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13.12.2016

Online-Wetterthema des Tages

Wetter auf dem 50. Breitengrad

Nicht überall ist es in unseren Breiten so mild wie Hierzulande.
 
Ein virtueller Flug entlang des 50. Breitengrades führt zu unterschiedlichsten Wetterbedingungen. Neben den kurzfristigen Schwankungen sind auch klimatische Besonderheiten wie die Nähe zum Meer von entscheidender Bedeutung.

Beginnen wir unsere gedankliche Reise am Dienstag in Frankfurt am Main bei 5 Grad und dichter Bewölkung und wenden uns westwärts. Der nächste Halt ist Plymouth in Südengland, wo dank einer südwestlichen Strömung milde 12 Grad erreicht werden. In der folgenden Nacht kühlt es dort auch nur auf 9 Grad ab – dem maritimen Klima und dem Golfstrom sei Dank.

Auf der anderen Seite des Atlantiks in Sept-Iles an der Kanadischen Ostküste ist es mit einer Höchsttemperatur von minus 5 und nächtlichen Tiefstwerten bis minus10 Grad deutlich kälter. Am Sankt-Lorentz-Strom wirkt sich das Meer zwar auch etwas mildernd aus, die Luft über den weiten Kanadas ist um diese Jahreszeit aber schon sehr kalt, wie man in dem ebenfalls auf 50 Grad nördlicher Breite gelegenen Winnipeg spürt. Bei Schneefall und einer Höchsttemperatur von minus 15 Grad herrschen hier bereits eindeutig winterliche Verhältnisse. Auf der weiteren Reise nach Westen erreichen wir die Pazifikküste bei Vancouver, wo am Dienstag 1 Grad bei freundlichem und trockenem Wetter erreicht werden. Dank des Einflusses der Kuroshio-Strömung herrscht hier ein für kanadische Verhältnisse besonders mildes Klima.

Ein gewaltiger Sprung über den Pazifik bringt uns nach Manzhouli in Nordchina, wo die Höchsttemperatur derzeit um minus 14 Grad liegt und nachts bis unter minus 20 Grad absinkt. Denn hier ist der Einfluss der riesigen asiatischen Landmasse spürbar. Dieses Kontinentale Klima ist durch strenge Winter und warme Sommer charakterisiert. Knapp 2000 km weiter nördlich befindet sich der sibirische Kältepol, wo im Winter Temperaturen unter minus 55 Grad keine Seltenheit darstellen. Auch in Ulan Bator der Hauptstadt der Mongolei, ebenfalls auf 50 Grad nördlicher Breite gelegen, ist es schon sehr kalt geworden. Tagsüber werden dort aktuell etwa minus 12, nachts unter minus 25 Grad gemessen.

In Astana in Kasachstan ist es mit minus 7 Grad und Schneefall schon nicht mehr ganz so extrem kalt. Noch weiter im Westen passieren wir Kiew bei minus 3 Grad und ebenfalls leichtem Schneefall und schließlich Krakau, wo es sich bei leichtem Frost um minus 3 Grad auch noch winterlicher anfühlt als hierzulande.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Tim Staeger
 

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Redaktion: tist
Letzte Aktualisierung: 13.12.2016, 12:30 Uhr
 
 

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