wobei die Mengen oftmals zwischen 10 und 20 l/m² liegen werden. In den Morgenstunden des Freitags erreicht die Kaltfront die mittleren Gebiete. In einem breiten Streifen vom Südwesten bis in den Nordosten wird es nicht nur teilweise kräftig schütten, sondern vor dem Regen auch stürmische Böen bis hinab in die Niederungen geben. Auf dem Brocken im Harz werden bis zu 140 km/h, auf dem Feldberg im Schwarzwald um 120 km/h erwartet. Nahezu unbeeindruckt davon wird der Südosten bleiben, dort werden Windspitzen von maximal 50 km/ erreicht. Der Höhepunkt dieses ersten Novembersturms ist in der Nacht zum Freitag; am Freitag selbst zieht das Tief nach Norwegen und damit werden die Luftdruckunterschiede zwischen der Nordseeregion und dem Alpenraum wieder kleiner, so dass der Südwestwind wieder abflaut.

Nach einem dann recht ruhigen und in der Nordwesthälfte auch freundlichen Samstag, wird es im Laufe des Sonntags wieder spannend. Über dem Atlantik formiert sich Tief Nannette. Ihr Windfeld erreicht am Sonntagmorgen die westlichen Landesteile. Wer auf den Sonntagsspaziergang nicht verzichten möchte, der sollte ihn am besten ganz früh machen. denn je später der Tag, desto stärker wird der Südwind sein. Die Nordwesthälfte dürfte besonders betroffen sein mit wieder stürmischen Böen in den Niederungen. Vom Niederrhein bis zur dänischen Grenze könnten Sturmböen auftreten, im Bereich der Nordsee sind schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich. Mit dem strammen Südwind beginnt die neue Woche dann auch sehr mild mit 15°C und Föhn im Südosten Deutschlands. Und für Winterfans dürfte es eine längere Durststrecke werden, das auch im Bergland. Bis Ender der kommenden Woche bleiben die Temperaturen nach den Prognosen so weit im Plusbereich, dass Schnee nur auf den Alpengipfeln fallen wird.


17. November 2016
Dipl.-Met. Michael Köckritz
hr-Wetterredaktion
 

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Redaktion: miko
Letzte Aktualisierung: 18.11.2016, 15:31 Uhr
 
 

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