Der "Torklau" von Donezk hatte die Diskussion um die Torlinien-Technik noch angeheizt
Kommt der Chip im Ball? Oder die Torkamera? Darüber entschieden am Donnerstag die Experten der FIFA und es spricht viel dafür, dass die Hüter der Fußballregeln künftig auf die Hightech-Hilfe setzen.
Ungewollt hat der Ungar Viktor Kassai die Diskussion noch einmal heftig angeheizt. Im Spiel der Gastgeber gegen England gab der Schiedsrichter einen regulären Treffer der Ukrainer nicht und sorgte so bei der EM mit dem "Torklau von Donezk" weltweit für viele Negativ-Schlagzeilen. Eine Steilvorlage für eine Entscheidung, die den Fußball nachhaltig prägen könnte.
In Zürich wird das International Football Association Board, IFAB, des Fußball-Weltverbandes FIFA eine Entscheidung über die künftige Torlinien-Technik treffen. Sollten sich die Fußball-Experten 66 Jahre nach dem legendären Wembley-Tor für Hightech-Hilfe entscheiden, haben sie die Wahl zwischen "Hawk-Eye" (Torkamera) und GoalRef (Chip im Ball), die beide vom Weltverband FIFA über neun Monate gestestet wurden. Mit ihnen - so die Hoffnung - könnten künftig Wembley-Tore und Tor-Klau verhindert werden.
Pro und Contra der neuen Technologien gibts in hr1-START am Donnerstag mit den hr1-Fussball- Experten Carsten Schellhorn und Mathias Merget. Außerdem erklärt der frühere DFB-Schiedsrichter Lutz Wagner über die Vor- und Nachteile der Hightech-Hilfen auf.
Und wir fragten Sie:
Finden Sie es gut, dass man künftig auf Technik setzen will, um falsche Torentscheidungen zu verhindern? Oder wäre es besser, wenn man weiter auf das Auge der Schiedsrichter setzen würde? Machen Fehler Fußball menschlich oder sollen wir der Technik die Entscheidung über Fußballspiele überlassen?
FIFA entscheidet über Torlinien-Technik - Thema in hr1