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 (Bild: hr)

Neues Raumgefühl

defacto im virtuellen Studio

Im Studio steht Robert Hübner am Moderationstisch vor komplett grüner Wand. Das "Bühnenbild" kommt aus dem Computer. Wie sich die Virtualität anfühlt, hat der Moderator zuvor im Probebetrieb getestet.
 
Am 4. September 2016 wurde es für Robert Hübner und das defacto-Team ernst: Das Politmagazin ging erstmals im virtuellen Studio auf Sendung. Wir haben vor der Premiere mit Robert Hübner und Redakteurin Jacqueline Paus gesprochen.
 

Das neue defacto-Studio 

 
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Herr Hübner, Sie kommen direkt aus dem virtuellen Studio – wie laufen die Proben?

Robert Hübner: "Sie laufen gut, sind aber auch recht anstrengend, da man sehr konzentriert sein muss. Die Virtualität ist für uns alle Neuland, besonders für die Teams hinter der Kamera und in der Regie – ich übe gerade, mich im Studio zu orientieren."

Dort steht ein Tisch – und sonst nichts!

Robert Hübner: "Ein komplett grüner Raum ohne weitere Requisiten oder Markierungen – gar nicht so einfach, exakt so von A nach B zu gehen, wie es zuvor festgelegt wurde. Glücklicherweise gibt es Hilfsmittel wie etwa Stangen, die ich im Augenwinkel sehe und die mir ungefähr zeigen, wo ich hin muss, schließlich wurden Kamera und Licht bereits entsprechend eingerichtet. Alles, was im virtuellen Studio spontan geschieht, könnte im Halbdunkel enden ..."

Vieles ist automatisiert – gab es dennoch Pannen?

Robert Hübner: "Es gibt ständig kleinere und größere Pannen, die wir im Nachgang mit allen Beteiligten besprechen, um es künftig besser zu machen. Genau für diese unvermeidlichen Pannen sind die Proben ja da, und wir haben eine Woche Zeit, Erfahrungen zu sammeln."
 
Ist es auch für einen erfahrenen Moderator wie Sie etwas Besonderes, im virtuellen Studio zu moderieren?

Robert Hübner: "Absolut, und es ist durchaus aufregend. Wo muss ich hinlaufen? In welche Kamera muss ich dabei schauen? Es gibt zwar Monitore im Studio, doch auf die kann ich erst dann einen kurzen Blick werfen, wenn ich nach einem Gang wieder stehe. Ob ich auch wirklich immer genau dort ankomme, wo ich hin will – es bleibt spannend."
 
 (Bild: hr)
Vergrößern
Jaqueline Paus und Robert Hübner
Bietet die Virtualität denn mehr Spielraum – im wahrsten Sinne des Wortes?

Jacqueline Paus: "In jedem Fall. Die Sendung wird noch bildhafter, denn wir haben mehr Möglichkeiten, Inhalte zu zeigen – auf so genannten Content-Flächen, die um einiges schicker sind als unsere alten, kleinen Monitore. Wenn wir starke Bilder haben, können wir sie während der Moderation in einer "Off-MAZ" auf diese großen Flächen legen. Eine von vielen Möglichkeiten, die die Virtualität bietet, doch letztlich ist das auch immer eine Frage des Budgets. Wir tasten uns heran, indem wir erst mal die neue Studiodekoration bestmöglich ins Bild setzen: Seit 2004 haben wir dieselbe Deko und jahrelang auf einen neue gehofft – nun sind wir gleich virtuell geworden."

Die Konzeption – ein langer Prozess?

Jacqueline Paus: Oh ja, und wir haben viel diskutiert. Die Kollegen, die die Deko entworfen haben, sollten wissen, worauf es uns ankommt: Wir sind für die Zuschauer da, sind nah dran am Publikum. Wir haben einiges verworfen, uns immer mehr angenähert – und mit dem Ergebnis sind wir alle sehr glücklich. Was die Farben angeht, ähnelt die neue Deko der alten, sie kommt aber viel moderner daher. Inhaltlich ändert sich übrigens nur wenig, wir bleiben bei unserem erfolgreichen Konzept, es kommen aber einige neue Rubriken hinzu. Wir werden sicherlich noch manches ausprobieren, sind aber erst mal froh, wenn am Sonntag alles gut über die Bühne geht.

Von Daniela Sommer
 

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Redaktion: jumi / nago
Letzte Aktualisierung: 5.09.2016, 16:49 Uhr
 
 

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Sendezeit

Sonntag, 18:00 Uhr
Wiederholung:
Mittwoch, 22:45 Uhr
 

Moderation

 

Neue Technik

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