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1.12.2016

Online-Wetterthema des Tages

Stürmisch im Nordosten

In der Nacht auf Freitag kann es an der Ostseeküste schwere Sturmböen geben.
 
Verursacht wird der Sturm von dem Tief Theresa, welches sich am Donnerstag über Südschweden bildet und bis Freitagfrüh rasch über die Ostsee nach Polen zieht. Sein Windfeld ist südwestlich des Kerns am stärksten und verursacht direkt an der Ostseeküste schwere Sturmböen, bis 100 km/h. Etwas weiter im Landesinnern muss man noch mit Sturmböen bis 90 km/h rechnen und im Nordosten sind verbreitet stürmische Böen möglich.

Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich genau? Windgeschwindigkeit wird in unterschiedlichen Einheiten angegeben. Da wären zunächst einmal die Windstärken von 1 (Windstille) bis 12 (Orkan), die auch Beaufort (abgekürzt Bft) genannt werden. Diese Einteilung stammt von dem Admiral der britischen Krone, Sir Francis Beaufort, der sie während seines Kommandos auf dem Schiff Woolwich im Jahre 1806 entwickelt hat. Ursprünglich diente die Beaufortskala zur Einschätzung, welche Segel bei einem Vollschiff bei der entsprechenden Windstärke zu setzten sind.

Zudem wird die Windgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde, Kilometern pro Stunde und Knoten angegeben. Um die Verwirrung noch zu steigern wird noch zwischen dem Mittelwind und den Spitzenböen unterschieden. Denn bei starkem Wind ist die Luftströmung sehr turbulent. Das lässt sich mit einem Gebirgsbach vergleichen dessen Oberfläche normalerweise glatt ist, nach einem ergiebigen Regen jedoch stark gekräuselt und unübersichtlich erscheint. Beim Wind äußert sich dieser Effekt in einem Wechsel relativ ruhiger Phasen mit plötzlichem Auffrischen.

Diese sogenannten Windböen verursachen den größten Schaden und sollten dementsprechend möglichst gut abgeschätzt werden Der Übersicht halber werden hier nun die Benennungen der Spitzenböen mit den zugehörigen Windgeschwindigkeit und dem Zerstörungspotenzial in Verbindung gebracht:

Stürmische Böen: Windstärke 8 und 62 bis 74 km/h. Große Bäume werden bewegt, Fensterläden geöffnet, und, Zweige brechen von Bäumen ab.

Sturmböen: Windstärke 9, 75 bis 88 km/h. Äste brechen ab, kleinere Schäden an Häusern entstehen, Ziegel und Rauchhauben werden von Dächern gehoben, Gartenmöbel werden umgeworfen und verweht, das Gehen wird erheblich erschwert.

Schwere Sturmböen: Windstärke 10, 89 bis 102 km/h. Bäume werden entwurzelt, Baumstämme brechen, Gartenmöbel werden weggeweht, größere Schäden an Häusern entstehen.

Orkanartige Böen: Windstärke 11, 103 bis 117 km/h. Es kommt zu schweren Schäden an Wäldern (Windbruch), Dächer werden abgedeckt, Autos werden aus der Spur geworfen, dicke Mauern werden beschädigt, Gehen ist unmöglich.

Orkanböen: Windstärke 12, über 117 km/h. Es kommt zu schwersten Sturmschäden und Verwüstungen; kommt aber im Landesinneren nur sehr selten vor.

Donnerstag, 1.12.2016

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion
 

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Redaktion: tist
Letzte Aktualisierung: 1.12.2016, 11:31 Uhr
 
 

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