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Podcast: hr2 Der Tag

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Kategorie: Society & Culture
hr2 Der Tag
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Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.
 
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  • Kultur- Kampfzone der Toleranz?
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 21.11.2014
Beschreibung: Ein muslimischer Sultan begnadigt einen christlichen Gefangenen. Der rettet die Tochter eines reichen Juden. Am Ende stellen die Beteiligten fest, dass alle einer Familie angehören. Diese Geschichte wurde 1779 veröffentlicht. In heutigen Zeiten des Terrors klingt sie fast utopisch. ?Nathan der Weise? gilt als ein Hauptwerk der Werbung für Toleranz. Und das Theater war ein Labor im Umgang mit Toleranz. So wie der Jazz. Schwarze Musiker waren in den USA nicht rechtlich gleichberechtigt. Aber auf der Bühne zeigten sie schon, wie es künftig sein würde: Auf Augenhöhe mit weißen Musikern, vereint in Hingabe an die Musik. Ohne Kultur gibt es keine Toleranz. Denn sie stellt das Vertraute und Gewohnte in Frage. Und schaut auf die ?Anderen?.
  • Kinderrechte - mehr als eine Konvention
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 20.11.2014
Beschreibung: "Kinder sind unsere Zukunft", sagt die Politik. "Kinder sind kleine Erwachsene.", meinten unsere Vorfahren. "Kinder sind ein Betreuungsproblem", klagen Arbeitgeber. Die Vereinten Nationen kamen vor 25 Jahren zu dem Schluss "Kinder haben Rechte", und sie verabschiedeten eine "Kinderrechtskonvention". Aber Papier ist geduldig. Geduldiger jedenfalls als die Menschen, denen das Wohl von Kindern am Herzen liegt, die Kinder vor Gefahren schützen und sich nicht nur zwischen Tür und Angel um sie kümmern wollen, und die sich in diesem Bemühen eher behindert als unterstützt fühlen. Können Kinderrechte auf dem Papier dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft auch kindgerechter wird? Und was wäre, wenn dieses Grundanliegen ins Grundgesetz geschrieben würde? Wäre es ein Feigenblatt oder genau die Mahnung, die uns fehlt und an der keiner mehr vorbei käme?
  • Sein ist die Taiga - Putins Bärenstarke Bildersprache
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 19.11.2014
Beschreibung: Präsident Putin spricht gerne in Bildern. Erst kürzlich bemerkte er vor internationalem Publikum, der Bär gelte in Russland als Herr der Taiga, der nicht vorhabe, in andere Klimazonen zu ziehen. Dort fühle er sich unwohl. Seine Taiga hingegen werde der Bär an niemanden abtreten, das solle jedem klar sein. In Berlin grübelt man seither darüber, wie weit die Taiga des Bären eigentlich reicht, was von Putin durchaus beabsichtigt gewesen sein könnte. Denn Drohen gehört zum politischen Geschäft und will gelernt sein. Denken wir nur an Peer Steinbrück, der die Kavallerie in die Schweiz schicken wollte oder an Christian Wulff, in dessen Augen der Rubikon überschritten war. Oft sind solche historischen oder tierischen Analogien knapp daneben. Aber sie zeigen Wirkung. Und wie!

  • Hinter den Sieben Bürgen ? Rumänien anders, als man denkt?
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 18.11.2014
Beschreibung: Korruption und Karpaten, Flüchtlinge und Freizügigkeit, Roma und Securitate, all das ist Rumänien - in unseren Köpfen. Und nun kommt ein neuer Kopf: Ein Präsident, mit dem keiner gerechnet hatte: Klaus Iohannis, ein Siebenbürger Sachse und somit deutscher Herkunft. Das lässt uns aufhorchen und genauer hinschauen auf dieses Land, das der EU zwar beigetreten, aber dort noch nicht mit ganzem Herzen aufgenommen worden ist. Ist der neue Mann an der Spitze ein Vorbote großer Veränderungen, so wie er sie als Bürgermeister von Hermannstadt verwirklicht hat? Kann und soll aus Rumänien ein großes Hermannstadt werden? "Wer nirgends hingeht, kann auch nirgends hinkommen", heißt ein rumänisches Sprichwort. Also nehmen wir uns einen TAG Zeit, um hinzugehen - nach Rumänien.

