hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback
hr1.de
 

Bill Mockridge im hr1-Talk

"Ich habe sogar die Socken angelassen"

Bill Mockridge (Bild:  picture-alliance/dpa)
Vergrößern
Der Schauspieler Bill Mockridge ist unser nächster Gast im hr1-TALK.
Ein Mann, den die halbe Nation kennt weil er an der Seite der "Mutter der Nation" zu sehen ist. Bill Mockridge ist Erich Schiller, der Mann von "Mutter Beimer" in der Lindenstraße. Er ist Vater von sechs Söhnen. Dabei hätte er gern eine Tochter gehabt.
 

Thema in

Sendungslogo
17.06.2012, 10:00 Uhr
Bill Mockridge, seit über 20 Jahren Schauspieler in der ARD-Serie "Lindenstraße", erklärt im hr1-Talk, warum er mit dem Älterwerden gelassen umgehen kann. "Früher mochte ich Metallica, muss ich jetzt Florian Silbereisen hören? Nein! Sie müssen sich nicht ändern, sie müssen aber lernen, das Alter zu akzeptieren" sagt der 64-Jährige: "So nach dem Motto, lieber einen Ton im Ohr als überhaupt keine Musik im Leben!"

Vor nicht allzu langer Zeit sei mit dem Erreichen des Rentenalters das Leben schon fast vorbei gewesen, sagt Mockrige: "Mit 65 war man abgemeldet. Viele Männer haben sich hingesetzt, haben die Zeitung gelesen und gewartet, bis der Friedhof ruft." Er dagegen sei voller Tatendrang und freue sich auf einen neuen Lebensabschnitt, obwohl er schon ab August Rente beziehe. So werde er auch weiterhin den Erich Schiller, den Mann von Mutter Beimer, in der "Lindenstraße" darstellen, versichert der aus Kanada stammende Schauspieler.
 

Auch mit sechs Jungs sehr glücklich

Bill Mockridge hat zusammen mit seiner Frau sechs Söhne. Gerne hätte er auch eine Tochter gehabt, "ich habe alles Tipps befolgt, sogar die Socken angelassen, ich habe den Vollmond abgewartet", aber er sei auch mit sechs Jungs sehr glücklich, zumal seine Frau immer gesagt habe: "Was kommt, wird gewickelt". Allerdings habe er sich in der Erziehung seiner Kinder manchmal überfordert gefühlt: "Wir wollten beim ersten Kind alles richtig machen und haben wahrscheinlich alles falsch gemacht." Inzwischen habe er gelernt, dass Kinder "sich in der Pubertät unmöglich verhalten müssen, um sich von dem abzukoppeln, was sie die ersten 14 Jahre vorgekaut bekommen haben."
 

Ein lustiges Buch übers Älterwerden

Je oller, je doller

von Bill Mockridge
Scherz Verlag
ISBN: 978-3-651-00020-9
Preis 14,99 Euro
Schauspieler wollte Bill Mockridge schon immer werden, dafür brach er einst in seiner kanadischen Heimat sogar die Schule ab! Mit Glück gelang es ihm dann auch in Deutschland, auf die Bühne zu kommen. Mockridge ist aber nicht nur "Erich Schiller", sondern auch Chef des Bonner Improvisations-Theaters "Springmaus", das er vor vielen Jahren gründete. Kein guter Chef übrigens, wie er von sich behauptet.

Und gelernter "Menschen-Manager" ist Bill Mockridge auch noch. Die meisten seiner sechs Jungs haben ihr Elternhaus inzwischen verlassen, und so genießt der bald 65-Jährige gerade den "zweiten Frühling" mit seiner Frau und hat ein Buch geschrieben. "Je oller, je doller" heißt es. Ein Buch über das Älterwerden, bei dem man auch lachen kann.
 

Schauspieler Bill Mockridge ist unser nächster Gast im hr1-TALK.

Den hr1-Talk gibt es sonntags und feiertags ab 10:00 Uhr und zum Nachhören in unserem Podcast-Angebot
 
Redaktion: tagr
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 21.06.2012, 13:58 Uhr
 
 

Jetzt live

 

Service

 

Der kurze Weg

 

Grüße & Musik

Schenken Sie eins!

Grüßen oder Danken Sie mit hr1 und verschenken Sie drei Titel am Stück. [mehr]

Kontakt

Mail, Telefon, Newsletter, Facebook, Twitter ... finden Sie [hier]

Wolkenkratzer-Spezial

Erkunden Sie über unsere spektakulären 360°-Panoramen die Frankfurter Skyline. [mehr]
 

Hessen-Nachrichten

 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.