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Podcast: hr2 Der Tag

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Kategorie: Society & Culture
hr2 Der Tag
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Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.
 
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  • Engel und Dämonen ? Die Ukraine vor der Wahl
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 24.10.2014
Beschreibung: "Engel und Dämonen der Peripherie? heißt ein Essayband des ukrainischen Autors Juri Andruchowytsch. Der Schriftsteller spielt gerne mit dem Namen seines Herkunftslandes. Das russische ????´??? - Okraina heißt genau das - der Rand, die Peripherie. Und genau so fühlt sich nicht nur der Schriftsteller Andruchowytsch, genau so fühlen sich viele seiner Landsleute: sie existieren am Rande des großen Russlands, am Rande der großen Europäischen Union. Weitgehend unbeachtet bis zu einem unglücklichen Tag, an dem der gewählte Präsident des Landes ein Abkommen mit dem einen großen Nachbarn aus Rücksicht auf den anderen großen Nachbarn nicht unterschreiben wollte. Plötzlich war die Peripherie im Fokus - und die großen Nachbarn sortierten sich ihre Engel und ihre Dämonen. Und der Krieg zog ein - am Rande der Peripherie. Jetzt soll dort gewählt werden. Ein neues Parlament und eine neue Zukunft. Und die Urkrainer selbst würden gerne wählen: ihre Engel gegen die Dämonen der Vergangenheit. Nur leider stehen keine Engel zur Wahl?
  • Gnadenlos erfolgreich ? Ist Amazon noch zu bremsen?
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 23.10.2014
Beschreibung: Die zweite große deutsche Verlagsgruppe hat sich im Streit um Rabatte mit Amazon geeinigt - nach Bastei-Lübbe hat jetzt auch die Bonnier-Gruppe, zu der die Verlage Piper, Ullstein und Carlsen gehören, den Streit beigelegt. Es ging darum, dass Amazon von den Verlagen höhere Rabatte verlangte als jede Buchhandlung. Die Verlage wollten nicht und Amazon griff zum unfeinen Mittel der Erpressung. Der Konzern verzögerte die Auslieferung der Bücher der widerborstigen Verlage oder stellte sie ganz ein. Braucht es noch mehr, um die Marktmacht von Amazon zu demonstrieren? Der Versandhändler nimmt die Buchautoren als Geiseln, um deren Verleger zu erpressen. Wer sagt da Halt? Die Autoren haben es versucht. 1000 von ihnen haben in den USA eine Anzeige in der New York Times geschaltet. Die deutschen Autoren haben einen offenen Brief an die Amazon-Chefs geschrieben. Die Initiative Fairer Buchhandel ruft nach dem Kartellamt. Und das rührt sich nicht. Auch die Regierung rührt sich nicht. Kein Wunder - ist doch der Aufbau von Amazons Versandlagern in Deutschland mit Millionen aus Steuergeldern subventioniert worden. Wofür Amazon sich mit Steuerflucht und Billiglohnarbeitsplätzen bedankt. Und damit, sein Geschäftsmodell nicht nur gegen den Buchhandel, sondern gegen alle Branchen zu richten, die etwas verkaufen ?

