Minogue, Kylie

Einst nannten Kritiker sie spöttisch einen "singenden Wellensittich", doch heute ist sie der heisseste Pop-Export Australiens: Kylie Minogue.
 

 (Bild: EMI / William Baker)
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Name: Kylie Ann Minogue
Geburtstag: 28. Mai 1968
Geburtsort: Melbourne
Geburtsland: Australien
 

Über Kylie Minogue

Information

Diskografie
Studio-Alben:
Kylie (1988), Enjoy Yourself (1989), Rhythm Of Love (1990), Let's Get To It (1991), Kylie Minogue (1994), Impossible Princess (1998), Light Years (2000), Fever (2001), Body Language (2003), X (2007)

Singles (Auszug):
The Loco-Motion (1987), I Should Be So Lucky (1988), Especially For You (1988), Tears On My Pillow (1990), Give Me Just A Little More Time (1992), Confide In Me (1994), Where The Wild Roses Grow (1995), Spinning Around (2000), Kids (2000), Can't Get You Out Of My Head (2001), 2 Hearts (2007)
Sie ist ein regelrechtes Stehaufmännchen im Musik-Biz: Kylie Minogue hat ihre musikalische Karriere soeben in die vierte Runde geschickt und es ist kein Ende abzusehen. Ob mit "The Loco-Motion", "Confide In Me", "Spinning Around" oder "2 Hearts": Sie hat es im Laufe ihrer inzwischen 20jährigen musikalischen Karriere immer wieder geschafft, ihre Fans für sich zu begeistern und Comebacks zu landen, von denen andere nur träumen können.

Die Geschichte der Kylie Ann Minogue beginnt am 28. Mai 1968, als sie im schönen Melbourn das Licht der Welt erblickt. Kylie ist das älteste Kind von Ron (Buchhalter) und Carol (Ballettänzerin) Minogue. Ihr Bruder Brendan wurde zwei Jahre später geboren und arbeitet heute als Kameramann, während Schwester Danielle "Danii" Minogue 1971 geboren wurde und genau wie Schwester Kylie als Sängerin und Schauspielerin Karriere gemacht hat.

Kylies Karriere begann 1980 in der Fernsehserie "The Sullivans", doch den großen Durchbruch erlangte sie erste sechs Jahre später in der Soap "Neighbours", in der auch Jason Donovan mitspielte. Ein Jahr später schaffte sie es dann gleich mit ihrer Debüt-Single in die Charts: Ihre Cover-Version von "The Loco-Motion", ursprünglich im Rahmen eines Fußballbenefizspiels zusammen mit anderen Neighbours-Darstellern zum besten gegeben, belegte sieben Wochen den ersten Platz der australischen Charts. Durch diesen Hit wurde das englische Produzententeam Stock Aitken Waterman auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Die Herren hatten sich nicht umsonst selbst den Namen "Hit Factory" gegeben, denn wenn sie eines konnten, dann war das Hits am Fließband zu produzieren. So folgte auf "The Loco-Motion" eine ganze Reihe von großen Erfolgen, wie zum Beispiel "I Should Be So Lucky", "Got To Be Certain" oder "Je Ne Sais Pas Pourquoi". 1988 opferte Kylie ihre "Neighbours"-Karriere dem Gesang und nahm kurz darauf mit ihrem Ex-Serien-Partner Jason Donovan das Duett "Especially For You" auf, das weltweit ein Riesen-Hit wurde.

