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Ulrike Kriener im hr1-Talk

"Betreuungsgeld? Bombensache!"

Ulrike Kriener (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Ulrike Kriener war unser Gast im hr1-Talk
Die Schauspielerin forderte in hr1 Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung. Über die Würde der Frau, über Männer, ihre Rollen und ihre Wahlheimat München sprach Ulrike Kriener im hr1-Talk.
 

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27.05.2012, 10:00 Uhr
"Ich finde, dass Frauen, dass Familien die Wahl haben müssen, wie sie leben wollen. In der jetzigen Situation haben sie die Wahl nicht", sagte die Schauspielerin Ulrike Kriener im hr1-Talk in der Diskussion über das umstrittene Betreuungsgeld. Dazu müssten einerseits dringend mehr Betreuungsplätze geschaffen werden. Andererseits: "Wenn der Staat wirklich so irre viel Kohle hat, dann auch Betreuungsgeld. Bombensache! Das soll dann auch gerne so sein. Ich möchte mein Kind nicht irre früh weggeben. Dazu müssen wir die Strukturen schaffen", so die 57-Jährige im Gespräch mit hr1.
 

Baynern München-Fan

Aufgewachsen im Ruhrgebiet, zog Kriener bereits mit 17 Jahren von zu Hause aus. Über Umwege kam sie schließlich nach München, wo sie schon viele Jahre lebt. Zwar fühle sie sich dort zuhause, aber: "Was ich an Bayern oft nicht so mag, ist dieses mir san mir. Das tickt oft ganz schnell in so eine selbstgefällige Ecke rein."

Dennoch ist sie Fan von Bayern München und bedauert das kürzlich verlorene Finale in der Champions-League gegen den englischen Verein Chelsea FC. Ulrike Kriener fragt hr1-Moderator Marco Schreyl in der Sendung: "Finden Sie nicht auch, dass es eine Scheißidee war, den Müller so früh vom Platz zu nehmen?"
 

"Die zweite Chance"

In München lebt Ulrike Kriener mit ihrem Mann und ihrem Sohn Paul - den sie als die "zweite Chance" bezeichnet, für die sie sehr dankbar ist. Zu Weihnachten 1992 hatten Kriener und ihr Mann nämlich den ersten Sohn Max verloren. Mit einem Herzfehler geboren, verstarb das Baby nach nur einer Woche.

Das tragischste Erlebnis ihres Lebens brachte Kriener zu ihrem Engagement: der Schirmherrschaft beim ambulanten Kinderhospiz der Münchener Malteser. Auf diese Art und Weise, so sagt sie, bekäme der Tod ihres Sohnes irgendwie einen Sinn.
 

Durchbruch mit "Männer"

Die Schauspielerin hat ihre Karriere hauptsächlich den "Männern" zu verdanken. 1985 hat ihr der Film von Doris Dörrie den Durchbruch gebracht. Die Kino-Rolle an der Seite von Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach war für die damals 31jährige der Start einer Karriere vor allem im Fernsehen.

Heute ist Ulrike Kriener 57 Jahre alt und immer noch dabei. Im ZDF ermittelt sie regelmäßig als "Kommissarin Lucas" und hat dafür auch schon beim internationalen Filmfestival in Reims abgeräumt. Lucas ist speziell, anders, hat eine gewisse Strenge, die Ulrike Kriener von der ersten Minute an gefallen hat. Überhaupt mag Ulrike Kriener die klaren, klassischen Filmstoffe und -rollen lieber und beklagt sich über zuviel Seichtigkeit in ihrem Fach.

Am 2. Juni läuft im ZDF eine neue Folge der "Kommissarin Lucas" - und am Sonntag war die Schauspielerin zu Gast im hr1-Talk.
 
Den hr1-Talk gibt es sonntags und feiertags ab 10:00 Uhr und zum Nachhören in unserem Podcast-Angebot
 
Redaktion: nago / mina
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 27.08.2012, 17:27 Uhr
 
 

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