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CD-Tipp

Eine lebendige Hommage an Trauermusik

 (Bild: Marcus Renner)
Er hatte die Idee: Matthias Well
Dass Beerdigungen im wahrsten Sinne des Wortes todtraurige Angelegenheiten sein können, das versteht sich von selbst. Aber eine Bestattung kann auch Fröhlichkeit verbreiten. Es hängt halt davon ab, in welchem Kulturkreis man zu Grabe getragen wird.
 

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6.09.2017, 9:20 Uhr
Wichtiges und meist unverzichtbares Element bei einer Trauerfeier ist die Musik. Der Geiger Matthias Well hatte die Idee, Trauermusik auf CD einzuspielen. Entstanden ist eine lebendige Hommage an Trauermusik verschiedener Kulturen, die Matthias Well augenzwinkernd "Funeralissimo" nennt.
Eigentlich wird er ja gesungen. Der Allerseelen Jodler. Und das hat der Geiger Matthias Well als Kind und Jugendlicher auch getan. Und tut er auch heute noch. Der gebürtige Bayer, inzwischen 24 Jahre alt, kommt aus einem musikalischen Familienclan, in dem Hausmusik zum alltäglichen Leben genauso dazugehört wie zu Hochzeiten und Beerdigungen. Gemeinsam mit seiner Schwester Maria am Cello und Zdravko Živković am Akkordeon beginnt Matthias Well seine Trauerreise in seiner Heimat, in der Welt der Berge. Doch gleich beim zweiten Titel heißt es: Schluss mit alpenländischer Andachtsstimmung! Jetzt geht auf den Balkan!
 

Information

 (Bild: Genuin Classics)

Funeralissimo - Eine lebendige Hommage an Trauermusik verschiedener Kulturen

Matthias Well, Violine
Maria Well, Violoncello
Zdravko Živković, Akkordeon
Genuin Classics GEN 17486
LC 12029

So unterschiedlich kann Trauerkultur sein. Wird in den Alpen gejodelt, spielt man auf dem Balkan wild auf. Es ist dieses Wechselbad der Stimmungen, das das neue Album von Matthias Well so interessant macht. "Funeralissimo", das sind 17 Musiken aus 14 verschiedenen Ländern. Ein Hoch auf die Trauer!

Fazit
"Funeralissimo". Den Superlativ "issimo" hat dieses außergewöhnliche Album verdient. Ein wunderschöner, abwechslungsreicher Streifzug durch die Trauermusik verschiedener Kulturen. Da möchte man Matthias Well gerne zurufen: "Spiel mir das Lied vom Tod". Weil‘s doch so schön klingt…!

Meinolf Bunsmann


Das Projekt in Bildern und der Geiger Matthias Well im Gespräch dazu:

 

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Redaktion: grpr
Bild: © Marcus Renner
Letzte Aktualisierung: 6.09.2017, 15:45 Uhr
 
 

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