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Aus einer Flasche wird Wasser in ein durchsichtiges Glas eingeschenkt. (Bild:  colourbox.de)

Ergebnisse von Stiftung Warentest

So gut ist unser Leitungswasser

Muss es wirklich immer Mineralwasser aus der Flasche sein? Reicht nicht auch Leitungswasser? Was sagen Stiftung Warentest und Europas erster Wassersommelier? Die wichtigsten Ergebnisse gibt es hier.
 

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17.07.2017, 5:00 Uhr
Die Deutschen sind heiß auf Wasser. Im Durchschnitt trinken wir 21 Liter stilles Mineralwasser im Jahr. Aber muss es wirklich das abgefüllte, gekaufte Wasser sein? Wie schneidet im Vergleich Leitungswasser ab? Wie sieht es bei der Belastung mit Pestiziden oder Arzneimittelrückständen aus?

Stiftung Warentest hat sich bereits letztes Jahr mit diesen Fragen beschäftigt. Die Ergebnisse haben wir für Sie hier zusammengefasst.

  • Pluspunkte für Leitungswasser: Tests von Trinkwasserproben aus der gesamten Republik zeigen: Leitungswasser hat eine gute Qualität. Und: Preislich gesehen ist Leitungswasser eindeutig günstiger als Mineralwasser.

  • Natürliches Mineralwasser ist überschätzt: Vor allem der Mythos von vielen Mineralstoffen im Mineralwasser stimmt so nicht. Aber: Kalziumreiches Mineralwasser kann beispielsweise laktoseintolerante Menschen mit Kalzium versorgen.

  • Kein Glyphosat gefunden: Immer wieder sorgten auch Meldungen über Glyphosat in Bier und Muttermilch für Schlagzeilen. In den Tests wurde Glyphosat weder in Trink- noch in Mineralwasser gefunden. Allerdings wurde in drei Mineralwässern Rückstände von Aminomethylphosphonsäure, ein Hauptabbauprodukt von Glyphosat, gefunden.

  • Keines der Wässer überschreitet Nitrat-Grenzwert: Nitrat gelangt vor allem über Gülle und Kunstdünger ins Grundwasser. Für Trinkwasser gilt ein Nitrat-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. 27 der 28 untersuchten Trinkwässer enthalten zwar Nitrat. Der höchste Gehalt liegt dabei aber bei 30 Milligramm pro Liter. Alle Wasser halten also den Grenzwert von 50 Milligramm ein.

  • Arzneimittelrückstände in einigen Trinkwasserproben: Medikamentenrückstände oder Rückstände von Röntgenkontrastmitteln können über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen. Bei den Tests wurden in einigen Trinkwasserproben Spuren davon gefunden. Aber: Die Konzentrationen waren so gering, dass sie auf keinen Fall gesundheitsgefährend sind. Und: In den Mineralwässern wurden solche Konzentrationen seit 2014 noch nie gefunden.

 

Wasser-Experten am Montag in hr1

In hr1 haben wir am 17. Juli mit verschiedenen Experten zum Thema Wasser gesprochen. Unter ihnen war auch Arno Steguweit, Europas erster Wassersommelier. Einen Geheimtipp hat er uns gegeben: Zu einem guten Rotwein passt kein Wasser mit Kohlensäure, da das den Geschmack des Weins zu sehr beeinträchtigt. Bestellen Sie zum Rotwein also lieber ein stilles Wasser.
 

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Redaktion: jaac / tiha
Letzte Aktualisierung: 18.07.2017, 16:57 Uhr
 
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