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12.12.2016

Online-Wetterthema des Tages

Geminiden

 (Bild:  hr)
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In den kommenden Nächten sind vermehrt Sternschnuppen sichtbar – klare Sicht vorausgesetzt.
 
Jedes Jahr um den 14. Dezember lohnt sich ein Blick zum Himmel, wenn sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne den Geminiden nähert. Diese kosmischen Staubteilchen von meist nur wenigen Millimeter Durchmesser verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre und treten dadurch als Sternschnuppen in Erscheinung.

Erstmals wurden die Geminiden 1862 als recht unbedeutender Meteorschauer entdeckt. Seitdem hat deren Aktivität stetig zugenommen, so dass sie heutzutage zu den bedeutendsten Meteorströmen zählen, denen sich die Erde im Jahresverlauf nähert. Unter optimalen Bedingungen, also bei voller Dunkelheit, fernab lichtverschmutzender Ballungsräume und bei sternklarer Nacht lassen sich während des Maximums bis zu 140 Sternschnuppen pro Stunde beobachten - noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts lag diese Rate nur bei etwa 20 Beobachtungen pro Stunde.

Diese markante Zunahme ist dadurch zu erklären, dass sich die Umlaufbahn der Geminiden durch die Gravitationswirkung von Erde und Jupiter verschiebt und sich der irdischen Umlaufbahn dadurch in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr genähert hat. In den kommenden Jahrzehnten werden sie sich wieder weiter von uns Entfernen, somit erleben wir aktuell quasi die „goldenen Jahre der Geminiden“.

Zu sehen sind sie im Sternbild Zwilling, welches bereits in den frühen Abendstunden im Nordosten über den Horizont aufsteigt, nach Norden übers Firmament wandert und erst in den Morgenstunden im Westen untergeht. Die Intensität steigt im Vorfeld des Maximums langsam an, welches am Mittwoch erreicht wird und fällt danach recht schnell ab. Die größten Sternschnuppen sind kurz nach Erreichen des Höhepunkts, also in der Nacht auf Donnerstag zu bestaunen.

Leider ist die aktuelle Wetterlage zum Sterne gucken nicht ganz optimal. In der Nacht auf Dienstag klart es vor allem im Süden und Südwesten sowie an Oder und Neiße teilweise auf. In der Nacht auf Mittwoch lässt sich am ehesten im äußersten Südwesten noch ein Blick auf die Sternschnuppen erhaschen. Danach setzt sich zunehmend Hochdruckeinfluss durch. Damit löst sich mancherorts die Bewölkung auf, jedoch nimmt auch die Neigung zur Nebelbildung zu. In den Höhenlagen ist man dann auf jedem Fall im Vorteil. Jedoch ist in der Nacht auf Mittwoch Vollmond, was die Sichtbarkeit wohl insgesamt verringern wird.

Montag, 12. Dezember 2016

Tim Staeger
 

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Redaktion: tist
Bild: © hr
Letzte Aktualisierung: 12.12.2016, 12:03 Uhr
 
 

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