  • Die Gläubigen und die Ungläubigen: Wie tolerant ist der Islam?
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 17.11.2014
Beschreibung: Ist es unislamisch, wenn Muslime Andersgläubige enthaupten? Ist es unislamisch, wenn Ehebrecherinnen gesteinigt werden? Ist es unislamisch, wenn Christen zum Exodus aus dem Nahen Osten gezwungen werden? Wenn all das zutiefst islamisch sein sollte, dann steht der Islam allem Anschein nach auf Kriegsfuß mit der Toleranz, und das schon seit längerem. Selbst Schiiten werden verfolgt, obwohl sie doch auch Muslime sind. War der Islam jemals toleranter - in seiner mehr als 1400jährigen Geschichte? War er. Ist aber lange her. Und als Tradition fast verschüttet. Höchste Zeit also, den Puls der Toleranz im Islam zu messen. Und jenen Muslimen den Rücken zu stärken, die sich ernsthaft mit ihrer Religion auseinander setzen.

  • Groß, größer, kriminell ? Das Middelhoff-Syndrom
 
 
Autor: Der Tag
Datum: 14.11.2014
Beschreibung: Er ließ sich Big T nennen. Das große T steht für Thomas. Der Mann heißt Middelhoff, hat einen Konzern in den Sand gesetzt und dabei Millionen verdient und Millionen verschleudert. Er soll sich für unfehlbar gehalten haben, keiner Kritik zugänglich, beratungsresistent. Er gehörte zu den Managern, die übers Wasser gehen können. Für die - neben den Naturgesetzen - auch sonst keine Gesetze gelten. Und die sich dann irgendwann unter Umständen - in seltenen Fällen - auch vor Gericht wiederfinden. Wo sie aber nicht heruntersteigen müssen von ihrem Sockel. Denn auch vor Gericht geschieht ihnen meistens nichts. Sie sind nicht nur in der Lage, über den Dingen zu schweben, sie sind auch imprägniert gegen soziale, politische und juristische Anwürfe. Es bleibt einfach nichts an ihnen haften. Was auch daran liegen mag, dass die Systeme, die die Herren der Wirtschaft um sich herum aufbauen, den staatlichen Systemen der Kontrolle und des Rechts weit überlegen sind. Und woran liegt das?

  • Zuviel Kohle im System? - Gabriels schwarze Zukunft
 
 
Autor: Der Tag
Datum: 13.11.2014
Beschreibung: Er klingt wie ein "Stromer? aus dem vergangenen Jahrhundert - und ist doch der Bundeswirtschaftsminister von heute: Sigmar Gabriel singt das schwarze Lied vom Blackout. Das wird uns ereilen, wenn wir die Kohlekraftwerke nicht weiter laufen lassen. Der Strom wird unbezahlbar, die Wirtschaft bricht zusammen und die Versorgungssicherheit ist dahin. Blackout, Ende, alles vorbei. Die Industrie, die das überlebt, wird abziehen aus Deutschland und uns alle als Arbeitslose zurücklassen. So oder ähnlich redeten die Sprecher der großen Energiekonzerne eigentlich auch immer. Früher, als man ihnen noch zuhörte. Jetzt haben sie - mal wieder - einen Wirtschaftsminister, der für sie spricht. Und dem muss man zuhören!
Was aber ist dran an Gabriels schwarzer Zukunft? Was passiert wirklich mit dem deutschen Strom. Oder anders gefragt: Wie kommt es eigentlich, dass gerade bei der energiehungrigsten Industrie in Deutschland die Produktion brummt, weil der Strom für sie so billig ist wie noch nie? Wie kommt es, dass Deutschland so viel Strom ins Ausland exportiert, wie noch nie? Und was ist am Ende mit der Energiewende und den Treibhausgasen? Verheizen wir die Zukunft, weil wir an schmutzigen Gewohnheiten aus dem vergangenen Jahrhundert festhalten - oder nur, weil sich mit Kohle eben gut Kohle machen lässt - egal was die Zukunft bringt?

