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Facebook

Die "Chronik" kommt!

 (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Facebook baut die Profile seiner Nutzer um und stößt damit nicht nur auf Begeisterung: Die "Chronik" spaltet die Nutzerschaft. Wir sagen Ihnen, was es damit auf sich hat und worauf Sie bei der Umstellung achten sollten.
 

Chronik - Was ist das?

So sieht sie aus, die neue Chronik: Alles ist jetzt größer und luftiger gestaltet (Bild:  picture-alliance/dpa)
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So sieht sie aus, die neue Chronik: Alles ist jetzt größer und luftiger gestaltet

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26.01.2012, 12:15 Uhr
Was im englischsprachigen Facebook "Timeline" heißt, ist im deutschen Facebook die "Chronik". Vereinfacht gesagt ist die Chronik ein Zeitstrahl, der - wenn Sie es möchten - Ihr komplettes Leben umfassen kann. Enthielt die bisherige "Pinnwand" nur einfache Fotos, Videos, Links und Statusmeldungen, so kann die Chronik auch "Lebensereignisse" enthalten: Informationen zu Job, Beziehungen, Krankheiten, besuchte Orte - einfach alles! Und das auch rückwirkend: Ereignisse können rückdatiert werden, um so chronologisch das ganze Leben von Geburt an abzubilden - wenn man das will. Denn: Niemand wird zur Eingabe der Lebensereignisse gezwungen! Wer möchte, kann die Chronik auch genauso wie die alte Pinnwand nutzen. Darüber hinaus enthält die Chronik alles, was Sie bisher bei Facebook eingegeben haben. Die bisherigen Privatsphäre-Einstellungen werden dabei übernommen.

Der größte Unterschied zur bisherigen Pinnwand ist aber die Optik: Jede Chronik enthält ein großes, frei definierbares Titelbild mit der Größe 815x315 Pixel und ist insgesamt viel größer und "luftiger" gestaltet. Über Jahreszahlen am Seitenrand können Sie jederzeit in Ihrer Chronik hin- und herspringen. Wollte man bisher alte Einträge lesen, musste man unter Umständen sehr lange blättern. Jetzt lassen sich Zeiträume gezielt ansteuern. Hier nochmal der Hinweis: Es wird in der Chronik nichts angezeigt, was nicht auch vorher schon sichtbar war.
 

Kann ich zwischen alter Pinnwand und neuer Chronik wählen?

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Nein. Die bisherige Pinnwand wird demnächst abgeschaltet und ab dann hat jeder Nutzer die Chronik. Die Umstellung erfolgt jedoch nicht auf einen Schlag. Facebook wird bei Ihnen eine Meldung einblenden, ab wann es bei Ihnen soweit ist. Ab dann haben Sie sieben Tage Zeit, um Ihre alten Facebook-Meldungen aufzuräumen und zu schauen, ob da irgendwas dabei ist, was Sie nicht in Ihrer Chronik stehen haben möchten. Was Sie nicht in Ihrer Chronik haben möchten, können Sie einfach löschen. Nach Ablauf der sieben Tage ist Ihre Chronik dann für alle Nutzer sichtbar.
 

Ich mag die Chronik nicht - wie kriege ich meine Pinnwand zurück?

Gar nicht. Facebook sagt, dass der parallele Betrieb von Chronik und Pinnwand für weitere Entwicklungen der Plattform zu schwierig sei, weswegen die Pinnwand im Laufe der nächsten Monate abgeschaltet wird. Es wird in Zukunft nur noch die Chronik geben. Und sollten Sie eine Mail oder Facebook-Nachricht bekommen, die Ihnen mit einem Klick auf einen Link etwas anderes verspricht: Finger weg! Es ist definitiv nicht möglich, die Chronik wieder abzuschalten!
 

Kann bei der Chronik jetzt jeder alles sehen?

Über die Privatsphäre-Einstellungen können automatisch alle alten Einträge geschützt werden (Bild: Facebook)
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Über die Privatsphäre-Einstellungen können automatisch alle alten Einträge geschützt werden
Nein, keine Sorge. Sie können auch weiterhin selber bestimmen, wer welche Inhalte von Ihnen sehen darf. Klicken Sie dazu bei einem beliebigen Beitrag in Ihrer Chronik auf die kleine Weltkugel unter Ihrem Namen. Hier können Sie - auch nachträglich - einstellen, für wen dieser Inhalt sichtbar sein soll. Wenn Sie alle alten Inhalte auf einmal einstellen wollen: In Ihren "Privatsphäre Einstellungen" gibt es die Option "Beschränke das Publikum für ältere Beiträge". Hier können Sie unter "Beschränke das Publikum für Beiträge, die du mit Freunden von Freunden oder der Öffentlichkeit" alle alten Einträge auf einmal bearbeiten.
 

Was, wenn mir ein Beitrag überhaupt nicht mehr gefällt?

