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Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.
 
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  • Der Tag auf Weltreise: Wien
 
 
Dauer: 53:37 min.
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 24.07.2017
Beschreibung: In Wiener Kaffehäusern gibt es in diesem Sommer eigentlich nur ein Thema: Wer wird der nächste Bundeskanzler am Ballhausplatz? Im Herbst gibt es vorzeitige Neuwahlen. Einer setzt dabei auf Sieg: Der ehrgeizige junge Außenminister Sebastian Kurz wirbelt das politische Wien durcheinander. Da geht es hart zur Sache, aber das lieben die Wiener ja bekanntlich. Der manchmal rüde Charme der Hauptstädter passt zum imperialen Erbe der Habsburger wie zu den Irrungen und Wirrungen aktueller Politik. Jeder, der in Wien an die Spitze drängt, weiß: In dieser Stadt muss man erst sterben, damit sie einen hochleben lässt. Dann aber lebt man lang. Sagte der große Helmut Qualtinger. Also auf nach Wien.
  • Der Tag auf Weltreise: Warschau
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 21.07.2017
Beschreibung: Wandel ist das Wesen von Städten. Für Warschau gilt das ganz besonders. Hochhäuser prägen heute die Silhouette der Innenstadt. Das gibt es nirgendwo sonst in Osteuropa. Der höchste Wohnturm Europas mit 250 Luxuswohnungen steht auch dort. Für ausländische Immobilien-Investoren ist die polnische Hauptstadt eine heiße Adresse. Was die derzeitige polnische Regierung wiederum gar nicht freut. Sie denkt vor allem national. Und passt mit ihrer Einstellung so gar nicht zum weltoffenen Warschau. Dort verbindet sich nämlich schon architektonisch das alte Polen mit dem neuen. Das ist so spannend wie ästhetisch widersprüchlich. Und stellt die Sehnsucht der Hauptstädter nach Tradition und Dauer auf eine aufregende Probe.
  • Der Tag auf Weltreise: Prag
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 20.07.2017
Beschreibung: Ein Wochenende reicht aus, sich in Prag zu verlieben. Sagte einst der tschechische Präsident Vaclav Havel mit Blick auf die "Goldene Stadt". Vor allem im Licht der untergehenden Sonne funkelt Prag wie das kostbare Edelmetall. Manche Viertel wirken wie Filmkulissen. Ausländische Regisseure drehen deshalb gerne in Prag. Auf Touristen übt die Stadt eine magische Anziehungskraft aus. Die tschechische Regierung empfängt aber nicht jeden gerne: Flüchtlinge will sie nicht aufnehmen. Gerade mal 12 durften bisher nach Tschechien hinein. In Prag stellt man sich quer und nimmt sogar Sanktionen der EU in Kauf. Wohnt in der "Goldenen Stadt" ein hartherziger Geist?
  • Der Tag auf Weltreise: London
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 19.07.2017
Beschreibung: London. Weltstadt. Globale Stadt. Nirgendwo sonst in Europa leben so viele Kulturen und Religionen zusammen wie in der britischen Hauptstadt. Der Bürgermeister ist der Sohn pakistanischer Einwanderer. Die Queen hat deutsche Wurzeln. Was hält diese überwältigende Vielfalt zusammen? Vielleicht ist es ja so: London verändert sich ständig. Aus schäbigen Arbeitervierteln werden Kieze für Kreative und Künstler. Aus verwahrlosten Gegenden angesagte Viertel. Wird der Brexit diesen permanenten Metamorphosen einer Weltstadt Einhalt gebieten? London ist jedenfalls anstrengend. Und so aufregend wie das Leben selbst.
  • Der Tag auf Weltreise: Brüssel
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 18.07.2017
Beschreibung: Brüssel hat viele Identitäten. Hier leben Flamen und Wallonen. Hier prägen Afrikaner ein Stadtviertel namens "Matongé", wo Gerüche und Geschäfte an den Kongo erinnern. Ebenfalls Teil von Brüssel ist das überwiegend von muslimischen Migranten bewohnte Molenbeek. Es genießt seit den jüngsten Terroranschlägen einen schlechten Ruf. Wer sich für die Architektur des Jugendstils begeistert, kommt in Brüssel auch auf seine Kosten. Diesen Stil nennt man hier Art Nouveau. Er prägt ganze Straßenzüge der belgischen Metropole. Und dann natürlich das Brüssel der Europäischen Union und der Nato. Die Hauptquartiere dieser Institutionen sind ästhetisch zwar nicht besonders ansprechend. Sie stehen aber für Macht und Einfluss. Gehören zum Selbstbewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner. Ein Besuch dort ist also unverzichtbar.
  • Der Tag auf Weltreise: Madrid
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 17.07.2017
Beschreibung: Wohin gehen die Anhänger von Real Madrid? Wenn ihre "Königlichen" siegen, dann feiern sie am Cibeles Brunnen. In diesem Jahr müsste dort Champagner statt Wasser aus dem Brunnen fließen. Denn Real Madrid ist wieder einmal der Spitzenclub des europäischen Fußballs, galaktisch in jeder Hinsicht. Erneuter Gewinner der Champions League. Das hebt die Laune der Hauptstädter ungemein, man spürt es in diesem Sommer an jeder Ecke in Madrid. Die Anhänger des zweiten großen Clubs der Stadt, von Atlético Madrid, feiern nach Siegen ihrer Mannschaft auch an einem Brunnen, am Fuente de Neptuno. Beide liegen im Zentrum. Dort wo die Nächte zum Tag werden. Und Madrid vibriert. Wie keine andere Hauptstadt in Europa.
  • Friede, Freude, LSD ? Der Mythos vom Summer of Love
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 14.07.2017
Beschreibung: Lange Haare, bunte Kleider, so grenzten sich die Hippies in den sechziger Jahren schon allein durch ihre Kleidung von einer repressiven und autoritären Gesellschaft ab, für die der offene Umgang mit Drogen und Sex eine ständige Provokation war. In San Francisco trafen sie sich auf mehrtägigen Partys und Festivals und protestierten gegen das Verbot von LSD und den Vietnamkrieg. Sie hörten die Musik von Janis Joplin, Jefferson Airplane, Jimi Hendrix und anderen Bands aus dieser Zeit, von denen viele 1967auf dem legendären Monterey-Popfestival auftraten. Dieses erste große Rockfestival überhaupt, war aber auch schon der Anfang vom Ende der Bewegung. Zwar gab es noch weitere Konzerte, zwar wurden noch in anderen europäischen Ländern Kommunen mit ähnlichen Idealen gegründet, aber die US-amerikanische Hippie-Bewegung verlor sich in privaten oder pseudoreligiösen Rückzugsräumen. Heute wirkt die Zeit für viele wie ein Sehnsuchtsort - Sind das nur noch die Reste psychedelischer Wahnvorstellung oder gibt es da Bezüge zur Wirklichkeit?
  • Auferstanden aus Morphinen ? die Tour de France
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 13.07.2017
Beschreibung: Heute geht es in den Pyrenäen vielleicht schon um den Gesamtsieg. Und wenn Fabio Aru oder wer auch immer dem favorisierten Christopher Froome so richtig zu Leibe rückt auf Rampen über 10 Prozent, dann finden die einen das faszinierend und großartig. Die anderen, so weit sie zusehen, rümpfen die Nase über die mit Medikamenten vollgestopften Athleten und den aufgeblasenen Zirkus um die Tour. Und nicht wenige tun beides - denn auch ein gedopter Sieger ist ein Ausnahmesportler, und ein kommerzielles Spektakel war die Tour de France von Anfang an. Dennoch oder vielleicht deswegen liefert sie immer wieder große Sportgeschichten von Verrätern und besten Freunden, Helden und Betrügern - jede Etappe ein Epos. Und nachher montieren sich die Fans Schaltungen der Profis auf ihr Citybike, bestellen sich verbotene leistungssteigernde Mittel im Internet und fahren auf dem Weg zur Arbeit die entscheidenden Attacken nach. Die Tour de France ist wahrscheinlich nicht geläutert, aber sicher auch nicht tot.
  • Immer voll im Bild. Von Selfies und anderen Schockphotos.
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 12.07.2017
Beschreibung: Das Photoalbum mit Höhepunkten des eigenen Lebens ist längst Geschichte. Heute dokumentieren Selfies jeden Augenblick der eigenen Biographie. Und es herrscht scharfer Wettbewerb unter denjenigen, die da ihre Bilder posten. Ein Selfie vor brennenden Autos und geplünderten Geschäften ist für manche offenbar eine Art Statussymbol. Beim G20 Gipfel in Hamburg war ein solches Posieren vor Chaos-Kulisse jedenfalls sehr beliebt. Viele Beobachter fanden das abstoßend, vor allem aber die vom Vandalismus betroffenen Bewohner des Hamburger Schanzenviertels. Aber auch Photos von Anderen polarisieren: darf man sie zur Fahndung verwenden? Sind Handyaufnahmen von Demos ein Mittel, die Wahrheit unzensiert an die Öffentlichkeit zu bringen? Wie mobilisieren die Bilder im Internet den politischen Protest? Ob auf Gipfeltreffen oder in aktuellen Kriegen: Es kommt auf den Kontext an. Und der ist selten einfach zu entschlüsseln.
  • Wer muss das bezahlen? Randale, Rowdies, Rettungsschirme
 
