Fahrradtrends 2013

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Das was die IAA für die Autos oder die Funkausstellung für Elektronik ist, das ist die Eurobike für Fahrräder. Anfang September wurden die Neuheiten für das Jahr 2013 vorgestellt. Fahrradexperte Jörg Müsse war dabei und hat Ariane Wicke Einblicke fürs neue Jahr gewährt.
 

Stadtradbereich

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17.09.2012, 9:15 Uhr
Für 2013 erwartet den Radler noch mehr Style, Schick und vor allem Farbe. Der Trend der grauen und schwarzen Töne ist vorbei, sagt Zweiradexperte Jörg Müsse. Weiterhin angesagt ist außerdem der Retrolook, der sich sogar auf die Fahrradkleidung auswirkt. Das klassische Stadtrad überzeugt durch geringes Gewicht gepaart mit Funktionalität. Auch auf viel Schnickschnack wird verzichtet, die neuen Stadträder verzichten auf großen Komfort durch Federgabeln. Durch den angesprochenen Verzicht singt natürlich auch der Wartungsaufwand der neuen Räder. Radfahrer die sich ein zuverlässiges Alltagsrad wünschen, nicht zum Zweiradmechaniker werden wollen und schnell von A nach B kommen wollen, sind im Stadtradbereich richtig aufgehoben.
 

E-Bikes - weiter Trend oder doch nur heiße Luft?

Audio: Jörg Müsse in "hr3 Extra" 4:00 Min
(© hr3, 17.09.2012)
"Das E-Bike wird in den Städten noch nicht wirklich angenommen", sagt Müsse. Die Infrastruktur ist für das E-Bike noch nicht ausgereift. Das fängt schon mit dem Stellplatz an." (…) Man kann es nicht einfach drei oder vier Stockwerke in die Wohnung tragen, dafür sind die Räder zu schwer". Doch langfristig gesehen, wird das E-Bike auch in der Stadt zum Erfolg werden, sagt Fahrradspezialist Müsse. Durch die "noch" strukturellen Probleme in der Stadt, sieht er die Zielgruppe der E-Bikes vorerst in der ländlichen Region. Vor allem da wo das Gelände hügeliger und damit anspruchsvoller wird, steht das E-Bike bei Tourenfahrern hoch im Kurs.
 

 (Bild:  picture-alliance/dpa)

Mountainbikes

2013 setzt der Mark im Mountainbike- Segment voll auf 29er und die Zwischengröße 650B. Dies bedeutet, dass die Laufräder der Bikes größer werden. "Früher hatten die Mountainbikes immer die kleinen, dicken Räder (26 Zoll), mittlerweile haben sie deutlich größerer Räder". Durch die größeren Räder ist man schneller unterwegs und gerade für tourenorientierte Fahrer und Anfänger in diesem Segment ist es einen tolle Alternative zum 26 Zoll Rad, sagt der Experte.
 

Rennräder

Aerodynamik ist das Stichwort im Rennradbereich. Durch die immer größer werdende Triathlonszene wird auch beim klassischen Rennrad immer mehr auf Aerodynamik und das Gewicht Wert gelegt. Auf der Eurobike wurden die ersten Räder mit knapp über 5 Kilo vorgestellt. Allerdings lassen sich die Hersteller das natürlich zahlen. Da schrammen die Leichtgewichte preislich nur knapp an einem Kleinwagen vorbei.
 

Gute Zeit für Schnäppchenjäger

Wer nicht auf die neuen Modelle warten will und sich mit einem Auslaufmodell zufrieden gibt, kann richtig Geld sparen. Leider werden die Räder im nächsten Jahr nämlich deutlich teurer, sagt Müsse. "Die Räder müssen gar nicht so sehr reduziert sein, aber sie sind definitiv deutlich günstiger als das ein gleichwertiges Produkt nächstes Jahr sein wird."
 
Redaktion: svsc
Bilder: © picture-alliance/dpa (2)
Letzte Aktualisierung: 17.09.2012, 14:50 Uhr


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