  • Waschbär, Wildsau, Schmusekatze? Jagdszenen in Deutschland
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 22.10.2014
Beschreibung: Der grüne Umweltminister in Nordrhein-Westfalen legt sich mit den Grünröcken im Land an. Er will ihnen den Abschuss vieler Wildtiere verbieten. Auch Haustiere, die beim Wildern erwischt werden, sollen künftig verschont werden. Im Rheinland und in Westfalen dürfen die Hauskatzen in Zukunft unbehelligt Wildvögel jagen - auch wenn die auf der Roten Liste stehen. Ähnliches planen auch andere Bundesländer. Der Beifall der Tierschützer ist ihnen sicher. Die Jäger hingegen, die sich für die eigentlichen Naturschutzbeauftragten halten, blasen zur Jagd auf die Politik. Sie sehen sich als der menschliche Ersatz für die längst ausgerotteten natürlichen Feinde derjenigen Wildtiere, die wir in unserer Kulturlandschaft übrig gelassen haben. Die wildernde Hauskatze und der streunende Hund sind aus ihrer Sicht dagegen unzulässige Eingriffe in die Natur. Waschbären gehören nicht hierher, sondern abgeschossen - und sonst auch alles, was zu viel ist - in den Augen der Jäger, der Landwirte, der Förster oder der Hausbesitzer an den Stadträndern, denen die Wildsauen den Garten umgraben?
  • Mörderische Allianzen ? Demokratie auf Mexikanisch
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 21.10.2014
Beschreibung: Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie kamen der "dunklen Macht? zu nahe. Sie wurden überfallen und entführt - von Pistoleros der Drogenmafia, offenbar im Verbund mit Polizisten. 43 mexikanische Studenten sind nun seit über drei Wochen spurlos verschwunden. Bei der Suche nach ihnen sind Massengräber gefunden worden. Darin aber andere Leichen als die der Gesuchten. Alltag in Mexiko, in einem Land, in dem zu tausenden Vermissten jährlich über 20.000 aufgefundene Ermordete kommen. Der Kampf zwischen Staat und Mafia wird wohl nirgendwo brutaler geführt als in Mexiko. Wobei es immer schwieriger zu werden scheint, zwischen den Kontrahenten zu trennen. Längst sind staatliche Institutionen durchsetzt von mafiosen Strukturen. Und doch ist der drittgrößte Staat Nordamerikas formal eine Demokratie. Und doch gibt es noch eine Zivilgesellschaft, die sich nicht abfinden will, die sich zu Demonstrationen zusammenfindet, die aufbegehrt gegen die "dunkle Macht?. Die nicht nachgeben will und Aufklärung fordert über das Schicksal von 43 verschwundenen Studenten. 43 von über 24.000 Verschwundenen ?
  • Frau Clooney und die Akropolis ? wem gehört die Kunst?
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 20.10.2014
Beschreibung: Das haben die Griechen pfiffig gemacht: Aus einem trockenen Rechtsstreit um ein paar alte Steine haben sie eine Hollywood-Inszenierung gezaubert. Die libanesisch-britische Staranwältin Amal Alamuddin, die seit ihrer Glitzerhochzeit mit George Clooney in Venedig dessen Nachnamen trägt, berät die griechische Regierung im Streit gegen Großbritannien. Griechenland will die vom britischen Lord Elgin vor knapp zweihundert Jahren geklauten Teile des Parthenon-Tempels der Akropolis zurück. Die sind seit langem eine der größten Attraktionen des Britischen Museums in London. Fast ebenso lang versucht Griechenland, seine Kunstschätze zurück zu bekommen. Nachdem auf diplomatischem Weg nichts ging, soll?s nun juristisch werden. Was einmal mehr die ganz großen Fragen aufwirft: Wem gehört die Kunst, wer ist dafür verantwortlich, wer darf über sie wachen?
  • England im Hunnenfieber - wie die Briten uns neu entdecken
 
 
Autor: hr2 Der Tag
Datum: 17.10.2014
Beschreibung: Die Hunnen mit der Pickelhaube oder (noch schlimmer!) mit dem Hakenkreuz - dieses Bild, das sich viele Briten jahrzehntelang von uns Deutschen gemacht haben, gehört ja nun wirklich seit langer Zeit tief in die Themse versenkt! Zumal es doch inzwischen auch andere Bilder gibt: Bilder einer Kanzlerin und eines britischen Premiers, die sich gar nicht so schlecht miteinander vertragen. Bilder britischer Monarchen, an deren deutschen Akzent vor kurzem ein designierter britischer EU-Kommissar erinnert hat. Von den Bildern deutscher Fußballstars in der englischen Premier League ganz zu schweigen. Und nun gibt es zu alledem auch noch Bilder einer Ausstellung im Britischen Museum, die deutsche Geschichte auch jenseits der Nazizeit vermitteln möchte. Dürfen wir also hoffen, dass unser Ruhm sich mehrt - im "Land of Hope and Glory"?
  • Despoten nach Noten - wie man den Ton angibt
 
