Die Polizei sucht die Verantwortlichen für den "üblen Scherz".
Zwei Glasröhrchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit hatten gestern Abend einen Großeinsatz der Polizei auf der documenta in Kassel ausgelöst. Ein Spezialkommando rückte sogar mit einem Hubschrauber an.
Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatte die verdächtigen Glasampullen im alten Zollamt am Hauptbahnhof in Kassel gestern Abend entdeckt. Er alarmierte die Polizei und Feuerwehr. Doch die Einsatzkräfte konnten die in den reagenzglasähnlichen Röhrchen enthaltene Substanz nicht identifizieren.
Die Polzei räumte daraufhin das alte Zollamt und sperrte das Gebiet weiträumig ab. In dem Gebäude werden derzeit im Rahmen der documenta Skulpturen ausgestellt.
Speise-Öl statt Bombe
Ein Spezialistenteam des Landeskriminalsamts wurde angefordert, um die Flüssigkeit sicher zu stellen und zu analysieren. Die Beamten wurden mit einem Hubschrauber aus Wiesbaden eingeflogen.
Am späten Abend konnte dann Entwarnung gegeben werden. Bei der verdächtigen Flüssigkeit handelt es sich offenbar um handelsübliches Speise-Öl. Die Polizei vermutet hinter der Tat einen Scherz.