Vorsicht vor WhatsApp

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Es ist die beliebteste Messenger-App für Smartphones - und ausgerechnet die weist aktuell große Sicherheitsmängel auf. Welche, das erfahren Sie hier...
 

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18.09.2012, 11:15 Uhr
Wenn Smartphone-Nutzer Textnachrichten austauschen wollen, dann greifen sie häufig zu einer App, anstatt sich SMS zu schicken. Und in den meisten Fällen handelt es sich dabei um "WhatsApp", eine Messenger-App, mit der Nutzer sich deutlich günstiger als per SMS Texte und Fotos zuschicken können. Rund vier Milliarden Nachrichten sollen pro Tag über WhatsApp verschickt werden. Doch ausgerechnet WhatsApp ist in den letzten Wochen vermehrt in die Kritik geraten: Das gute Stück ist in letzter Zeit verstärkt wegen Sicherheitsmängeln in der Kritik.


Ihr Account in fremden Händen

So soll nicht nur die Verschlüsselung der Nachrichten leicht zu knacken sein, sondern es sollen laut Heise Security auch komplette Nutzer-Accounts sehr schnell und leicht zu kapern sein. Ist das passiert, können die Eindringlinge Nachrichten im Namen des eigentlichen Besitzers verschicken und umgekehrt Nachrichten empfangen. Diese Nachrichten sind dann auch nicht mehr auf dem Smartphone des Besitzers sichtbar. Und: Man bekommt seinen Account nicht mehr ohne weiteres zurück! Das Blog fileperms.org schreibt, dass die einzige Möglichkeit, einen gekaperten Account zurückzuholen die sei, das Telefon zu wechseln. Wenn man sich mit seiner Telefonnummer von einem neuen Gerät aus anmelden würde, würde die selbe Telefonnummer mit einem neuen Passwort versehen und man könne wieder über den Account verfügen. Aber: Sicherer wird das Ganze dadurch nicht.


WhatsApp nicht im WLAN nutzen

Die gute Nachricht: Von diesem Problem sind nach aktuellem Stand nur Nutzer betroffen, die WhatsApp über eine öffentliche WLAN-Verbindung nutzen, zum Beispiel beim Aufenthalt im Fast-Food-Restaurant oder bei der Kaffee-Kette des Vertrauens. Hier können andere in das WLAN eingeloggte Nutzer relativ problemlos mit frei zugänglichen Tools die für so eine Kapervorgang notwendigen Informationen ausspähen. In Ihrem privaten und hoffentlich gut abgesicherten WLAN können Sie WhatsApp natürlich weiterhin nutzen, doch öffentlichen WLANs sollten Sie von der Nutzung dieser App absehen. Zumindest bis zum nächsten Update, mit dem diese Sicherheitslücke hoffentlich geschlossen wird.


Alternativen zu WhatsApp

Falls Sie WhatsApp jetzt generell den Rücken kehren wollen: Es gibt zahlreiche Alternativen wie zum Beispiel Facebooks Messenger-App, die iMessage-Funktion bei Apple-Geräten (funktioniert seit dem aktuellen Betriebssystem-Update auch zwischen einem normalen Mac und z.B. einem iPhone) oder Apps wie "mysms", "ChatON" und der "Yahoo! Messenger", bei denen aktuell keine so gravierenden Sicherheitsmängel wie bei WhatsApp bekannt sind. Das Problem dabei ist nur: Alle Ihre Freunde müssten ebenfalls auf dieses Tool umsteigen, denn ansonsten können Sie Ihnen keine Nachrichten schicken. Bliebe noch eine Alternative: Sie verschicken einfach wieder die gute, alte SMS.
 
Redaktion: svsc
Bild: © colourbox.com
Letzte Aktualisierung: 18.09.2012, 16:14 Uhr


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