  • Was wir wirklich wissen wollen - Rosetta und der Stein der Weisen
 
 
Autor: Der Tag
Datum: 12.11.2014
Beschreibung: Der Stein von Rosetta hat uns die Geschichte der alten Ägypter verstehen lassen. Und die Raumsonde Rosetta soll uns die Geschichte der Erde verstehen lassen. Und die unseres Sonnensystems und vielleicht den Ursprung des Lebens auf unserem Planeten. Und manches vielleicht, was wir noch gar nicht wissen können, weil wir gar nicht danach suchen. Wonach wir suchen wollen, und was wir finden werden, sind durchaus verschiedene Dinge. Und nur das Erste können wir selbst entscheiden. Ob wir ins Weltall fliegen oder in die Tiefsee tauchen, das Klima erforschen oder die Geschichte der Menschheit. Oder alles zusammen und gleichzeitig. Wobei - alles wird nicht gehen. Denn auch in der Forschung kann jeder Euro, jeder Dollar, jeder Rubel nur einmal ausgegeben werden. Die 1,4 Milliarden, die für Rosetta ausgegeben wurden, können nicht mehr in die Hirnforschung, die Krebsforschung, die Nanotechnologie, die Mikrobiologie gesteckt werden. Wir müssen uns entscheiden, was wir wann wissen wollen, auf welchem Gebiet wir die Kenntnis mehren, auf welchem wir voran kommen wollen. Wo geforscht wird und was dabei herauskommt. Das unterliegt nicht zuletzt Moden. Die gibt es auch in der Wissenschaft. Und nicht jede dieser Moden bringt die Menschheit weiter ?

  • Gans. Gar. Aus. - Sankt Martins Rache
 
 
Autor: Der Tag
Datum: 11.11.2014
Beschreibung: Der Heilige Martin war ein generöser Mann. Er teilte seinen Soldatenmantel mit einem Armen und rettete ihn so vor der Kälte. Und das war nur eine der guten Taten, für die ihn die Bürger von Tours zum Bischof machen wollten. Martin fand, er sei dieses Amtes nicht würdig - und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Gänse aber verrieten ihn durch ihr Geschnatter - und so musste er das Bischofsamt dennoch annehmen. Diesen Verrat müssen sie büßen, die Gänse - in der Backröhre, bis heute. Leider aber nicht nur durch ihren Tod als Martinsgans, sondern schon zu Lebzeiten - als Massengeflügel. Und mit ihnen die Hühner, die Puten, die Enten. Als hätten wir eine Fehde mit allem Gefiederten, dem wir von je her die Freiheit neiden, aus eigener Kraft fliegen zu können.
  • Potentaten vor Gericht - Wie global ist Strafjustiz?
 
 
Autor: Der Tag
Datum: 10.11.2014
Beschreibung: Selten nur schauen Journalisten auf die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Jetzt wäre wieder einmal die Chance gegeben. Der Prozess gegen Jean-Pierre Bemba Gombo wird fortgeführt. Der Politiker aus der Demokratischen Republik Kongo verfügte über eine Privatarmee, die er 2002 in die benachbarte Zentralafrikanische Republik einmarschieren ließ. Vor allem dort, aber auch im eigenen Land, sollen seine Truppen systematisch vergewaltigt und gemordet haben. Auf Befehl Bembas. Er ist einer der Angeklagten, die sich jahrelang verhalten haben, als gelte für sie kein Gesetz. Einer der Angeklagten, die ins Visier des Internationalen Strafgerichtshofs geraten sind. Den gibt es seit zwölf Jahren - und er hat noch nicht viele solche aufwendigen internationalen Strafverfahren durchführen können. Die meisten Fälle liegen in Afrika, wo auch die Diktatorendichte besonders hoch ist und Warlords über Jahrzehnte unbehelligt wüteten. Aber z. B. wird auch gegen britische Soldaten (im Irak) ermittelt. Die Mühlen des internationalen Strafrechts mahlen langsam - aber sie mahlen. Und verändern die Welt, nicht nur völkerrechtlich ...

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