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Das sehr dunkel bis schwarz gehaltene Bild zeigt zwei Hände an eine Computertastartur, die leicht leuchtet. (Bild: picture alliance)

Hintergrund zum Borowski-Tatort

So funktioniert das Darknet

In seinem Fall vom 19. März ermittelte Tatort-Kommissar Borowski in Hacker-Kreisen rund um das Darknet. Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei mit den dubiosen Tiefen des Internets zu tun hat. Aber was genau ist das Darknet eigentlich?
 

Information

Das Wichtigste zum Darknet

  • spezielle Software ermöglicht den Zugang
  • Nutzung legal, Webseiten aber häufig mit illegalen Inhalten
  • Anonymität durch verschlüsselte Kommunikation und Datenübertragung
  • Anonymität schützt in autokratischen Staaten vor Überwachung
  • Anonymität erschwert Strafverfolgung bei Verbrechen

Denkt man an einen Eisberg, so sieht man davon über Wasser nur die Spitze. Der viel größere Teil des Eisbergs liegt unter Wasser und ist nicht sichtbar. Dieses häufig verwendete Beispiel beschreibt den Aufbau des Internets. Das Eis über Wasser ist das für jeden zugängliche World Wide Web, darunter liegt das Darknet. Man erreicht es nicht über die herkömmlichen Browser oder Suchmaschinen, da diese von zentralen Servern gesteuert werden und alle Daten speichern. Das Darknet besteht aus Netzwerken von einzelnen Computern, die verschlüsselt Daten übertragen. Das erschwert eine Überwachung und ermöglicht es den Nutzern, weitgehend anonym zu bleiben.
 

So kommt man ins Darknet

Fernsehen

Tatort: "Borowski und das dunkle Netz"

Am Sonntag, 19.3.2017 um 20:15 Uhr im Ersten Oder ab 20:15 Uhr hier im Livestream.
Zugang zum Darknet erlangt man nur durch spezielle Software. Hier gibt es Browser, die das System der verschlüsselten Datenübertragung unterstützen. Das geht kostenfrei, ist für jeden machbar und zunächst auch vollkommen legal. Erst das Besuchen und Nutzen von Seiten mit illegalen Inhalten ist strafbar. Solche Seiten gibt es genug, weshalb der Ruf des Darknets auch so schlecht ist. Zuhälter, Waffen- und Drogenhändler, oder Pädophile können das Darknet für ihre Zwecke nutzen, ohne groß Spuren im Netz zu hinterlassen.

Anbieter und Nutzer zahlen in der digitalen Währung Bitcoin, die an bestimmten Onlinebörsen erworben werden kann. Die Verfolgung solcher Straftaten stellt sich daher äußerst schwierig dar. Im vergangenen Sommer aber konnte zum Beispiel der Waffenhändler des Amokläufers in München trotz Darknet-Nutzung ermittelt werden.
 

Das Gute am Darknet

Überwachung im Internet ist ein allgemeines Problem. In autoritär regierten Staaten kann man sich daher durch die Anonymität des Darknets vor dem Regime schützen. Journalisten oder Menschen, die ihre Kommunikation zum Selbstschutz verbergen müssen, profitieren ebenso vom "Geisterdasein" im Netz.
 

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Redaktion: pakr
Letzte Aktualisierung: 21.03.2017, 13:18 Uhr
 
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