 
Autor: Redaktion Der Tag
Datum: 11.07.2017
Beschreibung: Ein einfacher Grundsatz der Gerechtigkeit lautet: wer einen Schaden angerichtet hat, muss auch dafür aufkommen. Schwierig wird es, wenn die Person nicht zu ermitteln ist, zum Beispiel weil sie vermummt war und aus einer Gruppe heraus Feuer gelegt oder Steine geworfen hat. Die "Rote Flora? zahlt da bestimmt nicht, hoffentlich wenigstens die Versicherung. Und am Ende natürlich der Steuerzahler. Aber warum eigentlich? Der kann doch für linksradikale Gewalttaten genausowenig wie für die ungebremste Spekulationslust der Banken und die blinde Wut von Fußball-Hooligans. Und zahlt in allen drei Fällen trotzdem. Weil da jeweils politisch und juristisch zu seinen Ungunsten abgewogen wird: die Bankenrettung muss sein, weil sonst das System zusammenbricht. Die Gewalt beim Fußball hat nichts mit den Vereinen zu tun, sondern ist ein "gesellschaftliches Problem?, für das alle aufkommen müssen. Und das Recht, sich zu versammeln und seine Meinung frei zu äußern wäre am Ende, wenn Demoveranstalter gigantische Kosten befürchten müssten. Wer einen Schaden angerichtet hat, muss also nur dafür aufkommen, wenn nicht jemand anderes dafür aufkommen muss. Wir alle.
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