Er gehört zu den weltweit führenden Hirnforschern, und er liebt es, in großen Zusammenhängen über sein Forschungsobjekt nachzudenken Provokationen eingeschlossen.
Thema in
25.06.2012, 12:05 Uhr
Vielleicht liegt es daran, dass er im Gehirn den Prozessen auf der Spur ist, die unsere vielfältigen Sinneseindrücke und Empfindungen zu einer erlebten Einheit verschmelzen lassen. Dass Frankfurt zu einem Mekka der Hirnforschung geworden ist, ist wesentlich auch ihm zu verdanken. Professor Wolf Singer, lange Jahre Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung und dort jetzt Leiter einer Emeritus-Abteilung, hat gleich ein ganzes neues Hirnforschungsinstitut an die Main-Metropole geholt, das Ernst Strüngmann Institut. Und eine aufregende neue Konferenz-Reihe, bei der es um große ungelöste Fragen nicht nur der Hirnforschung geht, das Ernst-Strüngmann-Forum. Im Gespräch mit Regina Oehler erzählt Wolf Singer von Vernetzungen im Gehirn und in der Gesellschaft, vom Wert der Erfahrung in der Kindheit und im Alter und von Handlungsoptionen in einer Welt, die aus dem Gleichgewicht zu geraten droht.
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