14.02.2017

Augen auf beim Fitness-Studio-Vertrag

Training im Sonnenaufgang (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Vergrößern
Training im Sonnenaufgang
Der Vertrag mit einem Fitness-Studio ist schnell abgeschlossen. Aber worauf muss man achten, wenn man da wieder raus kommen will? Ein paar wichtige Tipps gibts hier von Sebastian Schreiber aus der hr-Wirtschaftsredaktion.
 

Zu Beginn des Jahres kommen viele auf die Idee: "Ich muss was für meine Gesundheit tun!" und schließen einen Vertrag mit einem Fitness-Studio ab. Nicht selten wird der dann schnell nicht mehr genutzt, man kommt aber nur schwer aus so einem Vertrag wieder raus. So gibt es Berichte, wo die Kündigung angeblich auf dem Postweg verloren gegangen ist oder wo selbst ein Umzug in eine andere Stadt kein Grund für den Betreiber des Studios war, den Vertrag aufzukündigen.
 

Worauf sollte man achten?

 (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Vergrößern
Grundsätzlich sollte man sich das Kleingedruckte im Vertrag gut anschauen. Nicht selten findet man dort Klauseln, die gar nicht rechtens sind. Zum Beispiel dass der Betreiber sich das Recht einräumt, die Öffnungszeiten oder die Preise einfach so ändern zu dürfen. Oder dass man keine eigenen Getränke mitbringen darf, um stattdessen die Getränke vor Ort kaufen zu müssen. Oder dass man nicht für die Wertsachen im Schließfach haftet. Sebastian Schreiber aus der hr-Wirtschaftsredaktion dazu: "Das ist oft einfach gar nichts rechtens."
 

Wann kann ich einen Vertrag auflösen?

Aus so einem Vertrag wieder rauszukommen ist oft gar nicht so einfach. Man hat aber das Recht dazu, wenn man zum Beispiel durch eine Verletzung die gesamte Vertragslaufzeit nicht trainieren kann. Oder wenn man in eine andere Stadt zieht und der Weg einfach unzumutbar wäre. Am Ende ist es eine Einzelfallentscheidung. Gibt es zum Beispiel in der neuen Stadt ebenfalls ein Studio des Betreibers, dann könnte man auch einfach das nutzen. Eine Kündigung ist dann nicht gerechtfertigt und man muss im Vertrag drin bleiben. Und wer die Kündigung per Post an das Studio schickt, sollte das per Einschreiben mit Rückschein tun, damit man immer belegen kann: Die Kündigung ist tatsächlich angekommen. Kostet zwar mehr Porto, kann einem aber Ärger ersparen.
 

Was tun, wenn man sich "über den Tisch gezogen" fühlt?

Zuerst sollte man immer das Gespräch suchen. Kommt man da nicht weiter, kann man sich auch immer noch an die Rechtsberatung der Verbraucherzentralen wenden. Ein Streit vor Gericht sollte aber immer die letzte äußerste Lösung sein.
 
Redaktion: svsc
Bilder: © picture-alliance/dpa - Archiv (2)
Letzte Aktualisierung: 14.02.2017, 14:33 Uhr

hr3 Lieblingssongs

Von 0 auf 100

hr3 Podcast

hr3 Comedy

SZM-Daten dieser Seite