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Euro oder Drachme

Griechenland vor der Wahl

Immer häufiger wird über die Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Eurozone spekuliert. (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Immer häufiger wird über die Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Eurozone spekuliert.
Drin bleiben oder nicht? Das ist die Frage, die spätestens mit der Neuwahl in Griechenland gestellt wird. Am Sonntag entscheiden die Griechen - wieder einmal, wer sie in Zukunft regieren soll. Der erste Versuch, eine Regierung zu bilden, war nach der Parlamentswahl Anfang Mai gescheitert. Also alles auf Anfang.
 

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13.06.2012, 6:10 Uhr
Dabei läuft den Griechen die Zeit davon: Die Europäische Union wartet mit Ungeduld, wie es politisch weiter geht im Land und was das schließlich für den Verbleib der Griechen in der Euro-Zone bedeutet.

hr-iNFO ist schneller: Wir entwerfen schon heute drei mögliche Szenarien, was nach der Wahl am Wochenende passiert: Entweder verabschieden sich die Griechen vom Euro. Oder sie schlagen einen echten und konsequenten Reformkurs ein. Oder sie machen so weiter wie bisher, innerlich zerstritten, bis zum nächsten Rettungspaket. Wir erklären, was das jeweils für Europa und Deutschland bedeutet und fragen den ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank, welche Variante er für die wahrscheinlichste hält.
 

Szenario 1: Die Flucht – die Griechen steigen aus dem Euro aus

Audio: Szenario 1: Die Flucht 2:43 Min
(© hr-iNFO, 13.06.2012)
Die neue griechische Regierung kündigt die Spar- und Reformzusagen. Die Troika dreht den Geldhahn zu. Athen kann auch seine öffentlichen Schulden nicht mehr begleichen. Griechenland bekommt die Drachme und wertet ab. Was bedeutet das für die Griechen, für Europa und für die Deutschen? Unsere Wirtschaftsredakteurin Heidi Radvilas hat das durchgespielt.
 

Szenario 2: Der Angriff – Die Griechen verordnen sich eine Radikalkur

Audio: Szenario 2: Der Angriff 2:33 Min
(© hr-iNFO, 13.06.2012)
Die neue Regierung setzt Sparprogramme und Strukturreformen so um, wie es ursprünglich gedacht war, aber bisher nicht funktioniert hat. Im besten Fall sinkt das Defizit und die Wirtschaft erholt sich langsam. Griechenland kann in der Eurozone bleiben. Welche Folgen hat dieses Szenario? Antworten gibt unsere Reporterin Julia Hummelsiep.
 

Szenario 3: Die Reformlüge – Die Griechen machen weiter wie bisher

Audio: Szenario 3: Die Reformlüge 2:38 Min
(© hr-iNFO, 13.06.2012)
Auch die neue Regierung in Griechenland wurstelt weiter. Strukturreformen werden weiterhin auf die lange Bank geschoben. Es droht eine noch längere und teurere Hängepartie für alle Beteiligten. Was sind die Konsequenzen für die Griechen, Europa und Deutschland? Judith Kösters spielt diesen Fall durch.
 

Welches Szenario kommt, Norbert Walter?

Norbert Walter, der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, gilt als ein Anhänger von Europa – und als jemand, der immer klar sagt, was er denkt. Ihn haben wir gefragt, welches der von uns entworfenen drei Szenarien über die Zukunft Griechenlands er am wahrscheinlichsten hält. Die ernüchternde Prognose des Finanzexperten: Er glaubt, dass Griechenland nach der Wahl am Wochenende so weiter machen wird wie bisher und nichts wirklich Revolutionäres passiert.
 

Was Griechen in Deutschland sagen

Audio: Ohne Konsequenzen kein Neubeginn 2:30 Min
(© hr-iNFO, 13.06.2012)
Am Sonntag wählt Griechenland wieder einmal ein Parlament, schon zum zweiten Mal hintereinander. Alle hoffen, dass es danach auch eine Regierung geben wird – und nicht wie beim ersten Durchgang, dass sich alle nur streiten und am Ende nichts dabei heraus kommt. Wie könnte es mit den Griechen dann weiter gehen? Darüber hat unsere Autorin Rosa Omenaca mit Griechen hier in Deutschland gesprochen.
 
Redaktion: mida
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 13.06.2012, 12:50 Uhr
 

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