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22.12.2016

Online-Wetterthema des Tages

Weihnachtssturm im Norden?

Anstelle weißer Weihnachten gibt es mildes, regnerisches und in der Nordhälfte auch stürmisches Wetter.
 
Mittlerweile dürfte es sich rumgesprochen haben: Weihnachten wird grün. Denn nach dem oft trüben Dauergrau mischen in den kommenden Tagen atlantische Tiefdruckwirbel hierzulande die Luft kräftig auf. Höhepunkt ist voraussichtlich am Sonntag mit schweren Sturmböen an den Küsten.

Denn auf dem Nordatlantik herrscht rege Tiefdrucktätigkeit. In schneller Folge ziehen in den nächsten Tagen Tiefdruckgebiete von der kanadischen Ostküste nach Island und sorgen vor allem auf den Britischen Inseln, in Irland sowie in Südnorwegen für ausgewachsene Sturmlagen mit Orkanböen über 120 km/h.

Aber auch hierzulande streifen die Windfelder vor allem das Küstenumfeld. Dabei werden am Samstag dort Sturmböen bis 90 km/h erwartet. Aber auch im Landesinnern sind in der Nordhälfte stürmische Böen bis in die Niederungen möglich, auf den Bergen muss dann in exponierten Lagen, wie beispielsweise auf dem Brocken im Harz mit orkanartigen Böen gerechnet werden.

Nach aktuellen Modellprognosen legt der Wind am Sonntag sogar noch zu. Dann kann es an den Küsten sogar schwere Sturmböen bis 100 km/h und in der norddeutschen Tiefebene immer noch Sturmböen bis 90 km/h geben. Aber auch weiter im Süden sollte auf einen Waldspaziergang in den Höhenlagen besser verzichtet werden.

Da werden böse Erinnerungen an den kleinräumigen, aber verheerenden Orkan Lothar wach, der am 26.12.1999 über Süddeutschland hinweg zog und bis ins Flachland hinab verbreitet für Orkanböen über 120 km/h sorgte. In Karlsruhe wurden sogar 151 km/h gemessen, auf dem Feldberg im Schwarzwald fiel nach einen Stromausfall dass Windmessgerät aus. Die letzte verwertbare Messung betrug 212 km/h, auf dem Hohentwiel (686 m) bei Singen wurde eine Spitzenböe von 272 km/h registriert.

Solche Ausmaße stehen aber nun bei weitem nicht zu befürchten, zumal sich die Tiefdruckzentren aktuell weit draußen auf dem Atlantik befinden. Der Orkan Lothar zog damals in voller Stärke über Mitteleuropa hinweg, was sehr selten vorkommt. Trotzdem darf man sich vor allem im Küstenumfeld auf ruppiges Weihnachtswetter einstellen, auch wenn in den Innenräumen besinnliche Stimmung vorherrscht.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Tim Staeger
 

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Redaktion: tist
Letzte Aktualisierung: 22.12.2016, 13:22 Uhr
 
 

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