 
Autor: hr2 Der Tag
Datum: 16.10.2014
Beschreibung: Er war der Godfather of Soul. Und ein erbarmungsloser Despot als Bandleader. Über James Brown ist gerade in den Kinos der Film "Get On Up? angelaufen, den der Rolling Stone Mick Jagger produziert hat. Als Zuschauer ist man hin und her gerissen: großartige Musik, genialer groove. Als Boss aber war James Brown eine Katastrophe. Aber er hat seine Musiker zu Höchstleistungen angetrieben und sie berühmt gemacht. Geliebt wurde er dafür nicht. Das hat er mit Frank Zappa und vielen anderen Bandleadern gemein. Erreicht man Spitzenleistung in der Musik überhaupt mit sozialpädagogischem Schmusekurs? Und wie ist das in klassischen Orchestern? Derzeit suchen die Berliner Philharmoniker einen Nachfolger für den Dirigenten Simon Rattle. Und wir erstellen den Bewerbungsbogen.
  • Ja, wo isser denn? - Warum Herrscher präsent sein müssen
 
 
Autor: hr2 Der Tag
Datum: 15.10.2014
Beschreibung: Kim Jong Un war abgetaucht. 40 Tage lang hatte sich Nordkoreas Machthaber nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen und damit wilden Spekulationen Vorschub geleistet - Spekulationen über Krankheit, Entmachtung, Tod. Jetzt scheint er wieder aufgetaucht zu sein, und wir fragen uns bei dieser Gelegenheit, wie wichtig eigentlich die körperliche Präsenz eines Herrschers ist. Kommt der Regierungsapparat ohne seine Anwesenheit zum Erliegen? Ist die persönliche Anwesenheit eines Herrschers vielleicht sogar noch wichtiger für das Funktionieren des Systems als jeder Regierungsapparat? Und kann vielleicht auch die kalkulierte Abwesenheit eines Herrschers zum Machtinstrument werden - für andere oder für ihn selbst? Wir Regierten jedenfalls sind gut beraten, mehr zu wissen über die Präsenz der Macht und die Macht der Präsenz.
  • Hier darfst Du töten! Junge Männer und Gewalt
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 14.10.2014
Beschreibung: "Der Kampf wird über unserem Leben stehen, solange wir atmen". Man könnte diesen Schlachtruf der Terrorgruppe Islamischer Staat zuordnen. Stimmt aber nicht. Es war das politische Credo der gefürchteten Sturmabteilung der NSDAP. Ihr Kürzel SA weckte so viel Schrecken wie das Kürzel IS heute. In der SA wurden junge Männer organisiert, die sich als Avantgarde einer neuen Gesellschaft verstanden. Und die für dieses höhere Ziel im Auftrag der Nazis töten durften. Man sammelte sich hinter einer Fahne. Man trug Uniform. Und lebte kollektiv Gewaltphantasien aus. Kommt uns das nicht bekannt vor? Was unterscheidet eigentlich heutige Dschihadisten vom einstigen SA-Schläger?
  • Gestapelt, gereiht, gestreut? Alptraum Wohnen
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 13.10.2014
Beschreibung: Von einer "Villa im Grünen" träumte vor fast 100 Jahren der Berliner Großstädter Kurt Tucholsky, "vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße, mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn, aber abends zum Kino hast du´s nicht weit." Sich diesen unerfüllbaren Traum zu verwirklichen, geht nur im Spagat: die Hausbesitzer fahren jeden Tag kilometerweit hin und her zwischen "Ostsee" und "Friedrichstraße", zwischen Heim und Job. Die jeweilige Villa ist eher eine Hütte, und weil es so viele davon gibt, sind sie am Ende weder ländlich noch mondän. Um auf dem Land eine häuserfreie Aussicht zu haben, muss man inzwischen schon auf die Zugspitze steigen. Und weil dieses ganze Pendeln und Zersiedeln die Umwelt ebenso schädigt wie die Nerven, stellt sich die Frage, wie wir unsere Städte so umgestalten können, dass wir dort nicht nur ins Kino gehen, sondern vor allem auch schöner wohnen.
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