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CD-Tipp

Kennen Sie diese beiden nostalgischen Romantiker?

Mittwoch, 22. Februar 2017, 10:30 Uhr
 (Bild: Hyperion Trio)
Hyperion Trio
Felix Woyrsch und Rubin Goldmark sind zwei bislang nicht sehr bekannte Komponisten, beide in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert geboren. Das Hyperion Trio stellt auf seiner neuen CD ihre Musik vor: Eine Rarität, die es sich zu entdecken lohnt, findet unser Kritiker Meinolf Bunsmann.
 
Goldmark und Woyrsch sind nostalgische Romantiker, die eher rückwärtsgewandt komponiert haben. Felix Woyrsch geboren im Jahr 1860 in Schlesien, Rubin Goldmark 1872 im weit entfernten New York. Gekannt haben sich die beiden nicht. Goldmark als Sohn eines Kantors geboren, wurde Musik quasi in die Wiege gelegt. Sein Onkel war der zu seiner Zeit bekannte österreichische Komponist Karl Goldmark. Mit 17 ging Rubin Goldmark zum Studium nach Wien, nach seiner Rückkehr nach New York, schrieb er 1893 sein erstes Klaviertrio.
Felix Woyrsch hingegen komponierte ohne akademische Ausbildung, er war Autodidakt. In Hamburg leitete er mehrere Chöre, so hat er neben Klavierwerken auch Stücke für Gesang geschrieben. Das Hyperion Trio hat die vier Lieder seines op. 2 aufgenommen mit der Sopranistin Carolina Ullrich. Hochromatische Musik, die an Robert Schumann erinnert.
 
 (Bild: )

Information

Felix Woyrsch – Piano Trio – Vier Lieder
Rubin Goldmark Piano Trio
Hyperion Trio
Carolina Ulrich, Sopran
cpo 555 122-2
LC 8492

Goldmark und Woyrsch haben beide Musik hinterlassen, die auf sehr hohem Niveau unterhält, ohne Unterhaltungsmusik zu sein. Und beide Komponisten haben ein ausgesprochen gutes Händchen für einprägsame Melodien. Eine Spezialität des Labels cpo ist es nach Komponisten zu suchen, die zu Unrecht in der Versenkung verschwunden sind. Bei Goldmark und Woyrsch haben sie mal wieder gutes Gespür bewiesen. Und es ist auch wichtig, dass solche Komponisten auf CD erscheinen, denn in Konzertprogrammen tauchen sie kaum auf. Weil Konzertveranstalter die Namen kaum kennen und zu viel Angst haben davor, dass Programme mit unbekannten Namen kein Publikum anziehen.

Das Hyperion Trio schafft es die Musik beider Komponisten anspruchsvoll und aus einem Guss zu präsentieren, und das ist lohnenswert zu hören!

Von Meinolf Bunsmann
 

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Redaktion: clpr
Bild: © Hyperion Trio
Letzte Aktualisierung: 22.02.2017, 11:53 Uhr
 
 

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