Ganz einfach: So löscht man einen Beitrag aus seiner Chronik (Bild: )
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Ganz einfach: So löscht man einen Beitrag aus seiner Chronik
Sie können Beiträge jederzeit aus Ihrer Chronik löschen. Klicken Sie dazu bei dem betroffenen Beitrag auf den kleinen Stift ("Bearbeiten oder entfernen") und wählen Sie dort "Beitrag löschen". Wollen Sie einen Beitrag (zum Beispiel ein Fotoalbum) nur aus der Chronik, aber nicht gleich komplett aus Facebook entfernen, klicken Sie auf "Aus der Chronik entfernen". Der Beitrag bleibt dann noch an anderen Stellen erhalten (zum Beispiel ist ein Fotoalbum dann noch bei Ihren Fotos zu sehen), taucht aber nicht mehr in der Chronik auf.
 

Was kann ich sonst noch an meinen Einträgen ändern?

Sie können Beiträge in Ihrer Chronik nicht nur löschen, sondern auch hervorheben (auf das Sternchen klicken, dann erscheint Ihr Beitrag größer in der Chronik), den Ort des Beitrags ändern und auch das Datum. Sie können Beiträge also auch nachträglich vor- oder rückdatieren.
 

Was ist das "Aktivitätenprotokoll"?

Sie werden in Ihrer Chronik einen Button mit der Aufschrift "Aktivitäten anzeigen" finden. Das dahinter liegende Protokoll können nur Sie sehen. Hier werden alle Dinge angezeigt, die Sie in letzter Zeit so auf Facebook getan haben. Auch diese können Sie bearbeiten, also zum Beispiel löschen oder die Sichtbarkeit ändern.
 

Muss ich meine Privatsphäre-Einstellungen anpassen?

Nein. Ihre alten Einstellungen werden übernommen. Aber: Kontrollieren Sie trotzdem Ihre alten Einträge nach der Umstellung, denn es wurde schon berichtet, dass Einträge, die bisher "Eingeschränkt" waren, bei der Umstellung auf die Chronik plötzlich "Öffentlich" waren. Es kann also wohl in Einzelfällen zu Fehlern bei der Umstellung kommen.
 

Warum der ganze Wirbel um die Chronik?

Auch der "Verlust eines geliebten Menschen" kann fortan in der Chronik vermerkt werden (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Auch der "Verlust eines geliebten Menschen" kann fortan in der Chronik vermerkt werden
Einigen Nutzern gefällt die Optik nicht, andere stören sich an den "Lebensereignissen". Diese sind zwar freiwillig, können also von jedem Nutzer auch einfach ignoriert werden, doch so mancher unvorsichtige Zeitgenosse könnte hier mehr über sich verraten, als gut für ihn ist, denn die "Lebensereignisse" umfassen so ziemlich alles, was man über sich verraten könnte: Neue Tätowierungen, neue Essgewohnheiten, erster Kuss, Gewichtsverlust, beendete Beziehungen oder "Verlust eines geliebten Menschen". Hier lässt sich wirklich alles vermerken! Und da man Dinge zwar schnell ins Internet hinein, aber nur schwer oder gar nicht wieder raus bekommt, sollte man sich zweimal überlegen, was man hier über sich verrät.
 

Was die Chronik noch kann: "Frictionless Sharing"

"Verbindung zu Facebook herstellen": Wer hier klickt, aktiviert "Frictionless Sharing" zwischen MySpace und Facebook (Bild: MySpace.com)
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"Verbindung zu Facebook herstellen": Wer hier klickt, aktiviert "Frictionless Sharing" zwischen MySpace und Facebook
Mit der neuen Chronik bekommen einige Anwendungen die Möglichkeit, ohne eine weitere Aktion der Nutzer Inhalte bei Facebook zu veröffentlichen. Beispiel: Wer bei MySpace einen Song abspielt, musste bisher den bekannten "Gefällt mir"-Button klicken, um diesen Song bei Facebook zu teilen. Erteilt der Nutzer MySpace nun die Erlaubnis zum "Frictionless Sharing", wird jeder abgespielte Titel automatisch bei Facebook in einem Extra-Bereich in der Chronik und im Ticker am rechten Bildschirmrand geteilt. Diese Schnittstelle steht auch weiteren Diensten zur Verfügung. Eine Fitness-App könnte so zum Beispiel nach dem Joggen bei Facebook teilen, wie lange Sie für Ihre Laufstrecke gebraucht haben - vollautomatisch. Oder ein Videoportal verrät, welchen Film sie gerade schauen. Wem das zuviel Automatismus ist und wer hier mehr Kontrolle haben möchte, der sollte darauf achten, den entsprechenden Apps gar nicht erst die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Daten in seinem Facebook-Profil zu erteilen.
 
Redaktion: svsc
Bilder: © Facebook (1), © picture-alliance/dpa (3), © MySpace.com (1)
Letzte Aktualisierung: 2.02.2012, 15:43 Uhr


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