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Die Psychologie des Bösen: Warum Menschen Verbrechen begehen

Freitag, 11. September 2009, 8:30 Uhr
Opfer des Völkermordes in Kambodscha  (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Opfer des Völkermordes in Kambodscha
Wie kommt das Böse in die Welt? An dieser Frage verzweifeln Menschen seit Jahrtausenden. Der amerikanische Wissenschaftler Roy Baumeister, der zu den weltweit renommiertesten Psychologen gehört, unterscheidet vier Ursachen.
 

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In normalen Zeiten spielen Eigennutz und verletzter Stolz eine große Rolle. Sadisten, die das Leid ihrer Opfer genießen, sind dagegen selten, doch es gibt sie. Hinter den größten Verbrechen stehen jedoch ideologische Überzeugungen, die im schlimmsten Fall zum Völkermord führen. Sozialwissenschaftler sind in den letzten Jahren zur Überzeugung gekommen: Solche Verbrechen werden meist von Menschen begangen werden, die keineswegs psychisch krank sind. Sie lassen sich mit psychologischen Theorien erklären, die auch bei gewöhnlichen Situationen Anwendung finden. Solche Verbrechen sind nicht die große Ausnahme, sie waren in der Menschheitsgeschichte an der Tagesordnung. Ideologisch motivierte Verbrechen werden geradezu im Namen der Moral begangen. Daher werden sie mit wenig Bedenken bewerkstelligt, sobald die anfänglichen Hemmungen überwunden sind.

Von Jochen Paulus
 

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Redaktion: magr
Bild: © picture-alliance/dpa
 
 

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