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2.01.2017

Online-Wetterthema des Tages

Kommt jetzt der Winter?

Die Zeit der andauernden Hochdrucklagen ist nun erst einmal vorbei, doch was kommt nun? Wird es der Eiswinter, wie er in ein paar Modellrechnungen vor ein paar Tagen gezeigt wurde? Wir wollen schauen, wie es aus heutiger Sicht aussieht.
 
Am Ende des Jahres 2016 waren in den Vorhersagemodellen Rechenergebnisse aufgetaucht, nach denen es nächste Woche richtig kalt geworden wäre, mit Tageshöchsttemperaturen um -10 Grad und nachts um -20 Grad. Solche Wetterlagen gibt es auch in Deutschland hin und wieder, sie sind aber selten. Zuletzt erlebten wir das im Februar 2012. Inzwischen zeigen die Modelle weitaus gewöhnlichere Lösungen, nämlich nur kurzzeitig winterliches Wetter. In den Niederungen wird es stattdessen schnell wieder trüb und grau. Für das höhere Bergland zumindest wird die Wetterumstellung nachhaltiger sein, dort ist es ab jetzt Winter. Doch was kommt im Einzelnen?

Die Kaltfront eines Tiefs über Westrussland ist am heutigen Montag von der Mitte in den Süden Deutschlands gezogen. Sie hat verbreitet ein paar wenige Zentimeter Schnee gebracht, in den Niederungen bei leichten Plusgraden zum Teil auch Matsch. Ab Dienstag zieht ein neues und kräftiges Tief vom Nordmeer über Südschweden allmählich bis nach Westrussland. Am Dienstag und Mittwoch lenkt es zunächst mildere Luft aus Nordwesten zu uns und es wird sehr windig. Dabei regnet es am Dienstag im Norden zeitweise. Am Mittwoch folgen im ganzen Land Schauer, die im Flachland anfangs überwiegend als Regen fallen. Im Norden sind auch Gewitter dabei und vor allem dort wird es stürmisch. Im Tagesverlauf dreht der Wind mehr und mehr auf nördliche Richtungen. Mit der dann einfließenden skandinavischen Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze bis in die Niederungen. Trotzdem wird es in vielen Niederungen nicht weiß werden. Bis es dazu am Mittwochabend kalt genug wäre, ist der Schneefall schon weitgehend abgeklungen. Im Bergland schneit es zum Teil für längere Zeit und dort bleibt der Schnee auch liegen. Auf den Gipfeln der höheren Mittelgebirge sind 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

Am Donnerstag breitet sich die skandinavische Kaltluft weiter aus. Bei wechselnder Bewölkung schneit es vor allem im Osten und im Bergland noch gebietsweise. Am Freitag kommt die Kaltluft unter Zwischenhocheinfluss zur Ruhe. Es wird der kälteste Tag der Woche mit verbreitetem Dauerfrost und leichten Plusgraden nur im Umfeld der Nordsee. In der Nacht zu Samstag kühlt es in der Südosthälfte zum Teil deutlich unter -10 Grad ab. Am Wochenende selbst dreht der Wind schon wieder auf West und bei zunehmend trübem Wetter steigen die Temperaturen häufig wieder in den leichten Plusbereich.

Kommende Woche bringen weitere Tiefs im Bergland einen Schneezuwachs. Ob sich dabei zumindest vorübergehend wieder skandinavische Kaltluft durchsetzt, die auch im Flachland für Dauerfrost sorgen würde, ist offen.

Montag, 2. Januar 2017

Dr. Ingo Bertram hr-Wetterredaktion
 

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Redaktion: inbe
Letzte Aktualisierung: 2.01.2017, 13:05 Uhr
 
 

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