Kein Marsmännchen, sondern ein Mann von der Erde hat Curiosity die Schau gestohlen: Chris Hadfield, 53 Jahre alt, Kanadier und Kommandant der Internationalen Raumstation ISS. Kurz vor seinem Heimflug zur Erde hat Hadfield eine Interpretation von David Bowies Lied "Space Oddity" zur Erde gefunkt. Das Video dazu ist im Internet bei
Youtube schon mehr als 14 Millionen Mal angeklickt worden. Da hatte Curiosity keine Chance. Zumal der Funkkontakt wegen einer besonderen Stellung von Mars, Erde und Sonne vorübergehend unterbrochen wurde.
Inzwischen aber hat die "Ground Control" der NASA in Pasadena, Kalifornien, wieder Verbindung zum Marsauto. Und was schicken diese Leute von der Erde als erstes nach der Pause ins All? Natürlich: ein Software-Update! "Mit dieser neuen Software kann Curiosity besser alleine navigieren. Das konnte das Auto bislang zwar auch in begrenztem Umfang, aber die meiste Arbeit haben doch die Planer auf der Erde gemacht", sagt NASA-Ingenieur Rick Welch.
Mit dem neuen Programm "Auto-Nav, das steht für autonome Navigation, soll der Bordcomputer mit Hilfe von Kameras und Sensoren selbst sichere Routen durch das Gelände berechnen. Arbeit wartet auch schon: Curiosity soll neue Löcher in den Marsboden bohren, etwa dreieinhalb Meter entfernt von der alten Bohrstelle. Dort hatte man unter anderem Tonmineralien gefunden. Und damit Hinweise auf eine Umgebung, in der früher einmal Wasser und lebensfreundliche Bedingungen vorhanden waren. Diese Ergebnisse will man mit einer zweiten Bohrung nun bestätigen.
Insgesamt hat Curiosity bislang rund 730 Meter auf dem Mars zurückgelegt, sich also gerade mal warm gefahren. Noch haben die Ingenieure allerdings keine Software erfunden, mit der das Marsauto in der Lage wäre, Lieder zu dichten. "Planet earth is blue, and there´s nothing left to do", singt Chris Hadfield. Bei "Curiosity" müsste es heißen: "Planet Mars is red, and in the past, it had been wet".