Die "Hit Factory"-Beziehung hielt immerhin bis 1992. Zu diesem Zeitpunkt war Kylies Karriere auf dem Sinkflug und der letzte große Hit war schon ein Weilchen her. Inzwischen hatte sich Kylies Image vom braven Mädchen hin zu "Sexy Kylie" gewandelt, die schwule Club-Kultur hatte ihre Musik für sich entdeckt und Kylie hatte mit ihrem vierten Studioalbum "Let's Get To It" ihren ersten Flop eingefahren. Man veröffentlichte noch ein gemeinsames "Greatest Hits"-Album mit drei neuen Titeln und dann zog Kylie von ihrer alten Plattenfirma PWL zum Dance-Label "Deconstruction". Die erste Single auf Deconstruction wurde "Confide In Me", das Kylie von einer neuen Seite zeigte und ein großer Hit wurde. Das dazugehörige Album jedoch war nur bedingt erfolgreich, und das obwohl sie sich von den Pet Shop Boys und den damals sehr erfolgreichen M People Songs hatte schreiben lassen. Auch die weiteren Singles des Albums floppten, ebenso wie die Kino-Filme, in denen sie zu dieser Zeit mitspielte: "Streetfighter" wurde zumindest noch von Kritikern und Kino-Zuschauern wahrgenommen, doch "Bud & Doyle" fand wirklich so gar keine Beachtung. Der große Wendepunkt in ihrer Karriere trat ein, als sie mit Nick Cave "Where The Wild Roses Grow" aufnahm: Der Song wurde ein gewaltiger Hit und zeigte vor allen Dingen, das Kylie mehr konnte als sexy aussehen und Pop-Songs trällern. Während sie daraufhin in ihrem Heimatland noch einmal so richtig durchstartete, setzte sie Deconstruction wegen ausbleibender Erfolge auf dem europäischen Festland vor die Tür. Kylie ließ sich davon jedoch nicht unterkriegen und arbeitete stattdessen mit Künstlern wie Towa Tei oder den Pet Shop Boys zusammen, spielte Shakespeare auf Barbados und war erneut auf der Leinwand zu sehen. Am meisten Aufmerksamkeit erregte jedoch ihr Auftritt als Unterwäschemodel für H&M im Jahre 1998.

1999 ging dann als das Jahr in die Geschichte von Kylie Minogue ein, in dem ihr das bislang größte Comeback ihrer Karriere gelang: Mit einem neuen Plattenvertrag in der Tasche machte sie sich an die Arbeit am Album "Light Years", das 2000 erschien und mit "Spinning Around" einen echten Hit enthielt: In Australien stieg sie von 0 auf 1 in die Charts ein, ebenso in Großbritannien. Auch die weiteren Auskopplungen von "Light Years" waren Hits: "Kids", das sie zusammen mit Robbie Williams aufgenommen hatte, konnte ebenso punkten wie "On A Night Like This" oder "Your Disco Needs You", das übrigens nur in Deutschland als Single veröffentlicht wurde. Und es ging erfolgreich weiter: Das nächste Album, "Fever", enthielt den Mega-Hit "Can't Get You Out Of My Head", der in allen europäischen Ländern (außer Finnland) auf Platz 1 landete. Das Album selber verkaufte sich weltweit über 7 Millionen mal und brachte Kylie einen "Brit Award" für das beste Album einer internationalen Sängerin ein.

Doch ab da ging es abwärts: "Body Language", das neunte Studioalbum, enthielt einen komplett anderen Sound als "Light Years" und "Fever" und wurde deswegen auch nicht besonders gut von den Fans aufgenommen. Viel härter als die mäßigen Verkaufszahlen von "Body Language" traf Kylie aber eine Diagnose ihrer Ärzte aus dem Jahre 2005: Brustkrebs. Sie brach ihre "Showgirl - The Greatest Hits"-Tour ab und ließ sich im Mai 2005 in Melbourne operieren. Es folgte eine sechsmonatige Chemotherapie in Paris, doch auch in dieser Zeit mussten die Fans nicht auf ihr Idol verzichten: Eine Live-DVD, ein neuer Song ("Over The Rainbow" wurde nur als Download veröffentlicht), ein Kinderbuch und ein Parfüm überbrückten die Zeit bis zum Winter 2006, in dem Kylie die restlichen Australien-Konzerte ihrer "Showgirl"-Tour nachholte. Das erste Album nach ihrer Krebserkrankung wurde ein Live-Mitschnitt der "Showgirl Homecoming Live"-Tour, bevor Kylie sich an die Arbeit an "X", ihrem zehnten Studioalbum machte, das im Winter 2007 erschien.
 

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Redaktion: svsc
Stand: 03.12.2007

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